Windkraft vertagt – Themen Feuerwehr, Stadtmarketing und Burgberg

Sieg­fried Huff (Lin­ke) zeig­ten sich ver­wun­dert, dass ihm und sei­nen Rats­kol­le­gen einen Tag nach der letz­ten Rats­sit­zung  bekannt gege­ben wur­de, dass es im Stel­len­plan des nächs­ten Jah­res eine neue Stabs­stel­le Feu­er­wehr im Rat­haus geben sol­le, die mit drei zusätz­li­chen Stel­len aus­ge­stat­tet und direkt dem Bür­ger­meis­ter unter­stellt wer­den soll. Wer­ner Kauf­mann (BfS) bezwei­fel­te zumin­dest die Not­wen­dig­keit des zusätz­li­chen Büro-Mit­ar­bei­ters und frag­te nach damit ver­bun­de­nen Beför­de­run­gen. Der Bür­ger­meis­ter ant­wor­te­te, er wol­le mit der Stabs­stel­le die her­aus­ge­ho­be­ne Bedeu­tung der Feu­er­wehr auch nach außen doku­men­tie­ren. Es kön­ne nicht sein, dass der Chef der Feu­er­wehr in einer der flä­chen­mä­ßig größ­ten Kom­mu­nen des Lan­des als ein­fa­cher Sach­be­ar­bei­ter im Rat­haus sit­ze. Und die zusätz­li­chen Stel­len ergä­ben sich aus den Anfor­de­run­gen an die Feuerwehr.

Brodel: „Klares Signal“

Bro­del sag­te auch, er wol­le kei­nes­wegs eine poli­ti­sche Dis­kus­si­on um die Feu­er­wehr. Wenn es einer Mehr­heit lie­ber sei, die Stabs­stel­le bei der Bei­geord­ne­ten anzu­sie­deln oder eine neue Abtei­lung im Fach­be­reich 5 zu schaf­fen, dann sol­le dies so sein. Wich­tig sei ihm das kla­re und deut­li­che Signal, die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr, das Enga­ge­ment ihrer ehren­amt­li­chen Mit­glie­der und den Nach­wuchs zu stär­ken und damit den Zeit­punkt mög­lichst lan­ge her­aus­zu­zö­gern, an dem eine teu­re Berufs­feu­er­wehr unum­gäng­lich werde.

Fangzaun für bröckelnden Burgberg

Knapp zwei Stun­den vor Sit­zungs­be­ginn hat­ten die Poli­ti­ker eine Dring­lich­keits­vor­la­ge erhal­ten, um 47.903 Euro für einen Fang­zaun am brö­ckeln­den Hach­e­ner Burg­berg zu bewil­li­gen. Fach­be­reichs­lei­ter Lars Ohlig hat­te eigens sei­nen Urlaub unter­bro­chen, um den Sach­ver­halt zu erläu­tern, und muss­te auch gleich ein Miss­ver­ständ­nis aus­räu­men. Es ging nicht schon wie­der um die brö­ckeln­de Mau­er an der Hach­e­ner Burg­stra­ße, die schon so viel Geld ver­schlun­gen hat, son­dern um die Siche­rung des öffent­li­chen Ver­kehrs­raums vor Stein­schlag an die Sie­pen­stra­ße. Weil der Burg­berg brö­ckelt, soll hier ein Fang­zaun ent­ste­hen. Die Stadt hat des­halb das Haus Sie­penstr. 3 gekauft und abge­ris­sen. Ein­stim­mig seg­ne­te der Aus­schuss die­se Aus­ga­ben ab. Auf die Fra­ge, ob die Situa­ti­on jetzt sicher sei, moch­te der Bür­ger­meis­ter aller­dings nur eine 50:50-Prognose abge­ben. „Der Burg­berg bleibt gefährlich!“

CDU will Bleiglas-Fenster erhalten

Zum Abschluss der öffent­li­chen Sit­zung setz­te sich Ste­fan Lan­ge im Namen der CDU-Frak­ti­on dafür ein, das bun­te Glas­fens­ter der Sun­derner Mari­en­schu­le für die Nach­welt zu erhal­ten. Das blei­ver­glas­te Fens­ter ist beschä­digt und die Schul­ver­wal­tung will es wegen der hohen Repa­ra­tur­kos­ten durch eine schlich­te Glas­schei­be erset­zen. „Wir fin­den das Fens­ter erhal­tens­wert“, sag­te Lan­ge und fand Zustim­mung in ande­ren Fraktionen.
 
 

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