Balve/Iserlohn. Aus noch ungeklärter Ursache verlor am Sonntag morgen gegen 0.16 Uhr auf der A 46 bei Iserlohn ein 22-jähriger Fahrer eines Audis die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. Der junge Balver und sein 17-jähriger Beifahrer, ebenfalls aus Balve, verstarben noch am Unfallort.
Leitplanke katapultiert Audi in Böschung
„Den ersten Ermittlungen zur Folge fuhr der 22-Jährige aus Balve mit seinem Audi zur Unfallzeit auf dem rechten Fahrstreifen der A 46 in Richtung Iserlohn. Über die genaue Höhe der gefahrenen Geschwindigkeit liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor,“ so Kim Freigang, Sprecherin des Polizeipräsidiums Dortmund. „Die Unfallstelle befindet sich jedoch in einer leichten Linkskurve. Möglicherweise auf Grund der Geschwindigkeit ist der Audi nach rechts getragen worden. Auf der feuchten Fahrbahndecke geriet das Fahrzeug nach rechts in den Grünstreifen und überfuhr dort die abgesenkte Schutzplanke. Die katapultierte den Wagen in den Böschungsbereich.“ Hier prallte der Audi gegen mehrere Bäume, überschlug sich mehrfach und wurde durch die ungeheure Wucht komplett zerstört. Fahrzeugteile flogen auf die Fahrbahn und in die Böschung. Der Fahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Der Beifahrer, ein 17-Jähriger aus Balve, blieb im Unfallwrack, das letztendlich auf dem Dach liegend auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand kam.
Geschockte Angehörige am Unfallort
„Tragischerweise wurden kurz nach dem Unfall, aus bisher unbekannter Quelle, Bilder des Unfalls in sozialen Netzwerken gepostet,“ berichtet Kim Freigang. „Hierdurch erschienen während der Unfallmaßnahmen völlig aufgelöste Angehörige der Verstorbenen an der Unfallörtlichkeit auf der A 46. Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr hatten Mühe, die stark geschockten und trauernden Menschen zu beruhigen. Ein Notfallseelsorger wurde umgehend hinzugezogen. Die Angehörigen mussten noch vor Ort notärztlich behandelt werden.“
Ermittlungen dauern an
Die Ermittlungen hinsichtlich der Unfallursache dauern zurzeit noch an. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 100.000 Euro.
