
Sundern. Die Stadt Sundern stellt die Betreuung ihres Stadtwaldes neu auf. Künftig wird kein externer Dienstleister mehr als Stadtförster eingesetzt. Stattdessen übernehmen regionale Forstbetriebsgemeinschaften die Beförsterung des rund 1014 Hektar großen Waldes.
Zusammenarbeit mit regionalen Forstbetriebsgemeinschaften
Forstbetriebsgemeinschaften sind Zusammenschlüsse von Waldbesitzern, die gemeinsam die nachhaltige und wirtschaftliche Bewirtschaftung ihrer Flächen organisieren. Sie arbeiten regional und verfügen über eigenes Fachpersonal. Der Stadtwald verteilt sich auf die Zuständigkeitsbereiche der drei Forstbetriebsgemeinschaften Allendorf/Hagen, Sundern und Endorf, in denen die Stadt bereits Mitglied ist.
Stadt prüfte mehrere Modelle
Vor der Entscheidung prüfte die Verwaltung verschiedene Möglichkeiten der Waldbewirtschaftung. Neben den Kosten wurden auch die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal, organisatorische Anforderungen, forsthoheitliche Aufgaben sowie der zusätzliche Bedarf an Verwaltungsstellen und Fahrzeugen berücksichtigt.
Wirtschaftlichkeit und geringeres Ausfallrisiko
Nach Angaben der Stadt erwies sich die Betreuung über die Forstbetriebsgemeinschaften als wirtschaftlichste Lösung. Ein wichtiger Faktor war dabei das geringere Risiko von Personalausfällen. Bei einer internen Lösung müsste für Urlaubs‑, Krankheits- oder Fortbildungszeiten eine verlässliche Vertretung organisiert werden. Durch die Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften sei diese dauerhaft sichergestellt.
Viele junge Bestände nach Schäden im Wald
Nach Sturmschäden, Trockenperioden und Borkenkäferbefall weist der Stadtwald derzeit einen hohen Anteil an jungen Beständen auf. Je nach Baumart dauert es etwa 80 bis 100 Jahre, bis Bäume ihre Hiebsreife erreichen und wirtschaftlich genutzt werden können.
Wiederaufforstung bleibt zentrale Aufgabe
In den kommenden Jahren soll der Schwerpunkt daher auf der Wiederaufforstung geschädigter Flächen liegen. Die jungen Kulturen müssen gepflegt und geschützt werden, damit langfristig stabile und widerstandsfähige Waldflächen entstehen.
Investition in die Zukunft des Waldes
Langfristig sieht die Stadt in der nachhaltigen Bewirtschaftung eine Investition in kommende Generationen und in die Entwicklung eines klimaresilienten Stadtwaldes.
