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Viel Neues von Arnsbergs vielen Baustellen

Das neue schräggestellte Gitter der Klosterbrücke soll das Thema Wasser besser ins Bild rücken. (Foto: oe)
Das neue schräg­ge­stell­te Git­ter der Klos­ter­brü­cke soll das The­ma Was­ser bes­ser ins Bild rücken. (Foto: oe)

2014.07.21.Logo.HiertutsichwasArns­berg. „In Arns­berg tut sich was!“ ist nicht nur Titel eines bun­ten Mar­ke­ting-Logos, son­dern auch ein tag­täg­li­cher Ein­druck, wenn man an den ver­schie­de­nen Bau­stel­len vor­bei­fährt. Was sich getan hat und dem­nächst tun wird und wo es viel­leicht noch ein wenig hakt, war des­halb auch umfang­rei­ches The­ma im Arns­ber­ger Bezirks­aus­schuss, der sich nach wahl­be­ding­ter sechs­mo­na­ti­ger Pau­se erst­mals in neu­er Beset­zung traf. Stadt­pla­ner Tho­mas Viel­ha­ber hat dabei die von der SPD-Frak­ti­on nach­ge­frag­ten The­men noch um eini­ge wei­te­re ergänzt.

Auf der Klosterbrücke wird es „ganz schön“

Sei­ne Rei­se durch den Stadt­teil begann Viel­ha­ber auf der Klos­ter­brü­cke. Dort kön­ne man bereits sehen, dass es dort „ganz schön“ wer­de. Mit dem neu­en Brü­cken­ge­län­der habe man mal was Beson­de­res aus­pro­biert, auch um das The­ma Was­ser auf­zu­wer­ten. Auf der Brü­cke kämen jetzt noch Lichts­te­len – ähn­lich wie am Bahn­hof, nur in bunt – dazu und gro­ße Bän­ke mit klapp­ba­ren Rücken­leh­nen, die so beid­sei­tig nutz­bar sei­en. Auf nach­fra­ge erläu­ter­te Viel­ha­ber, dass es auf Ruhr­stra­ße, Klos­ter­brü­cke und Brü­cken­platz kei­ne Rad­we­ge auf den Geh­we­gen gebe. das sei nicht mehr Stand der Tech­nik, Rad­fah­rer sei­en wegen ihrer gro­ßen zahl und oft hohen Geschwin­dig­keit eine Gefahr beson­ders für Kin­der. Für die Rad­fah­rer sei­en beid­sei­ti­ge Ange­bots­strei­fen von 1,50 bis 1,60 meter Brei­te vor­ge­se­hen. das funk­tio­nie­re auf der Hüs­te­ner Bahn­hof­stra­ße und der Stem­berg­stra­ße in Neheim bereits wun­der­bar und sei objek­tiv die für Rad­fah­rer sichers­te Lösung, auch wenn sich ein­zel­ne zunächst unsi­cher fühlen.

„Im Sommer Gastronomie, im Winter Parkplätze“

Im gesam­ten neu­ge­stal­te­ten Bereich wer­den sich die Park­plät­ze – wie auch schon auf der Hein­rich-Lüb­ke-Stra­ße in Hüs­ten – nur noch durch die Pflas­ter­far­be und nicht durch einen Niveau­un­ter­schied vom Geh­weg­be­reich unter­schei­den. Das habe den Vor­teil, dass sich die Park­plät­ze pro­blem­los auch für die Außen­gas­tro­no­mie eig­nen, so Viel­ha­ber. „Im Som­mer Gas­tro­no­mie, im Win­ter Park­plät­ze“ –  das sei kon­kret für die Eis­die­le am Kreis­ver­kehr Brü­cken­plat­z/Cle­mens-August-Stra­ße geplant, der 2015 gebaut wird. Aber auch an ande­ren Stel­len wün­schen sich die Pla­ner zusätz­li­che Außengastronomie.

An der Ruhr­stra­ße soll im Inter­es­se einer ein­heit­li­chen Gestal­tung auch der Fuß­weg hin­auf zu Kai­sers Pfört­chen neu gestal­tet wer­den, wobei auch die Trep­pen erneu­ert wer­den. dabei soll unten auch die Illu­si­on ver­schwin­den, dass der weg auch oben für Kin­der­wa­gen pas­sier­bar ist. Bei der Neu­ge­stal­tung von Till­manns Gäss­chen soll es neben einer neu­en Trep­pe auch eine Ram­pe geben. Die Grün­an­la­ge zur Ruhr hin­ter der Bus­hal­te­stel­le soll erst 2016 neu gestal­tet wer­den, da die Flä­che vor­her noch zur Lage­rung von Bau­ma­te­ri­al für den Muse­umsum­bau benö­tigt wird. Recht­zei­tig zum NRW-Tag, so der 2016 in Arns­berg statt­fin­den wird, soll hier ein attrak­ti­ver Ruhe­be­reich auf zwei Ebe­nen mit Sitz­ge­le­gen­heit und Was­ser­zu­gang entstehen.

