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Stel­lung­nah­me der Sor­pe­see GmbH: „Straf­recht­li­che Schrit­te ein­ge­lei­tet“

Geschäfts­füh­rer der Sor­pe­see GmbH: Mar­tin Lever­mann. (Foto: Sor­pe­see Gmbh)

Lang­scheid. Die Sor­pe­see GmbH hat am Nach­mit­tag eine Stel­lung­nah­me zu den im Blog des unab­hän­gi­gen Jour­na­lis­ten Lud­wig Gre­ven erho­be­nen Vor­wür­fen ver­öf­fent­licht, denen zufol­ge bei der GmbH in der Ver­gan­gen­heit Akten ver­nich­tet wor­den sei­en, die bei Straf­er­mitt­lun­gen gegen den ehe­ma­li­gen Geschäfts­füh­rer und spä­te­ren Bür­ger­meis­ter Det­lef Lins eine wich­ti­ge Rol­le hät­ten spie­len kön­nen (wir berich­te­ten). Die Stel­lung­nah­me des Geschäfts­füh­rers der Sor­pe­see GmbH, Mar­tin Lever­mann, im Wort­laut:

  1. Das Frei­bad Ame­cke wur­de auf­grund eines Beschlus­ses der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung 2010 geschlos­sen.
  2. Die Mitarbeiter(innen) der Sor­pe­see GmbH hat­ten zuvor vie­le Jah­re lang auf­op­fe­rungs­voll dafür gekämpft, den Frei­bad­be­trieb auf­recht zu erhal­ten – obwohl das Bad immer maro­der und der Betrieb immer schwie­ri­ger wur­de.
  3. Die Sor­pe­see GmbH war 2009 bereit, das Frei­bad wei­ter zu betrei­ben und zu sanie­ren.
  4. Die Stadt Sun­dern befand sich jedoch im Not­haus­halt und hat­te weder die Mit­tel für eine Sanie­rung, noch für die lau­fen­de Bezu­schus­sung (125.000 €/Jahr) des Frei­bads.
  5. Durch die Schlie­ßung des Frei­ba­des hat die Stadt Sun­dern seit 2009 rd. 1,5 Mio. Euro an Steu­er­gel­dern gespart.
  6. Die Kos­ten für eine Sanie­rung des Frei­ba­des wur­den 2015 von der Deut­schen Gesell­schaft für das Bäder­we­sen – über­schlä­gig – auf 3–5 Mio. Euro geschätzt – soweit dies zu dem Zeit­punkt über­haupt noch mög­lich gewe­sen wäre. Die Kos­ten für einen Neu­bau wur­den mit rd. 15–20 Mio. Euro bezif­fert – je nach Aus­füh­rung.
  7. Ziel von Stadt Sun­dern und Stadt­mar­ke­ting Sun­dern war es sei­ner­zeit, so geht es aus den Pro­to­kol­len her­vor, dass der Feri­en­par­kin­ves­tor ein Schwimm­bad errich­tet, dass auch von der Öffent­lich­keit genutzt wer­den kann.
  8. Die Sor­pe­see GmbH hat das Frei­bad 2014 an die Stadt Sun­dern zurück­ge­ge­ben, die Erb­bau­rech­te wur­den auf­ge­ho­ben.
  9. Die Sor­pe­see GmbH hat das Frei­bad Ame­cke weder „plan­mä­ßig zer­stört“, noch die tech­ni­sche Aus­rüs­tung ver­kauft.
  10. Die Mut­ter unse­res Pro­ku­ris­ten Niklas Wort­mann, Frau Bri­git­te Wort­mann, hat gegen­über Ihrem Sohn erklärt, sie habe nie behaup­tet, Akten der Sor­pe­see GmbH ver­nich­tet zu haben. Sie habe nicht mit Herrn Gre­vens gespro­chen.
  11. Fried­rich Becker, Rats­mit­glied aus Ame­cke, erklär­te am 17.09.2019 tel. gegen­über dem Geschäfts­füh­rer, Herrn Lever­mann, dass er die im Blog von Herrn Gre­vens genann­ten Äuße­run­gen nie getä­tigt hat.
  12. Die Sor­pe­see GmbH hat straf­recht­li­che Schrit­te gegen den Jour­na­lis­ten Gre­ven ein­ge­lei­tet.
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