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SPD will „Stra­te­gie 2030” für Arns­berg und eine brei­te Debat­te

Arns­berg. Die SPD-Frak­ti­on ht in einem Schrei­ben an den Bür­ger­meis­ter bean­tragt, dass zukünf­tig die stra­te­gi­schen Zie­le der Stadt breit poli­tisch dis­ku­tiert wer­den. Im Vor­feld der kom­men­den Haus­halts­be­ra­tun­gen sol­len die poli­ti­schen Gre­mi­en auf Basis der bestehen­den Ziel­pla­nun­gen und mög­li­chen Vor­schlä­gen der Ver­wal­tung dar­über in den ent­spre­chen­den poli­ti­schen Gre­mi­en dis­ku­tie­ren und „Zie­le und zen­tra­le Hand­lungs­fel­der“ fest­le­gen. Die­se sol­len dann als Richt­schnur für zukünf­ti­ges Han­deln in den Haus­halts­ent­wurf für die Jah­re 2020/21 ein­ge­hen. Dem Rat sol­len die­se zur end­gül­ti­gen Beschluss­fas­sung in der letz­ten Rats­sit­zung 2019 vor­ge­legt wer­den. Dabei sol­len neben den stra­te­gi­schen Zie­len auch ope­ra­ti­ve Zie­le miter­ör­tert und beschlos­sen wer­den.

Ent­schei­den­de Richt­schnur

In der Begrün­dung schrei­ben der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Gerd Sto­dol­lik und Rats­mit­glied Felix Werker:

Eine stra­te­gi­sche Ziel­pla­nung ist die ent­schei­den­de Richt­schnur, an der sich das Han­deln einer Kom­mu­ne ori­en­tiert. Der­zeit gilt das Kon­zept „Arns­berg 2030.“ Bis­her wur­den die­se Pla­nun­gen zusam­men mit dem Haus­halt von der Ver­wal­tung vor­ge­legt und meist ohne Dis­kus­si­on vom Rat fast ver­steckt im Haus­halt beschlos­sen.

Eine wirk­li­che Betei­li­gung der Poli­tik geschwei­ge denn der Bür­ger­schaft an der Fest­le­gung wohin die Stadt in Zukunft steu­ern soll, hat nicht statt­ge­fun­den Ledig­lich dann, wenn die SPD-Frak­ti­on Anträ­ge zu den Stra­te­gie­zie­len gestellt hat, fand im Rah­men der Haus­halts­be­ra­tun­gen eine Dis­kus­si­on über die Anträ­ge statt. Hier­zu wird auf die SPD-Anträ­ge „Was wird aus den Dör­fern? Erwei­te­rung der kom­mu­na­len Stra­te­gie­zie­le“, „Stra­te­gi­sche Zie­le modi­fi­zie­ren und kon­kre­ti­sie­ren“ zum Dop­pel­haus­halt 2016/17“ und „Sozia­le Stadt Arns­berg- Stra­te­gi­sche Zie­le ergän­zen und modi­fi­zie­ren“ zum Dop­pel­haus­halt 2018/19 ver­wie­sen.

Eine brei­te poli­ti­sche Debat­te über die Zukunfts­ent­wick­lung unse­rer Stadt ist dies nicht. Die SPD-Frak­ti­on möch­te dies ändern.

Wir möch­ten an einer sol­chen Ziel­dis­kus­si­on alle Bezirks- und Fach­aus­schüs­se, Gre­mi­en wie den Inte­gra­ti­ons­rat, den Senio­ren­bei­rat, die Behin­der­ten­ver­tre­tung aktiv betei­li­gen. Aus­gangs­punkt der Dis­kus­si­on kann das bestehen­de Kon­zept „Arns­berg 2030“ sein. Die so erar­bei­te­ten Zie­le müss­ten dann von den Aus­schüs­sen und dem Rat abschlie­ßend bera­ten und beschlos­sen wer­den.

Der Hoch­sauer­land­kreis arbei­tet seit Jah­ren mit einer jähr­lich aktua­li­sier­ten stra­te­gi­schen Ziel­pla­nung und ver­bin­det dies auch mit ope­ra­ti­ven Zie­len. Aus­ge­hend von der gemein­sam ent­wi­ckel­ten Stra­te­gie soll­ten die tages­po­li­ti­schen Beschlüs­se und Vor­la­gen für Aus­schuss- und Rats­sit­zun­gen an den fest­ge­leg­ten stra­te­gi­schen und ope­ra­ti­ven Zie­len gemes­sen wer­den. Dies fin­det der­zeit ja bereits in Ansät­zen etwa in den The­men­fel­dern Demo­gra­fie und Nach­hal­tig­keit statt.

Die Ziel­pla­nung ist regel­mä­ßig zu über­prü­fen und neu­en Gege­ben­hei­ten anzu­pas­sen.

Per­spek­ti­visch macht es mit Blick auf die Mög­lich­keit von mehr bür­ger­schaft­li­cher Par­ti­zi­pa­ti­on Sinn,  für zukünf­ti­ge Hau­halts­be­ra­tun­gen auch ana­lo­ge und digi­ta­le Ver­fah­ren zu ent­wi­ckeln, um auch inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern die Teil­nah­me an einer sol­chen Dis­kus­si­on zu ermög­li­chen. In die­sem Zusam­men­hang wäre auch über das For­mat eines Bür­ger­haus­hal­tes nach­zu­den­ken.

(Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung SPD-Frak­ti­on Arns­berg)

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