Sunderns Bürgermeisterin empfängt Bundestagsabgeordnete Sandra Stein im Rathaus

v.l.: Dr. Jac­que­line Bila (Bür­ger­meis­te­rin der Stadt Sun­dern), San­dra Stein (Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Bünd­nis 90/Die Grü­nen für den Wahl­kreis Hoch­sauer­land­kreis), Irm­gard Har­mann-Schütz (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Bünd­nis 90/Die Grü­nen Sun­dern) (Foto: Stadt Sundern)

Sun­dern. Die neue Bür­ger­meis­te­rin der Stadt Sun­dern, Dr. Jac­que­line Bila, hat heu­te die Grü­nen-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te San­dra Stein im Rat­haus emp­fan­gen. Im Mit­tel­punkt des Gesprächs stan­den die ange­spann­te Haus­halts­la­ge der Stadt, die zuneh­men­de Über­las­tung der Kom­mu­nen durch neue Auf­ga­ben, die Chan­cen des Bür­ger­en­er­gie­ge­set­zes sowie der wei­te­re Aus­bau der Wind­ener­gie in Sun­dern. Auch die Situa­ti­on der Schu­len und Sport­stät­ten spiel­te eine zen­tra­le Rolle.

Austausch über zentrale Herausforderungen der Stadt

In einem offe­nen und kon­struk­ti­ven Gespräch bespra­chen Bila und Stein die aktu­el­len Rah­men­be­din­gun­gen für die Stadt­ent­wick­lung. Bei­de beton­ten die Bedeu­tung einer ver­läss­li­chen kom­mu­na­len Finan­zie­rung, um Auf­ga­ben vor Ort lang­fris­tig erfül­len zu können.

Bür­ger­meis­te­rin Bila schil­der­te, dass die Stadt Sun­dern sowohl unter der kon­junk­tu­rel­len Lage mit sin­ken­den Gewer­be­steu­er­ein­nah­men lei­det als auch zuneh­mend Auf­ga­ben über­neh­men muss, für die es kei­ne aus­rei­chen­de finan­zi­el­le Unter­stüt­zung durch Bund oder Land gibt – ins­be­son­de­re im Bereich sozia­ler Leistungen.

„Kom­mu­nen sind das Rück­grat der Demo­kra­tie. Es darf nicht sein, dass wir auf­grund struk­tu­rel­ler Pro­ble­me zu Ein­spa­run­gen gezwun­gen wer­den, die direkt die Ange­bo­te für unse­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gefähr­den“, beton­te Bür­ger­meis­te­rin Dr. Jac­que­line Bila. „Wir über­neh­men Ver­ant­wor­tung, aber ohne eine ange­mes­se­ne Gegen­fi­nan­zie­rung ist das dau­er­haft nicht trag­bar. Eine Lösung aus­schließ­lich durch die Kom­mu­nen ist nicht mehr möglich.“

Bürgerenergiegesetz als Chance für lokale Projekte

Ein wei­te­rer Schwer­punkt war die Umset­zung des Bür­ger­en­er­gie­ge­set­zes. Die Bür­ger­meis­te­rin hob her­vor, dass die dar­aus ent­ste­hen­den Mit­tel gezielt in gemein­nüt­zi­ge und lokal wirk­sa­me Pro­jek­te flie­ßen soll­ten. Denk­bar sei ins­be­son­de­re die Ein­rich­tung einer Stif­tung, durch die Ein­nah­men aus Wind­ener­gie etwa in Dorf­ent­wick­lung, Fami­li­en- und Jugend­ar­beit, Kul­tur, Ehren­amt, Sport oder Kli­ma­schutz inves­tiert wer­den könnten.

Auch der Aus­bau der Wind­ener­gie wur­de inten­siv dis­ku­tiert. Dabei ging es vor allem um die wirt­schaft­li­che Trag­fä­hig­keit neu­er Anla­gen, regio­na­le Gege­ben­hei­ten und trans­pa­ren­te Ent­schei­dungs­pro­zes­se. Bei­de Gesprächs­part­ne­rin­nen beton­ten, dass erneu­er­ba­re Ener­gien wei­ter aus­ge­baut wer­den müss­ten, jedoch unter fai­ren Ver­tei­lungs­struk­tu­ren und mit Blick auf Akzep­tanz vor Ort.

Schulen und Sportstätten brauchen verlässliche Förderinstrumente

Bila unter­strich zudem, wie wich­tig Schu­len und Sport­stät­ten für die Zukunft der Stadt sind. Der­zeit fehl­ten jedoch aus­rei­chen­de För­der­mög­lich­kei­ten, um drin­gend not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen und struk­tu­rel­le Ver­bes­se­run­gen umzu­set­zen. „Unse­re Schu­len sind zen­tra­le Orte der Chan­cen­gleich­heit. Ohne ver­läss­li­che Unter­stüt­zung kön­nen wir not­wen­di­ge Maß­nah­men nicht im erfor­der­li­chen Umfang rea­li­sie­ren“, so Bila.

Am Ende des Tref­fens ver­stän­dig­ten sich Bür­ger­meis­te­rin Bila und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Stein dar­auf, den Aus­tausch in regel­mä­ßi­gen Abstän­den fortzuführen.

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