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Sun­derner Schüt­zen schie­ßen auf „Kon­rad III.“ und „Amor, die Brief­tau­be“

Schüt­zen­kö­ni­gin Susan­ne Nagusch tausch­te den Vogel auf den Namen „Amor, die sauer­län­der Brief­tau­be“ (Foto: Ste­phan Hor­muth)

Sun­dern. Einen Auf­takt nach Maß in den Schüt­zen­fest­count­down kön­nen die Sun­derner Schüt­zen nach ihrer Vogel­prä­sen­ta­ti­on ver­mel­den. Für das Schüt­zen­fest, das am ers­ten Juli-Wochen­en­de statt­fin­det, haben die Vogel­bau­er Franz Knapstein und Chris­ti­an Pöt­ter wie­der zwei präch­ti­ge Holzaa­re gefer­tigt, die mit tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung der Majes­tä­ten ihr gemal­tes Feder­kleid erhiel­ten.

Aber der Rei­he nach: die Vogel­prä­sen­ta­ti­on begann mit einer von Prä­ses Ste­fan Sie­bert zele­brier­ten Mes­se. Mit sei­ner Pre­digt star­te­te Ste­fan Sie­bert den Count­down für das bevor­ste­hen­de Schüt­zen­fest. Er ver­band das The­ma des Tra­gens von Las­ten in der Gemein­schaft und für sich mit der Lebens­freu­de, die alle Chris­ten und natür­lich auch die Schüt­zen zei­gen sol­len und dür­fen.

Jung­schüt­zen­vo­gel nach Kon­rad Zuse benannt

Auf „Kon­rad der Drit­te“ tauf­te Jung­schüt­zen­kö­nig Johan­nes Glin­ge­ner den Vogel für den Wett­be­werb der Jung­schüt­zen (Foto: Ste­phan Hor­muth)

Nach der spä­te­ren Begrü­ßung der gut 250 Gäs­te der Vogel­prä­sen­ta­ti­on durch den 1. Bru­der­meis­ter und Oberst Marc Pup­pe war­te­ten alle gespannt auf den Ein­zug der bei­den neu­en Königs­vö­gel für das Vogel­schie­ßen am Schüt­zen­fest­mon­tag und die Namen, die sie bekom­men soll­ten. Johan­nes Glin­ge­ner als amtie­ren­der Jung­schüt­zen­kö­nig begann mit sei­ner Geschich­te für „Kon­rad der Drit­te“. Durch sei­ne beruf­li­che Tätig­keit, bei der er viel mit Com­pu­tern arbei­te und für die er sich auch in sei­ner Frei­zeit inter­es­sie­re, benann­te er den Jung­schüt­zen­vo­gel nach dem Erbau­er des ers­ten funk­ti­ons­fä­hi­gen Com­pu­ters der Welt: dem Z3 von Kon­rad Zuse (1941).

Köni­gin Susan­ne Nagusch hat die Lie­be zu ihrem Lebens­ge­fähr­ten und Schüt­zen­kö­nig Wolf­gang Tei­pel von ihrer Hei­mat­stadt Dort­mund in das Sauer­land nach Sun­dern geführt. „Amor, die sauer­län­der Brief­tau­be“ heißt nun der Schüt­zen­vo­gel der Bru­der­schaft, und Susan­ne Nagusch erklärt die­sen Namen mit der Dank­bar­keit und Zunei­gung, die sie für ihre neue Hei­mat emp­fin­det und stellt gleich­zei­tig eine Ver­bin­dung zwi­schen dem Ruhr­pott und Sun­dern her, wo die Zucht von Brief­tau­ben behei­ma­tet ist.

3088 Schuss in zwölf Jah­ren

Im wei­te­ren Ver­lau­fe des Abends, der musi­ka­lisch mit Schüt­zen­fest­mu­sik des Musik­ver­eins Sun­dern beglei­tet wur­de, zog die Köni­gin dann noch die Gewin­ner des dies­jäh­ri­gen Preis­rät­sel. Es gab doch eini­ge kor­rek­te Ant­wor­ten auf die von den Schüt­zen gestell­ten Fra­ge. Tat­säch­lich wur­den in den letz­ten zwölf Jah­ren bei den Vogel­schie­ßen am Schüt­zen­fest­mon­tag ins­ge­samt 3.088 Schuss auf die Vögel abge­feu­ert. In den Jah­ren gab es 2015 ein schnel­les Schie­ßen mit nur 113 Schuss (König Flo­ri­an Gör­lich), wäh­rend es im Jahr 2007 etwas län­ger dau­er­te: König Hubert Rischen hol­te mit dem 545. Schuss den Rest des Vogels von der Stan­ge.

Der  gro­ße Königs­vo­gel wird in den Tagen vor dem Schüt­zen­fest im Waren­haus Markt­kauf am Sel­sche­der Weg aus­ge­stellt.

(Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung Schüt­zen Sun­dern)

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