
Meschede. Das Schützenwesen befindet sich im Wandel – darin waren sich die Teilnehmer des Veltins Schützen-Symposiums 2026 einig. Unter dem Leitthema „Das Schützenwesen im digitalen Wandel: Digital. Aktiv. Erfolgreich.“ kamen rund 200 Vertreter aus Schützenvorständen in der Stadthalle Meschede zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und zukunftsfähige Ansätze auszutauschen. Im Mittelpunkt standen insbesondere digitale Kommunikation und neue Nutzungskonzepte für Schützenhallen.
Starke Tradition trifft auf neue Anforderungen
Zum Auftakt betonte Fabian Veltins, Geschäftsführer Marketing der Brauerei C. & A. Veltins, die enge Verbundenheit des Unternehmens mit dem Schützenwesen in der Region. Dieses sei tief in der Gesellschaft verwurzelt und lebe vom Engagement vieler Ehrenamtlicher. Auch Landrat Thomas Grosche unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung der Tradition, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinde. Gleichzeitig machte er deutlich, dass sich Schützenbruderschaften zunehmend neuen gesellschaftlichen Entwicklungen öffnen müssten.
Durch das Programm führte Michael Koch von der Westfalenpost, die gemeinsam mit dem Hochsauerlandkreis und dem Sauerländer Schützenbund das Symposium als ideelle Partner unterstützte.
Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg
Wie sich Schützenvereine kommunikativ zukunftsfähig aufstellen können, zeigte Referent Alexander Jürgens (Agentur pro-creativ). Er stellte eine ganzheitliche Kommunikationsstrategie vor, die auf fünf zentralen Bausteinen basiert: eine aktuelle Website, ein strukturiertes Social-Media-Konzept, klassische Printarbeit sowie eine enge Zusammenarbeit mit Medien.
Praxisbeispiele lieferten Vertreter des Jägervereins Neheim, die ihre erfolgreiche Social-Media-Arbeit präsentierten. Mit kreativen Formaten und gezielten Aktionen gelinge es, sowohl junge als auch ältere Zielgruppen anzusprechen und dauerhaft „im Gespräch“ zu bleiben.
Schützenhallen wirtschaftlich neu denken
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der wirtschaftlichen Nutzung von Schützenhallen. Referent Thomas Rottmann (Agentur Step2 Event) machte deutlich, dass klassische Vereinsveranstaltungen allein häufig nicht mehr ausreichen. Zusätzliche Formate wie Konzerte, Comedy oder Sportevents könnten neue Einnahmequellen erschließen und die Hallen ganzjährig beleben.
Als gelungenes Beispiel wurde die Schützengesellschaft Usseln vorgestellt. Neben erfolgreichen Konzertveranstaltungen trägt dort auch eine ehrenamtlich betriebene Kneipe zur Belebung des Dorflebens bei. Das Konzept zeigt, wie Schützenhallen zu multifunktionalen Treffpunkten weiterentwickelt werden können.
Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt
Neben den Fachvorträgen bot das Symposium vor allem Raum für Austausch und Vernetzung. Viele Vorstände nutzten die Gelegenheit, sich untereinander sowie mit Experten auszutauschen und neue Impulse für die eigene Vereinsarbeit mitzunehmen.
Deutlich wurde: Die Zukunft des Schützenwesens liegt in der Verbindung von Tradition und Innovation – mit Offenheit für Veränderungen und einem klaren Blick nach vorn.
