Schusswaffengebrauch in Arnsberg: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Polizisten ein

Der spek­ta­ku­lä­re Poli­zei­ein­satz vom 11. Okto­ber 2025 in Arns­berg, bei dem ein 40-jäh­ri­ger Mann durch einen Schuss aus der Dienst­waf­fe eines Beam­ten ver­letzt wur­de, beschäf­tigt wei­ter­hin Staats­an­walt­schaft und Poli­zei (Foto: privat)

Arns­berg. Nach dem Poli­zei­schuss in Arns­berg vom 11. Okto­ber 2025 sind die Ermitt­lun­gen gegen drei betei­lig­te Poli­zei­be­am­tin­nen und ‑beam­te been­det. Aus­lö­ser des Ein­sat­zes war ein 40-jäh­ri­ger Mann, der mit einer Eisen­stan­ge erheb­li­che Schä­den an drei Poli­zei­fahr­zeu­gen ver­ur­sacht und Ein­satz­kräf­te mas­siv bedroht haben soll. Die Staats­an­walt­schaft Arns­berg stell­te das Ver­fah­ren gegen die Ein­satz­kräf­te wegen des Ver­dachts der gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung im Amt ein – der Schuss­waf­fen­ge­brauch sei in der kon­kre­ten Situa­ti­on recht­mä­ßig gewesen.

Schusswaffengebrauch war rechtmäßig

Der Vor­fall ereig­ne­te sich gegen 11:30 Uhr. Die Poli­zei habe den Mann mehr­fach auf­ge­for­dert, die Eisen­stan­ge fal­len zu las­sen. Die­sen Auf­for­de­run­gen sei er nicht nach­ge­kom­men. Laut den Ermitt­lungs­er­geb­nis­sen droh­ten die Ein­satz­kräf­te dar­auf­hin erneut den Ein­satz der Schuss­waf­fe an und gaben im wei­te­ren Ver­lauf meh­re­re Warn­schüs­se ab. Als auch das ohne Wir­kung blieb und sich die Bedro­hungs­la­ge wei­ter zuspitz­te, sei die Dienst­waf­fe ein­ge­setzt wor­den, um eine gegen­wär­ti­ge Gefahr für Leib und Leben abzuwehren.

Ermittlungsverfahren läuft

Der Mann wur­de durch einen Schuss ins Bein hand­lungs­un­fä­hig gemacht. Lebens­ge­fahr habe nicht bestan­den. Nach einer vor­über­ge­hen­den sta­tio­nä­ren Behand­lung im Kran­ken­haus ord­ne­te das Amts­ge­richt Arns­berg auf Antrag der Staats­an­walt­schaft die vor­läu­fi­ge Unter­brin­gung des Man­nes in einer foren­si­schen Psych­ia­trie an.

Auch gegen den Mann selbst läuft ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren, unter ande­rem wegen Sach­be­schä­di­gung und Bedrohung.

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