Zwei Nazi-Straßen sind Vergangenheit

Hüs­ten. Das The­ma Nazi-Stra­ßen im Stadt­be­zirk Hüs­ten ist been­det. Der Bezirks­aus­schuss beschloss am Mitt­woch abend ein­stim­mig, den maria-kah­le-Weg in Mozart­weg und die Karl-Wagen­feld-Stra­ße in Cla­ra-Schu­mann-Stra­ße umzu­be­nen­nen. Nach­dem der Her­drin­ger Bezirks­aus­schuss glei­ches auch schon für den Her­drin­ger Teil des Maria-Kah­le-Wegs beschlos­sen hat­te, kön­nen die neu­en Stra­ßen­schil­der bestellt. wer­den. In vier bis sechs Wochen, so schätzt Stadt­pla­ner Tho­mas Viel­ha­ber, wer­den die neu­en Schil­der gelie­fert sein und ange­bracht. Ein Antrag von Rupert Schul­te (CDU), die alten Schil­der zur bes­se­ren Ori­en­tie­rung noch ein Jahr durch­ge­stri­chen hän­gen zu las­sen, erüb­rig­te sich, da dies ohne­hin die gän­gi­ge Pra­xis bei Stra­ßen­na­mens­än­de­run­gen ist. Die neu­en Stra­ßen­na­men hat­ten sich die Anlie­ger der Stra­ßen nach dem Rats­be­schluss zur Umbe­nen­nung selbst aus­ge­sucht, beim Mozart­weg ein­stim­mig, bei der Cla­ra-Schu­mann-Stra­ße mit Mehr­heit. Andre­as Pos­ta (SPD) wür­dig­te die letz­te Etap­pe der Umbe­nen­nungs­ak­ti­on als Para­de­bei­spiel dafür, dass man den Bür­ger nicht ent­mün­di­gen, ver­nünf­tig infor­mie­ren und mit ins Boot holen müs­se. Denn kaum sei dies gesche­hen, habe der Bür­ger zeit­nah und mit viel Inter­es­se eine Lösung gefunden.

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