
Hochsauerlandkreis/Kreis Olpe. Die Volksbank Sauerland hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Marktposition weiter ausgebaut. Trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds verzeichnete die Genossenschaftsbank ein Wachstum bei Mitgliedern, Krediten und Wertpapiergeschäften. Erstmals überschritt das betreute Kundengesamtvolumen die Marke von 10 Milliarden Euround lag zum Jahresende bei 10,4 Milliarden Euro.
Die Bank ist im Hochsauerlandkreis sowie im Kreis Olpe tätig.
Über 81.000 Mitglieder
Die genossenschaftliche Bank konnte ihre Mitgliederzahl weiter steigern. Insgesamt zählt die Volksbank Sauerland inzwischen mehr als 81.000 Mitglieder. Im vergangenen Jahr kamen rund 3.700 neue Mitglieder hinzu.
Nach Angaben des Vorstands sieht die Bank darin ein deutliches Vertrauenssignal. Mitglieder beteiligen sich als Teilhaber an der Bank und können über Geschäftsanteile an deren Entwicklung mitwirken.
Zusätzliche Vorteile erhalten Mitglieder über das Vorteilsprogramm MeinPlus, bei dem regionale Partner aus Handel und Gastronomie Vergünstigungen anbieten.
Kreditgeschäft wächst um 7,1 Prozent
Ein wichtiger Wachstumstreiber war das Kreditgeschäft. Das Kreditvolumen stieg im Jahr 2025 um 7,1 Prozent auf 3,786 Milliarden Euro.
Besonders gefragt waren Finanzierungen in den Bereichen:
- Erneuerbare Energien
- Baufinanzierungen
- Investitionen regionaler Unternehmen und Kommunen
Auch die Kundeneinlagen legten zu und erreichten 3,5 Milliarden Euro, ein Plus von 2,9 Prozent.
Wertpapiergeschäft gewinnt an Bedeutung
Zunehmend investieren Kundinnen und Kunden in Wertpapiere zur Vermögensbildung und Altersvorsorge. Insgesamt flossen 370 Millionen Euro in Wertpapieranlagen.
Durch Kursgewinne, Zinsen und Dividenden wuchs der Bestand zusätzlich um rund 68 Millionen Euro. Auch die Zahl der Depots und monatlichen Sparpläne nahm zu. Laut Bank habe sich zudem die Nachfrage nach Goldanlagen im vergangenen Jahr verdoppelt.
Über 500.000 Euro für Vereine
Neben dem Bankgeschäft engagiert sich die Volksbank Sauerland weiterhin in der Region. Rund 541.000 Euro flossen 2025 in Spenden für Vereine, soziale Einrichtungen und kulturelle Projekte.
Ein Meilenstein wurde außerdem beim Crowdfunding erreicht: Über die Plattform „Viele schaffen mehr“ wurden seit dem Start inzwischen mehr als zwei Millionen Euro für Projekte in der Region gesammelt.
Kosten steigen durch Inflation und Investitionen
Trotz der positiven Entwicklung sieht der Vorstand auch Herausforderungen. Der Verwaltungsaufwand stieg um 2,9 Prozent auf 74,4 Millionen Euro.
Ursachen sind laut Bank vor allem:
- gestiegene Tarifabschlüsse
- Investitionen in Digitalisierung
- Modernisierung von Filialen
Auch für das Jahr 2026 rechnet die Volksbank mit weiter steigenden Kosten.
Fokus auf persönliche Beratung und Digitalisierung
Für das laufende Jahr plant die Bank, ihre Mitglieder und Kunden weiterhin bei Geldanlage, Finanzierung und Vermögensaufbau zu begleiten. Gleichzeitig sollen digitale Angebote weiter ausgebaut werden.
Nach Angaben des Vorstands soll die Kombination aus persönlicher Beratung vor Ort und digitalen Dienstleistungen auch künftig ein zentraler Bestandteil der Strategie bleiben.
