Windkraft in Sundern: alle zehn Potentialflächen sind wieder im Topf

„Im Ergeb­nis wur­de nun ver­ein­bart, dass die Stadt Sun­dern kurz­fris­tig für alle zehn Poten­ti­al­flä­chen im Stadt­ge­biet Anträ­ge auf Befrei­ung aus dem Land­schafts­schutz bei der Unte­ren Land­schafts­be­hör­de des Hoch­sauer­land­krei­ses stellt,“ so Bro­del. „Die Unte­re Land­schafts­be­hör­de hat zuge­sagt, die­se Anträ­ge zeit­nah und dif­fe­ren­ziert für jede Poten­ti­al­flä­che – auch im Hin­blick auf die etwa­ige Eig­nung von Teil­be­rei­chen – zu beschei­den. Auf Basis die­ser Beschei­de besteht dann die Mög­lich­keit, im poli­ti­schen Raum über poten­ti­ell mög­li­che Flä­chen­kon­stel­la­tio­nen zu sprechen.“
Basis für die­ses ein­ver­nehm­li­che Ergeb­nis habe, so Bro­del wei­ter, einer­seits die Posi­tio­nie­rung des Hoch­sauer­land­krei­ses gebo­ten, die Arbeits­kar­te zu den „Tabu­flä­chen“ aus land­schafts­äs­the­ti­scher Sicht nicht als unver­än­der­ba­re Beur­tei­lungs­grund­la­ge anzu­wen­den, son­dern im Ein­zel­fall über die Eig­nung einer Flä­che zu ent­schei­den. Im Vor­feld habe sich ande­rer­seits die Stadt Sun­dern dazu bereit erklärt, noch­mals über alle Poten­ti­al­flä­chen im Stadt­ge­biet zu dis­ku­tie­ren. Bis­her hat­te sich die Stadt Sun­dern auf zwei der zehn Mög­li­chen Poten­ti­al­flä­chen – Hel­le­fel­der Höhe-Mit­te und Hel­le­fel­der Höhe-West – kon­zen­triert. Dafür woll­te der Kreis die benö­tig­te Befrei­ung aus dem Land­schafts­schutz aller­dings nicht ertei­len. Im Bereich Hel­le­fel­der Höhe-Mit­te hat­te sich eine Grup­pe von Wald­ei­gen­tü­mern zusam­men­ge­fun­den und mit einem Inves­tor geplant zehn Wind­kraft­an­la­gen zu errich­ten. Die Betrei­ber­fir­ma hat­te auch bereits einen sechs­stel­li­gen Betrag für Gut­ach­ter­kos­ten an die Stadt Sun­dern gezahlt.

Brodel: Zielgerichtete Steuerung und Verlässlichkeit ermöglicht

„Erfreu­li­cher­wei­se besteht nun also ein Lösungs­an­satz, der es sowohl dem Hoch­sauer­land­kreis ermög­licht, die land­schafts­re­le­van­ten Belan­ge im Ver­fah­ren zu plat­zie­ren, als auch der Stadt Sun­dern die Mög­lich­keit gibt, das Plan­ver­fah­ren zur Steue­rung der Wind­ener­gie ziel­ge­rich­tet und auf einer ver­läss­li­chen Basis fort­zu­füh­ren,“ resü­miert Bro­del, der zudem zusagt, dass die Stadt­ver­wal­tung über den wei­te­ren Ver­fah­rens­ver­lauf regel­mä­ßig infor­mie­ren wird.

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