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Tea­tron spielt noch­mals „Yer­ma– oder: Dich­ter bringt man nicht um“

Brin­gen „Yer­ma” noch­mals auf die Büh­ne. Van­ja Eif­ler, Jut­ta Juch­mann, Silas Eif­ler, Oli­ver El-Fayo­u­my, Chris­ti­na Stö­cker. (Foto: Man­fred Haupt­hoff)

Arns­berg. Nach der Pre­mie­re und drei wei­te­ren Vor­stel­lun­gen im März die­ses Jah­res zeigt das Tea­tron Thea­ter noch­mals sei­ne Insze­nie­rung „Yer­ma – oder: Dich­ter bringt man nicht um“ am 24., 25. und 26. Novem­ber 2017 in der Kul­tur­schmie­de Arns­berg. Der Kar­ten­vor­ver­kauf in den Stadt­bü­ros Arns­berg (02931 8931143) hat bereits begon­nen.

Auf den Spu­ren Fre­der­i­co Gar­cía Lor­cas

Feder­i­co Gar­cía Lor­ca

Die Insze­nie­rung „Yer­ma – oder: Dich­ter bringt man nicht um“ lädt die Zuschau­er ein, den Spu­ren des spa­ni­schen Dich­ters, Dra­ma­ti­kers und Thea­ter­re­gis­seurs Fre­der­i­co Gar­cía Lor­ca zu fol­gen. Sei­ne lei­den­schaft­li­chen Dra­men spie­len in den länd­li­chen Gebie­ten Anda­lu­si­ens und zei­gen das Leben der ein­fa­chen Men­schen, die zwi­schen archai­schen Lebens­um­stän­den und der Sehn­sucht nach Selbst­ver­wirk­li­chung und Befrei­ung gefan­gen sind. Das Tea­tron Thea­ter nahm Lor­cas 80. Todes­tag zum Anlass, um ihm die­sen Thea­ter­abend  zu wid­men.

Dra­ma­ti­sche Rei­se durch Spa­ni­en

Chris­ti­na Stö­cker in „Yer­ma”. (Foto: Man­fred Haupt­hoff)

Erzählt wird die Geschich­te der kin­der­lo­sen Yer­ma (Chris­ti­na Stö­cker) und ihres Man­nes Juan (Oli­ver El-Fayo­u­my) und der Men­schen ihres Dor­fes (gleich in meh­re­ren Rol­len: Jut­ta Juch­mann). Par­al­lel zur Geschich­te von Yer­ma und Juan wid­met sich die­se Tea­tron-Insze­nie­rung auch dem Schick­sal des Dich­ters (eben­falls ver­kör­pert durch Oli­ver El-Fayo­u­my), der mit nur 38 Jah­ren von den faschis­ti­schen Put­schis­ten im Spa­ni­en der 30-er Jah­re hin­ge­rich­tet wur­de, weil er als libe­ra­ler Schrift­stel­ler und Homo­se­xu­el­ler nicht in das Welt­bild der rech­ten Fana­ti­ker pass­te. In auto­bio­gra­phisch gepräg­ten Sze­nen wer­den Schlag­lich­ter auf sein Leben und sei­ne Arbeit als Dich­ter und Regis­seur der Thea­ter­grup­pe „La Barac­ca“ gewor­fen, die über die spa­ni­schen Dör­fer zog, um den Men­schen dort die Teil­ha­be an Thea­ter und Kul­tur zu ermög­li­chen. In einem rasan­ten Wech­sel von Schau­spiel, ori­gi­nal kom­po­nier­ter Musik (Silas Eif­ler), Gesang und Gitar­ren­spiel (Silas und Van­ja Eif­ler) wer­den die Zuschau­er von dem jun­gen Ensem­ble mit auf eine dra­ma­ti­sche Rei­se durch das Spa­ni­en des begin­nen­den 20. Jahr­hun­derts genom­men.

 

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