Stemeler Ortsdurchfahrt ist „schlechteste Landesstraße“

„Es gibt Tro­phä­en, die man lie­ber nach Hau­se trägt,“ sag­te Sun­derns Bür­ger­meis­ter Det­lef Lins, der eben­falls vor Ort war. Er sei der IHK aber auch dank­bar, dass sie den Fin­ger in die Wun­de lege und die Situa­ti­on im Röhr­tal, den schlech­ten Zustand die­ser „Lebens­ader von Sun­dern“, der Ver­bin­dung zur Auto­bahn in Hüs­ten, in den Focus rücke. Lins erin­ner­te dar­an, dass die Stadt Sun­dern zwei­glei­sig fah­re, wei­ter auf die Orts­um­ge­hun­gen in Hach­en und Ste­mel hof­fe. In Hach­en sei nach der Ent­täu­schung im Vor­jahr erneut der Antrag gestellt, die Umge­hung in den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan auf­zu­neh­men, was auch durch eine klei­ne Anfra­ge von MdL Klaus Kai­ser im Land­tag unter­stützt wer­de. In Ste­mel lau­fe die Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung für die L 519n und es könn­ten noch Jah­re ver­ge­hen, bis eine Rea­li­sie­rung in Fra­ge kom­me. Jetzt habe er aber ein biß­chen Hoff­nung auf posi­ti­ve­re Signa­le, um zügi­ger ins Ziel zu kom­men, sag­te Lins mit Blick nach Wen­holt­hau­sen, wo die dort im Jahr 2002 von der IHK aus­er­wähl­te schlech­tes­te Land­stra­ße der Regi­on weni­ge Jah­re spä­ter saniert war.

IHK will mehr Investitionen und andere Ausrichtung der Mittelvergabe

Der IHK geht es aller­dings nicht um die Sanie­rung ein­zel­ner Stra­ßen, son­dern sie for­dert von der Lan­des­re­gie­rung und dem Land­tag ein Ende der chro­ni­schen Unter­fi­nan­zie­rung des Lan­des­stra­ßen­baus und gene­rell mehr Mit­tel für Neu- und Aus­bau wie auch Unter­hal­tung, aber auch eine Ver­tei­lung der Mit­tel, die die Beson­der­hei­ten Süd­west­fa­lens mehr berück­sich­tigt. Nicht nur die rei­ne Belas­tung der Stre­cke, auch die Aus­weich­mög­lich­kei­ten müss­ten bei der Mit­tel­ver­ga­be berück­sich­tigt wer­den, sagt Ste­phan Brit­ten. In ande­ren Lan­des­tei­len könn­ten schlech­te Stra­ßen häu­fig umfah­ren wer­den, in den Tälern des Sau­er­lan­des gebe es die­se Aus­weich­stre­cken oft aber nicht. Brit­ten berich­te­te von einem Sau­er­län­dern Unter­neh­mer, der sich scheu­te, einen chi­ne­si­schen Kun­den ins Werk ein­zu­la­den, weil die letz­ten paar Kilo­me­ter von Schlag­lö­chern über­sät waren.

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