
Arnsberg/Neheim. Nach der jüngsten Übermalung der Regenbogentreppe am Busbahnhof hat sich der Verein offen.BUND Arnsberg mit einem offenen Brief an Bürgermeister und Ratsfraktionen gewandt. Darin äußern die Verfasser ihre Sorge über das weitere Vorgehen bei der Regenbogentreppe und wünschen sich eine klare Positionierung der Stadt.
Forderung nach sichtbarer Unterstützung
Der Verein betont in dem Schreiben die symbolische Bedeutung der Regenbogentreppe für Offenheit, Vielfalt und Akzeptanz. Gerade für queere Menschen im Sauerland sei Sichtbarkeit im öffentlichen Raum wichtig, heißt es im offenen Brief.
Zugleich formulieren die Verfasser deutliche Kritik und fragen: „Hat die Stadt nicht mehr das Rückgrat, zu ihrer damaligen Entscheidung zu stehen?“ Man dürfe nicht den Eindruck entstehen lassen, dass diejenigen gewinnen, die öffentliche Projekte durch Zerstörung infrage stellten.
Appell für Zusammenhalt und Kompromisse
Gleichzeitig unterstreichen die Verfasser den Wunsch nach einem friedlichen Miteinander in der Stadt. Verständnis füreinander und die Akzeptanz unterschiedlicher Ansichten seien zentrale Voraussetzungen. Nationalstolz werde dabei grundsätzlich nicht infrage gestellt; man könne froh sein, in diesem Land zu leben, heißt es im offenen Brief. Wichtig sei jedoch, dass unterschiedliche Ausdrucksformen im öffentlichen Raum auf geordnetem und demokratischem Weg entschieden würden und Werte wie Toleranz und Akzeptanz erhalten blieben.
Die Verfasser warnen zudem davor, dass Zerstörung öffentlicher Projekte nicht dazu führen dürfe, dass diese verschwinden. Stattdessen bitten sie darum, im weiteren politischen Verfahren gemeinsam nach Lösungen zu suchen und signalisieren dabei Unterstützung.
Politische Beratung steht noch aus
Bürgermeister Ralf Paul Bittner erklärte, dass das Projekt erneut politisch beraten werden soll. Mit dem weiteren Vorgehen will sich der Bezirksausschuss Neheim in seiner nächsten Sitzung befassen. Die ursprüngliche Gestaltung der Treppe geht auf einen Beschluss des Bezirksausschusses zurück.
Hintergrund: Übermalung und Strafanzeige
Unbekannte hatten die Treppe am Wochenende in Schwarz-Rot-Gold übermalt. Die Stadt ließ die Farbe entfernen und stellte Strafanzeige wegen Sachbeschädigung.







Eine Antwort
Lächerlich die grüne Diktatur