Kein neuer Stand beim alten Hallenbad

Kei­nen neu­en Stand, auch wegen der Urlaubs­zeit, gebe es beim alten Hal­len­bad, so Viel­ha­ber. Nach wie vor sei geplant, das Are­al zur Wei­ter­ent­wick­lung der umlie­gen­den Schul­stand­or­te zu nut­zen. Ob das hal­len­bad-Gebäu­de dabei genutzt wer­de oder nur das Grund­stück, sei noch offen. Letzt­lich sei es eine Kos­ten­fra­ge, sag­te Viel­ha­ber. Die Archi­tek­ten sag­ten, man kön­ne das Gebäu­de pri­ma umbau­en, doch man müs­se auch die Kos­ten betrach­ten, nicht nur die Bau­kos­ten, son­dern auch die Fol­ge­kos­ten. Tho­mas Wäl­ter von den Grü­nen nutz­te die Gele­gen­heit, sei­ne Aus­schuss­kol­le­gen auf­zu­for­dern, end­lich einen alten Zopf abzu­schnei­den. Der Gedan­ke, das Gebäu­de las­se sich wirt­schaft­lich nut­zen, sei illu­so­risch und die Ent­schei­dung, abzu­rei­ßen, seit min­des­tens fünf Jah­ren über­fäl­lig, da das Alte Bad jedes Jahr Kos­ten von 50.000 bis 60.000 Euro ver­ur­sa­che. Dies­mal war nicht der Tag der Ent­schei­dung, doch der wird in abseh­ba­rer Zeit kommen.

Brückencenter: „Gemerkt, dass Arnsberg nicht Düsseldorf ist“

Zum The­ma Brü­cken­cen­ter berich­te­te Viel­ha­ber von einem aktu­el­len Tele­fo­nat, dass er mit dem Pro­jekt­ent­wick­ler geführt habe. Dem­nach lie­fen der­zeit die abschlie­ßen­den Ver­hand­lun­gen mit dem Gene­ral­un­ter­neh­mer für den Umbau. Außer­dem wer­de die Kos­ten­si­tua­ti­on dis­ku­tiert. „Man hat gemerkt, dass Arns­berg nicht Düs­sel­dorf ist,“ kom­men­tier­te Viel­ha­ber die anfäng­li­chen Pacht­vor­stel­lun­gen der neu­en Inha­ber. Nach dem Abriss des Pavil­lons und des Volks­bank-Anbaus wer­de der­zeit das Unter­ge­schoss ent­rüm­pelt. Die Ent­mie­tung der Geschäf­te, die nicht blei­ben woll­ten, sei abge­schlos­sen. Denen, die blie­ben, wür­den Zwi­schen­lö­sun­gen ange­bo­ten. Sicher sei, das Wool­worth im Erd­ge­schoss blei­be und Tedy im 1. Ober­ge­schoss. Wei­te­re Ver­hand­lun­gen sei­en in der fina­len Pha­se. Ende Sep­tem­ber, so Viel­ha­ber, wol­le der Pro­jekt­ent­wick­ler in einer Pres­se­kon­fe­renz umfas­send informieren.

Wohnen am Neumarkt: Bauantrag noch nicht vollständig

Für das Neubauprojekt "Wohnen am Neumarkt" an der Bömerstraße wird noch an der Komplettierung des Bauantrags gearbeitet. (Foto: oe)
Für das Neu­bau­pro­jekt „Woh­nen am Neu­markt“ an der Bömer­stra­ße wird noch an der Kom­plet­tie­rung des Bau­an­trags gear­bei­tet. (Foto: oe)

