Sunderns SPD legt Maßnahmenpaket für Obdachlosenunterkunft vor

SPD-Rats­mit­glied und Orts­vor­ste­her Chris­toph Klin­ner (l.) und Wer­ner Gün­ther vor der Obdach­lo­sen­un­ter­kunft in der Hach­e­ner Hoch­stra­ße. (Foto: SPD Sundern)

Hach­en. Die SPD-Frak­ti­on will die Unter­brin­gung und Inte­gra­ti­on obdach­lo­ser Men­schen neu ord­nen und ver­bes­sern. Zur nächs­ten Rats­sit­zung bringt sie ein Maß­nah­men­pa­ket ein, das bestehen­de Kon­flik­te ent­schär­fen, die sozia­le Beglei­tung stär­ken und lang­fris­tig trag­fä­hi­ge Lösun­gen für alle Betei­lig­ten schaf­fen soll.

„Obdach­lo­sig­keit kann jeden tref­fen. Vie­le der heu­te Betrof­fe­nen stan­den vor weni­gen Jah­ren noch mit­ten im Leben“, erklärt die Frak­ti­on. Der Weg zurück in ein selbst­be­stimm­tes Leben gelin­ge nur mit pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe, kla­ren Struk­tu­ren und Akzep­tanz im Umfeld – „nicht durch pau­scha­le Vor­wür­fe oder Ausgrenzung“.

Hin­ter­grund der Initia­ti­ve ist die aktu­el­le Situa­ti­on rund um die Obdach­lo­sen­un­ter­kunft in Hach­en, die nach Dar­stel­lung der SPD sowohl bei den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern als auch in der Nach­bar­schaft zu Ver­un­si­che­rung geführt hat. Zugleich kri­ti­siert die Frak­ti­on, dass Fehl­ver­hal­ten Ein­zel­ner häu­fig dazu füh­re, dass alle Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner in Mit­haf­tung genom­men wür­den. Das sei „weder gerecht noch zielführend“.

Trennung, Sanierungscheck und Standortprüfung gefordert

Inhalt­lich setzt der Antrag unter ande­rem auf eine Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der sozia­len Betreu­ung obdach­lo­ser Men­schen. Zudem for­dert die SPD eine kla­re Tren­nung der Unter­brin­gung von Obdach­lo­sen und Asyl­su­chen­den. Ein wei­te­rer Schwer­punkt ist die Über­prü­fung des Gebäu­des an der Hoch­stra­ße 8: Vor­ge­se­hen sind eine Bestands­ana­ly­se sowie eine Sanierungsprüfung.

Dar­über hin­aus soll ein neu­er, sozi­al­ver­träg­li­cher Stand­ort für eine Obdach­lo­sen­un­ter­kunft geprüft wer­den. Beglei­tet wer­den soll dies durch einen trans­pa­ren­ten Betei­li­gungs- und Infor­ma­ti­ons­pro­zess, in den Poli­tik, Ver­wal­tung und die betrof­fe­nen Orts­tei­le ein­be­zo­gen werden.

Auch für den aktu­el­len Stand­ort in Hach­en skiz­ziert die SPD eine Per­spek­ti­ve: Soll­te ein neu­er Stand­ort rea­li­siert wer­den, könn­te das bis­he­ri­ge Gebäu­de ver­äu­ßert wer­den. An des­sen Stel­le kön­ne ein Neu­bau ent­ste­hen – mit dem Ziel, Sozi­al­woh­nun­gen für Fami­li­en zu schaffen.

„Wir las­sen weder die Nach­bar­schaft noch die obdach­lo­sen Men­schen allein“, betont die SPD-Frak­ti­on. Der Antrag ver­bin­de Ord­nung, Hil­fe und Inte­gra­ti­on, schaf­fe Trans­pa­renz, ent­las­te betrof­fe­ne Quar­tie­re und eröff­ne Per­spek­ti­ven – für die Betrof­fe­nen eben­so wie für die Stadtgesellschaft.

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