Wie KI unser Leben verändert: vhs Arnsberg/Sundern lädt zu Vorträgen ein

Arns­berg. Die vhs Arnsberg/Sundern legt in die­sem Jahr einen beson­de­ren Schwer­punkt auf das The­ma „Künst­li­che Intel­li­genz“. Mit ver­schie­de­nen Ange­bo­ten möch­te die Volks­hoch­schu­le Bür­ge­rin­nen und Bür­gern Ori­en­tie­rung in einem tech­no­lo­gi­schen Wan­del geben, der vie­le Lebens­be­rei­che betrifft.

Historische Parallelen und neue Perspektiven

vhs-Lei­ter Dr. Tobi­as Schul­te zieht dabei Par­al­le­len zu his­to­ri­schen Umbrü­chen wie der Erfin­dung des Buch­drucks durch Johan­nes Guten­berg im 15. Jahr­hun­dert. Die­se habe im Nach­hin­ein eine ech­te Revo­lu­ti­on aus­ge­löst, weil sie den Zugang zu Wis­sen grund­le­gend ver­än­der­te und Bil­dung brei­ter zugäng­lich machte.

Die Mög­lich­keit, Bücher schnell und ver­gleichs­wei­se kos­ten­güns­tig her­stel­len zu kön­nen, ver­än­der­te den Umgang mit Wis­sen nach­hal­tig. Wäh­rend hand­ge­schrie­be­ne Manu­skrip­te zuvor sel­ten und teu­er waren, konn­ten gedruck­te Wer­ke nun in deut­lich grö­ße­rer Zahl ver­brei­tet wer­den. In vie­len euro­päi­schen Städ­ten wuchs der Bestand an Büchern inner­halb weni­ger Jahr­zehn­te stark an; Biblio­the­ken ent­wi­ckel­ten sich von rei­nen Auf­be­wah­rungs­or­ten ein­zel­ner Hand­schrif­ten zu leben­di­gen Zen­tren des Wis­sens und der Bil­dung. Neue Leser­schich­ten ent­stan­den, Uni­ver­si­tä­ten und Schu­len pro­fi­tier­ten von bes­ser ver­füg­ba­ren Lehr­ma­te­ria­li­en, und Ideen konn­ten sich schnel­ler ver­brei­ten als je zuvor. Die­se Ent­wick­lung gilt rück­bli­ckend als Revo­lu­ti­on, weil sie den Zugang zu Infor­ma­tio­nen zuneh­mend demo­kra­ti­sier­te: Wis­sen war nicht län­ger aus­schließ­lich Klös­tern, Gelehr­ten oder der gesell­schaft­li­chen Ober­schicht vor­be­hal­ten, son­dern erreich­te nach und nach brei­te­re Tei­le der Bevöl­ke­rung – mit weit­rei­chen­den Fol­gen für Bil­dung, Wis­sen­schaft und gesell­schaft­li­che Veränderungen.

Auch die Ent­wick­lung der Künst­li­chen Intel­li­genz könn­te nach Ein­schät­zung der vhs eine ver­gleich­ba­re Dyna­mik ent­fal­ten. Digi­ta­le Anwen­dun­gen ermög­li­chen es heu­te, Infor­ma­tio­nen in kur­zer Zeit ver­füg­bar zu machen – zugleich ent­ste­hen neue Fra­gen nach Ver­ant­wor­tung, gesell­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen und dem Umgang mit tech­ni­schen Möglichkeiten.

„Wir freu­en uns sehr, für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger vor Ort nam­haf­te und fach­kun­di­ge Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten gewon­nen zu haben, die die mit der Künst­li­chen Intel­li­genz ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven beleuch­ten“, sagt Dr. Schulte.

Drei Vorträge zu Chancen und Herausforderungen

Drei Ver­an­stal­tun­gen wid­men sich kon­kret ver­schie­de­nen Facet­ten des Themas:

Unter dem Titel „Künst­lich gene­riert, echt pro­ble­ma­tisch? Wie KI unse­re Infor­ma­ti­ons­ba­sis und unse­re Demo­kra­tie formt“ spricht Dr. Mat­thi­as Begenat am Don­ners­tag, 12. März 2026 (Kurs Nr. 100–010). Begenat ist Lei­ter der Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­ti­on am Cen­ter for Advan­ced Inter­na­tio­nal Stu­dies in Bochum.

Die Fra­ge „KI – ein neu­er, men­schen­ge­mach­ter Gott?“ steht im Mit­tel­punkt eines Vor­trags von Prof. Dr. Clau­dia Paga­ni­ni am Don­ners­tag, 19. März 2026 (Kurs Nr. 100–011). Paga­ni­ni ist Pro­fes­so­rin für Medi­en­ethik an der Hoch­schu­le für Phi­lo­so­phie in München.

Unter dem Titel „KI – aber rich­tig“ gibt Valen­ti­na Kerst am Diens­tag, 24. März 2026 (Kurs Nr. 100–015) einen Über­blick über Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen der Künst­li­chen Intel­li­genz. Sie ist Geschäfts­füh­re­rin der Aka­de­mie für Künst­li­che Intelligenz.

Anmeldung und weitere Informationen

Anmel­dun­gen zu den Vor­trä­gen sind tele­fo­nisch unter 02931/13464, per E‑Mail an vhs@vhs-arnsberg-sundern.de oder online unter www.vhs-arnsberg-sundern.de möglich.

 

 

 

 

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