Schlaganfall-Station am Alexianer Klinikum Hochsauerland erhält höchste Zertifizierung

Die Chef­ärz­te, Dr. med. Alex­an­der Ranft sowie Priv.-Doz. Dr. med. Armin Buss, freu­en sich mit Mit­glie­dern des Teams der Stro­ke-Unit und der an der Zer­ti­fi­zie­rung betei­lig­ten über die Aus­zeich­nung durch die Deut­sche Schlag­an­fall-Gesell­schaft und die Stif­tung Deut­sche Schlag­an­fall-Hil­fe.
(Foto: Ale­xia­ner Kli­ni­kum Hochsauerland)

Arnsberg/Hüsten. Wenn plötz­lich Läh­mungs­er­schei­nun­gen auf­tre­ten, sich Sprach- oder Seh­stö­run­gen ein­stel­len oder ein Taub­heits­ge­fühl in den Glied­ma­ßen zu spü­ren ist, kann ein Schlag­an­fall die Ursa­che sein. In die­sem Fall zählt jede Minu­te. Die schnellst­mög­li­che Ein­lie­fe­rung und Behand­lung in einer Schlag­an­fall­spe­zi­al­sta­ti­on (Stro­ke Unit) kann hel­fen, die Erkran­kung schnell und ver­läss­lich zu dia­gnos­ti­zie­ren und effek­tiv zu therapieren.

Zertifizierung als überregionale Stroke-Unit

Die so genann­te „Stro­ke Unit“ im Not­fall- und Inten­siv­zen­trum des Ale­xia­ner Kli­ni­kum Hoch­sauer­land in Arns­berg-Hüs­ten ist jetzt für ihr umfang­rei­ches und fach­über­grei­fen­des Dia­gno­se- und The­ra­pie­spek­trum von der Deut­schen Schlag­an­fall-Gesell­schaft (DGS) und der Stif­tung Schlag­an­fall-Hil­fe als über­re­gio­na­le Stro­ke-Unit mit zehn Bet­ten aus­ge­zeich­net wor­den. Das Zer­ti­fi­kat beschei­nigt dem Team um Priv.-Doz. Dr. med. Armin Buss, Chef­arzt der Kli­nik für Neu­ro­lo­gie, die Ein­hal­tung und Umset­zung der von der DGS gefor­der­ten stren­gen Qua­li­täts­stan­dards und ist die drit­te erfolg­rei­che Zer­ti­fi­zie­rung in Fol­ge. Die Aus­zeich­nung als „über­re­gio­nal“ mar­kiert dabei die höchs­te Zer­ti­fi­zie­rungs­stu­fe und signa­li­siert, dass auch schwers­te Schlag­an­fäl­le auf höchs­tem Niveau ver­sorgt werden.

Schnelle Diagnose und interdisziplinäre Behandlung

Die Stro­ke-Unit am Ale­xia­ner Kli­ni­kum Hoch­sauer­land leis­tet als spe­zia­li­sier­te Ein­heit eine rasche Dia­gno­se und Akut­be­hand­lung von Schlag­an­fall-Betrof­fe­nen und sorgt für ihre frü­hest­mög­li­che Reha­bi­li­ta­ti­on. „Die Unter­bre­chung der Blut­ver­sor­gung von Tei­len des Gehirns stellt stets einen aku­ten Not­fall dar, der zu dau­er­haf­ten Schä­di­gun­gen füh­ren kann. Unser Ziel ist es, Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten ohne Zeit­ver­lust opti­mal zu ver­sor­gen und blei­ben­de Schä­den so weit wie mög­lich zu ver­hin­dern“, beschreibt Chef­arzt Priv.-Doz. Dr. med. Armin Buss. Ent­schei­dend sei dabei die enge fach­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit unter ande­rem mit Not­auf­nah­me, Kar­dio­lo­gie, Neu­ro­ra­dio­lo­gie und inter­ven­tio­nel­ler Radio­lo­gie, Neu­ro­chir­ur­gie, Gefäß­chir­ur­gie sowie den Teams aus Phy­sio­the­ra­pie, Ergo­the­ra­pie, Logo­pä­die, Sozi­al­dienst und wei­te­ren Kräften.

Moderne Behandlung rund um die Uhr

Ein wesent­li­ches Kri­te­ri­um für den Sta­tus als über­re­gio­na­le Stro­ke Unit ist die stän­di­ge Ver­füg­bar­keit moderns­ter inter­ven­tio­nel­ler Ver­fah­ren. In enger Koope­ra­ti­on mit der Kli­nik für Neu­ro­ra­dio­lo­gie und inter­ven­tio­nel­le Radio­lo­gie unter Chef­arzt Dr. med. Alex­an­der Ranft bie­tet das Kli­ni­kum bei­spiels­wei­se eine 24-Stun­den-Bereit­schaft für die soge­nann­te mecha­ni­sche Throm­bek­to­mie an. Bei die­sem hoch­mo­der­nen, mini­mal-inva­si­ven Ein­griff wird ein Blut­ge­rinn­sel direkt im Gehirn mit­tels eines Kathe­ters über die Leis­ten­ar­te­rie entfernt.

„Die­ses Ver­fah­ren kann Leben ret­ten und schwe­re Behin­de­run­gen ver­hin­dern, gera­de wenn die medi­ka­men­tö­se Auf­lö­sung des Gerinn­sels (Lyse) nicht aus­reicht“, erklärt Dr. Ranft.

Mehr als 1.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr

Pati­en­tin­nen der Stro­ke Unit steht somit rund um die Uhr ein inter­dis­zi­pli­när arbei­ten­des, spe­zia­li­sier­tes Team zur Ver­fü­gung, das über eine gro­ße Erfah­rung und Rou­ti­ne ver­fügt. In der ein­zi­gen von der DGS zer­ti­fi­zier­ten Stro­ke-Unit im Hoch­sauer­land­kreis wer­den jähr­lich über 1.000 Pati­en­tin­nen mit dem Krank­heits­bild ver­sorgt. Die enge und abge­stimm­te Zusam­men­ar­beit bei Dia­gnos­tik, Akut­the­ra­pie, frü­her Reha­bi­li­ta­ti­on und Nach­sor­ge hilft, die vor­han­de­nen Res­sour­cen der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten best­mög­lich aus­zu­bau­en sowie die Spät­fol­gen eines Schlag­an­falls ent­schei­dend zu mini­mie­ren und Lebens­qua­li­tät zu erhalten.

 

 

 

 

 

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