Steht die Röhrtalbahn endgültig vor dem Aus?

Es gel­te jetzt, nach­dem die Stre­cke über 40 Jah­re nicht mehr für den Per­so­nen­ver­kehr genutzt wur­de, neue Wege zu gehen, so Sun­derns Uni­ons­vor­sit­zen­der Sebas­ti­an Boo­ke. „Wir könn­ten mit dem Rad­weg bei­spiels­wei­se den Sor­pe­see unmit­tel­bar an den Ruhr­tal­rad­weg anbin­den – groß­ar­tig, um den Tou­ris­mus in der Regi­on zu stär­ken“. Sun­dern als eine der flä­chen­größ­ten Kom­mu­nen in NRW wür­de aus Sicht der CDU von der Bahn nicht pro­fi­tie­ren. „Die vie­len Men­schen auf den Dör­fern blei­ben auf das Auto ange­wie­sen. Oder aber auf eine gute Bus­ver­bin­dung“, so CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Ste­fan Lan­ge. „Wer aus Allen­dorf oder Hagen auf Berg­heim arbei­tet, wird sich wohl kaum für die Bahn ent­schei­den“, so Lan­ge wei­ter. „Mit dem Bus aus Allen­dorf zum Bahn­hof nach Sun­dern, von dort mit dem Zug nach Neheim und dann noch ein­mal mit dem Bus hin­auf Rich­tung Berg­heim. Wir glau­ben nicht dar­an.“ Statt­des­sen, so die CDU, sol­le das Geld, das in eine Reak­ti­vie­rung flie­ßen wür­de, in den Aus­bau von Lade­infra­struk­tur für E‑Mobilität inves­tiert werden.

Kreis großer Gesellschafter der RLG

Der Hoch­sauer­land­kreis ist – neben dem Kreis Soest – Gesell­schaf­ter der Regio­nal­ver­kehr Ruhr-Lip­pe GmbH (RLG). Bei einem ent­spre­chen­den Votum des Kreis­tags rückt damit ein Ende der Reak­ti­vie­rungs­plä­ne näher. „Wir wer­den auf ent­spre­chen­de Beschlüs­se in der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung hin­ar­bei­ten“, so Lud­wig Schul­te abschließend.

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