Zum Bau­pro­jekt an der Bömer­stra­ße („Woh­nen am Neu­markt“) konn­te Viel­ha­ber erneut eine neue Pla­nung vor­stel­len. Die auf dem ehe­ma­li­gen Büche­rei-Grund­stück geplan­ten Wohn­ge­bäu­de sei­en noch ein Stück nor­ma­ler gewor­den, mein­te Viel­ha­ber, die Aus­schuss­vor­sit­zen­de Marie-The­res Schen­nen sprach gar von einem kom­plett ande­ren Gebäu­de gegen­über der ursprüng­li­chen Pla­nung mit run­den Fens­tern. Aus den zuletzt fünf Bau­kör­pern sind nur noch drei gewor­den, nach­dem zwei­mal jeweils zwei Bau­kör­per – wohl aus wirt­schaft­li­chen Grün­den – mit­ein­an­der ver­bun­den wor­den sind. An drei Stel­len bleibt aller­dings der Durch­blick von der Bömer­stra­ße auf die Neu­stadt erhal­ten. Noch, so Viel­ha­ber, sei der Bau­an­trag nicht voll­stän­dig, Letz­te Stel­lung­nah­men wür­den in Kür­ze erwar­tet. Auch müs­se man noch­mals zusam­men­kom­men, um im Sin­ne der Obe­ren Denk­mal­be­hör­de über Fas­sa­den­ge­stal­tung, Far­be und Mate­ri­al zu reden. Die Fra­ge, wann denn mit dem Bau­be­ginn zu rech­nen sei, konn­te Viel­ha­ber nicht beant­wor­ten. Er sag­te nur, bei einem Gebäu­de, das man sich dort min­des­tens 50 Jah­re wer­de angu­cken müs­sen, kom­me es auf ein paar Tage mehr wohl nicht an.

Lichtinstallation „Klosterpforte“ nicht mehr in diesem Jahr

Die Pla­nun­gen, das alte Stadt­tor („Klos­ter­pfor­te“) am Schnitt­punkt von Stein­weg, Altem Markt und Lin­den­berg durch eine Licht­in­stal­la­ti­on im Pflas­ter wie­der sicht- und erleb­bar zu machen, bezeich­ne­te Viel­ha­ber als end­lich aus­füh­rungs­reif. Aller­dings wer­de es mit der Umset­zung in die­sem Jahr wohl nicht mehr klap­pen. Ins­ge­samt habe man sich die­ses Pro­jekt deut­lich ein­fa­cher vor­ge­stellt, doch bei den leuch­ten und Lei­tun­gen im Pflas­ter ste­cke  der Teu­fel im Detail. Zum The­ma Frei­funk und frei­es WLAN zwi­schen Neu­markt und Glo­cken­turm konn­te sich Viel­ha­ber auf einen Satz beschrän­ken. „Es läuft gut!“ Viel­ha­ber kün­dig­te zudem an, das die Bür­ger­werk­statt, aus der auch die­se Ideen gekom­men waren, im Novem­ber erneut zusam­men­kom­men soll. Als The­men nann­te er ein Kon­zept zur Möblie­rung und Wer­bung auf Stein­weg und Altem Markt, denn da habe sich die­ser Bereich deut­lich nega­tiv ent­wi­ckelt. Aber auch um zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten der Außen­gas­tro­no­mie soll es gehen und um eine nach­voll­zieh­ba­re Kennt­lich­ma­chung der Parkplätze.„Viele Leu­te wis­sen nicht, wo sie  auf Stein­weg und Altem Markt denn Par­ken dür­fen,“ sag­te Viel­ha­ber, und man kön­ne auf dem Pflas­ter eines his­to­ri­schen Stadt­kerns nicht wie anders­wo mit wei­ßer Far­be mar­kie­ren. Beden­ken, die offen­bar nicht alle haben. So ent­deck­te Viel­ha­ber nach der Sit­zung vor dem Ein­gang zum Sauer­land­mu­se­um eine auf­fäl­li­ge mit gel­ber Far­be aufs Pflas­ter gesprüh­te Mar­kie­rung für einen Zelt­stell­platz, der ver­mut­lich von einer kürz­li­chen Groß­ver­an­stal­tung übrig geblie­ben ist.

Schennen bleibt Vorsitzende – Vize Werker fragt nach „Arnsberg oder Alt-Arnsberg“

Zu Beginn der Sit­zung hat­te der Bezirks­aus­schuss sei­ne lang­jäh­ri­ge Vor­sit­zen­de Marie-The­res Schen­nen (CDU) als Vor­sit­zen­de wie­der­ge­wählt. Neu­er Stell­ver­tre­ter ist Felix Werker, Vor­sit­zen­der der Arns­ber­ger SPD, der im Mai neu in den Rat ein­ge­zo­gen ist. Werker stell­te Tho­mas Viel­ha­ber die Fra­ge nach einer wei­te­ren „Bau­stel­le“, den laut gewor­de­nen Bestre­bun­gen, den Stadt­teil Arns­berg in Alt-Arns­berg umzu­be­nen­nen. Das sei eine Fra­ge, die der Bür­ger­meis­ter beant­wor­ten müs­se, zog sich Viel­ha­ber aus der Affäre.

 

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