International gesuchter Geldautomaten-Aufbrecher gefasst: Festnahme nach Flucht in die Türkei

Gespreng­ter Geld­au­to­mat der Spar­kas­se an der Stem­berg­stra­ße in Neheim (Archiv-Foto: Spar­kas­se Arnsberg-Sundern)

Hoch­sauer­land­kreis. Ermitt­ler der Kreis­po­li­zei­be­hör­de Hoch­sauer­land­kreis haben gemein­sam mit der Staats­an­walt­schaft Arns­berg einen inter­na­tio­nal gesuch­ten Tat­ver­däch­ti­gen fest­ge­nom­men. Der 50-Jäh­ri­ge steht im drin­gen­den Ver­dacht, rund 50 Geld­au­to­ma­ten – vor allem in Spar­kas­sen und Volks­ban­ken – im Hoch­sauer­land­kreis und wei­te­ren Land­krei­sen, teils auch außer­halb Nord­rhein-West­fa­lens, auf­ge­bro­chen zu haben. Der Gesamt­scha­den sei laut Poli­zei erheblich.

Auf frischer Tat – dann Flucht kurz vor Prozess

Der Mann war in der Ver­gan­gen­heit bereits auf fri­scher Tat ertappt und zunächst vor­läu­fig fest­ge­nom­men wor­den. Ein erlas­se­ner Unter­su­chungs­haft­be­fehl wur­de spä­ter jedoch außer Voll­zug gesetzt. Kurz vor dem geplan­ten Haupt­ver­hand­lungs­ter­min im Som­mer 2024 ent­zog sich der Beschul­dig­te dem Ver­fah­ren und flüch­te­te in die Tür­kei. Dar­auf­hin erließ das Land­ge­richt Arns­berg einen inter­na­tio­na­len Haftbefehl.

Kri­mi­nal­rat Deniz Özkan, Lei­ter der Direk­ti­on Kri­mi­na­li­tät, macht deut­lich: „Wer glaubt, sich durch Flucht der Ver­ant­wor­tung ent­zie­hen zu kön­nen, irrt. Wir blei­ben dran – auch über Län­der­gren­zen hinweg.“

Neue Hinweise – Zugriff am 4. Februar 2026

Zum Jah­res­wech­sel 2025/2026 gin­gen bei den Ermitt­lern neue Hin­wei­se ein, der Gesuch­te kön­ne sich wie­der in Deutsch­land auf­hal­ten. In enger Abstim­mung mit der Kreis­po­li­zei­be­hör­de Sie­gen-Witt­gen­stein und der Staats­an­walt­schaft Arns­berg wur­den geziel­te Fahn­dungs­maß­nah­men gestar­tet – mit Erfolg: Am 04. Febru­ar 2026 wur­de der Mann in der Gemein­de Neun­kir­chen fest­ge­nom­men. Bereits am Fol­ge­tag wur­de er dem Land­ge­richt Arns­berg vor­ge­führt; die Haft zur Siche­rung der Haupt­ver­hand­lung wur­de angeordnet.

Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sar Sebas­ti­an Trütt­ner, Lei­ter der ein­ge­setz­ten Ermitt­lungs­grup­pe, betont die Kon­se­quenz der Behörden:
„Die­ser Fahn­dungs­er­folg zeigt deut­lich: Beharr­lich­keit zahlt sich aus. Straf­ta­ten wer­den kon­se­quent ver­folgt – egal wie lan­ge es dauert.“

Polizei kündigt konsequentes Vorgehen an

Die Poli­zei kün­digt an, auch künf­tig kon­se­quent gegen Eigen­tums­kri­mi­na­li­tät vor­zu­ge­hen. Die Bot­schaft an Täter sei klar: Der lan­ge Arm des Geset­zes rei­che wei­ter, als vie­le glaubten.

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