
Sundern. Die Stadt Sundern darf weiterhin den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. Nach erfolgreicher Prüfung aller Kriterien wurde Sundern für zwei weitere Jahre rezertifiziert – und zählt damit weiterhin zu den mehr als 900 Fairtrade-Städten in Deutschland. Erstmals ausgezeichnet wurde Sundern im Jahr 2017.
Bürgermeisterin Dr. Jacqueline Bila begrüßt die erneute Auszeichnung: „Die Rezertifizierung als Fairtrade-Stadt ist ein wichtiger Erfolg. Sie zeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen für faire Arbeitsbedingungen weltweit und für einen nachhaltigen Konsum hier vor Ort. Mein Dank gilt allen Engagierten, die sich mit viel Herzblut für dieses wichtige Thema einsetzen.“
Gleichzeitig verstehen die Beteiligten die Bestätigung als Ansporn für weiteres Engagement. Insbesondere in Einzelhandel, Gastronomie sowie bei privaten und öffentlichen Organisationen gebe es noch Entwicklungspotenzial. Das Team der „Fairtrade-Stadt Sundern“ ist zentraler Ansprechpartner und berät Interessierte.
Fünf Kriterien für den Titel „Fairtrade-Stadt“
Um den Titel zu erhalten, müssen Kommunen fünf Vorgaben erfüllen:
- Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels
- Steuerungsgruppe zur Koordination der Aktivitäten
- Einsatz fair gehandelter Produkte in öffentlichen Einrichtungen
- Beteiligung von Einzelhandel und Gastronomie
- Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Fairtrade
In Sundern engagieren sich hierfür viele Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Bereichen. In den Jahren 2024 und 2025 kamen zudem neue Partner hinzu, die durch die Steuerungsgruppe ausgezeichnet wurden. Nach der Rezertifizierung sollen nun regelmäßig Gespräche mit bestehenden Partnern geführt werden, um Impulse und Anregungen zu geben.
Filmabend in der Stadtbibliothek
Als nächstes Angebot lädt die Fairtrade-Steuerungsgruppe zu einem Filmabend ein:
Am 23. April 2026 um 19:00 Uhr wird in der Stadtbibliothek Sundern der Film „The True Cost – Der Preis der Mode“ gezeigt. Thematisiert werden unter anderem unfaire Arbeitsbedingungen sowie die Ausbeutung und das Ungleichgewicht zwischen Natur und Mensch am Beispiel der Textilbranche. Interessierte sind herzlich eingeladen.
