Arnsberg. Das Thema Wohnmobilstellplätze im Stadtgebiet stand zwar nicht auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Touristik nach der Kommunalwahl, wurde dort aber am Montag abend aber über eine Anfrage äußerst kritisch diskutiert.
„Zeit der Kerzen ist vorbei!“
Hubertus Mantoan aus Müschede berichtete über eine an ihn herangetragene sehr negative Beurteilung des erst vor einigen Monaten eingerichteten Stellplatzes auf dem Parkplatz Große Wiese in Hüsten. Bemängelt worden seien von den Nutzern vor allem die fehlenden Anschlüsse für Strom und Entsorgung. „Die Zeiten, wo man abends rund um die Kerze sitzt, sind vorbei,“ sagte das CDU-Ratsmitglied. „Und auch das Angebot, zum Duschen morgens ins Nass zu gehen, ist nicht jedermanns Sache.“ „Eine Katastrophe, dann besser gar keinen Platz als so einen Platz! Wer da einmal gestanden hat, kommt nie wieder!“ schlug sein Müscheder Ratskollege Gerd Stüttgen (SPD) noch schärfere Töne an.
„Best-Ager“ nicht vergraulen
Die Politiker waren sich einig, dass man mehr tun müsse, um die Wohnmobiltouristen ein, zwei Tage in der Stadt zu halten. Denn häufig seien das „Best-Ager“ der Generation 60plus, die auch Geld in die Stadt bringen und die man nicht vergraulen dürfe. „Ein Thema, das uns schon seit fünf Jahren beschäftigt,“ sagte ein Ausschussmitglied. „Nein, seit 15 Jahren,“ ergänzte ein anderer Politiker. Offenbar wird noch ein wenig Zeit hinzu kommen.
