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Volks­bank stellt Soft­ware um – 65.000 Kun­den ein Wochen­en­de betrof­fen

Die Volks­bank-Vor­stän­de Micha­el Reitz (l.) und Dr. Flo­ri­an Mül­ler (r.) sowie Pro­jekt­lei­ter Chris­ti­an Bet­te nut­zen alle Infor­ma­ti­ons­ka­nä­le, um die Kun­den auf die bevor­ste­hen­de Soft­ware-Umstel­lung vor­zu­be­rei­ten. (Foto: oe)

Arnsberg/Sundern/Meschede. Die Volks­bank Sauer­land stellt vom 3. bis 5. August auf ein neu­es IT-Sys­tem um. Für die Bank­mit­ar­bei­ter ein Groß­ereig­nis mit Urlaubs­sper­re und gene­ral­stabs­mä­ßi­ger Vor­be­rei­tung. Und für die rund 65.000 Kun­den ein Wochen­en­de, an dem ihnen der gewohn­te Ser­vice nur sehr ein­ge­schränkt zur Ver­fü­gung steht und auf das sie sich vor­be­rei­ten soll­ten, wenn drin­gen­de Geld­an­ge­le­gen­hei­ten anste­hen. Die Bank nutzt inzwi­schen alle Infor­ma­ti­ons­ka­nä­le, um zu ver­hin­dern, das Kun­den ab dem 3. August nichts­ah­nend vor ver­schlos­se­nen Türen ste­hen.

Recht­zei­tig mit Bar­geld ein­de­cken

Am Frei­tag, 3. August schlie­ßen alle Filia­len der Volks­bank Sauer­land – und auch eini­ger Nach­bar­ban­ken im HSK wie der Spa­Da­Ka Oeven­trop – um 12 Uhr mit­tags. Ab die­sem Zeit­punkt sind auch die bank­ei­ge­nen Geld­au­to­ma­ten und das Online­ban­king außer Betrieb. Die Kre­dit­kar­ten der Volks­bank­kun­den funk­tio­nie­ren an ande­ren Geld­au­to­ma­ten, im Han­del und in der Gas­tro­no­mie unein­ge­schränkt, doch nach wie vor hat eine Mehr­heit der Kun­den kei­ne Kre­dit­kar­te. Mit den Bank­kar­ten sind nur Zah­lun­gen von ins­ge­samt 500 Euro pro Tag mög­lich, sofern die Besit­zer älter als 18 sind. Für Jugend­li­che unter 18 Jah­ren sind Abhe­bun­gen und Zah­lun­gen an die­sem Wochen­en­de gene­rell nicht mög­lich, um zu ver­hin­dern, das ihr Kon­to ins Minus rutscht. Die Geschäfts­stel­len öff­nen am Mon­tag, 6. August wie gewohnt um 8.30 Uhr. Ab 10 Uhr ste­hen auch Online­ban­king und Online­broo­ke­rage wie­der zur Ver­fü­gung. Die Volks­bank-Vor­stän­de Micha­el Reitz und Dr. Flo­ri­an Mül­ler emp­feh­len den Kun­den, sich für die­ses Wochen­en­de recht­zei­tig aus­rei­chend mit Bar­geld ein­zu­de­cken. Über­wei­sun­gen, die bis Don­ners­tag, 12 Uhr ein­ge­reicht sind, wer­den auf jeden Fall noch vor der Umstel­lung aus­ge­führt.

Über 400 Ban­ken in NRW wer­den umge­stellt

Schu­lungs­hör­saal in Hüs­ten. (Foto: oe)

Grund der gro­ßen Soft­ware-Umstel­lung ist eine bun­des­wei­te Ver­ein­heit­li­chung. „Zum Glück pas­siert das nicht jedes Jahr, aber es stärkt auf jeden Fall die Zukunfts­fä­hig­keit der Volks­bank”, sagt Dr. Flo­ri­an Mül­ler. Nach der Fusi­on der bei­den genos­sen­schaft­li­chen Rechen­zen­tren gibt Müns­ter sein bis­he­ri­ges Sys­tem auf. Des­halb müs­sen alle über 400 Ban­ken in NRW schritt­wei­se umge­stellt wer­den. Ein Pro­zess, der Jah­re dau­ert. Über 200 Ban­ken haben es schon hin­ter sich und alle haben am Mon­tag danach pünkt­lich wie­der auf­ge­macht.

2000 Schu­lungs­stun­den

Vor­stand Micha­el Schmidt kennt das künf­ti­ge Sys­tem schon, da er bis vor zwei­ein­halb Jah­ren in Kas­sel damit gear­bei­tet hat. Für die ande­ren Mit­ar­bei­ter ist es aber Neu­land und sie muss­ten inten­siv geschult wer­den. An vier Stand­or­ten wur­den eigens klei­ne Hör­sä­le ein­ge­rich­tet und inzwi­schen sind über 2000 Schu­lung­s­tun­den ange­fal­len. Pro­jekt­lei­ter Chris­ti­an Bet­te, der mit einer 60-köp­fi­gen Pro­jekt­gru­pe seit rund zwei Jah­ren auf die­ses Wochen­en­de hin­ge­ar­bei­tet hat, schätzt die Umstel­lungs­kos­ten auf einen mitt­le­ren sechs­stel­li­gen Betrag.

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