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Spa­ten­stich für moder­nes Woh­nen im Zen­trum Arns­bergs

Der erste Spatenstich an der Bömerstraße: Der 79-jährige Werner Riemer und seine Tochter Andrea als künftige Bewohner packten zusammen mit Werner Scheiwe vom Bauträger Meyer & Partner an. (Foto: oe)

Der ers­te Spa­ten­stich an der Bömer­stra­ße: Der 79-jäh­ri­ge Wer­ner Rie­mer und sei­ne Toch­ter Andrea als künf­ti­ge Bewoh­ner pack­ten zusam­men mit Wer­ner Schei­we vom Bau­trä­ger Mey­er & Part­ner an. (Foto: oe)

Arns­berg. Es wur­de lan­ge geplant und vor­be­rei­tet. Jetzt geht es end­lich los. Am Ran­de des Klas­si­zis­mus­vier­tels und der his­to­ri­schen Alt­stadt, an der Schnitt­stel­le von Neu­markt und Pro­me­na­de und mit wei­tem Blick über die Neu­stadt, also an städ­te­bau­lich her­aus­ra­gen­der Posi­ti­on, wird jetzt ein auch archi­tek­to­nisch anspruchs­vol­les Pro­jekt ver­wirk­licht, dass in zen­tra­ler Lage neue 21 Eigen­tums­woh­nun­gen schafft. Für den sym­bo­li­schen ers­ten Spa­ten­stich des Drei-Mil­lio­nen-Euro-Pro­jekts hat­te der Bau­herr am Mitt­woch mit­tag Archi­tekt und Bau­fir­men, Käu­fer, Inter­es­sen­ten und Anlie­ger ein­ge­la­den. Zu Spa­ten und Schüp­pe grif­fen neben Wer­ner Schei­we vom Bau­trä­ger Wil­helm Mey­er & Part­ner stell­ver­tre­tend für die künf­ti­gen Bewoh­ner auch Wer­ner Rie­mer und des­sen Toch­ter Andrea.

Mehr als die Hälf­te der Woh­nun­gen sind ver­kauft

Wer­ner Rie­mer, ehe­ma­li­ger Arns­ber­ger VEW-Chef und inzwi­schen 79 Jah­re alt, hat zusam­men mit Ehe­frau und Toch­ter eine der Woh­nun­gen gekauft. Das Haus am Sel­ters­berg sei ihnen zu groß gewor­den mit sei­nen 1600 Qua­drat­me­tern, sagt er. Hier am Neu­markt habe er alles, was er brau­che, auf einer Eta­ge und sei dazu noch mit­ten in der Stadt. Auch die ers­te Mie­te­rin, die mit einem der Käu­fer einen Miet­ver­trag abschlos­sen hat, sei eine älte­re Dame, die die Vor­tei­le der kur­zen Wege sucht, sagt Lucas Vogt, der zusam­men mit sei­nem Chef Wil­helm Mey­er im Dezem­ber 2014 mit der Ver­mark­tung der 21 Woh­nun­gen begon­nen hat und jetzt schon zufrie­den mel­den kann, dass über die Hälf­te weg ist. „Elf Woh­nun­gen sind ver­kauft, zwei wei­te­re vor­ge­merkt,” so Lucas. Käu­fer sei­en sowohl Eigen­nut­zer als auch Anle­ger. Die Erreich­bar­keit von Ärz­ten, Einkaufs‑, Frei­zeit- und Erho­lungs­mög­lich­kei­ten sei sehr gut und das Ange­bot rich­te sich natür­lich nicht nur an Senio­ren. Lucas ver­weist ins­be­son­de­re auch auf das Pan­ora­ma, das sich den Bewoh­nern des tal­sei­tig sechs­ge­schos­si­gen Gebäu­des bie­ten wird. „Selbst im Gar­ten­ge­schoss ist die Aus­sicht bes­ser als in Erd­ge­schoss­woh­nun­gen.”

Erschlie­ßung kom­plett von der Bömer­stra­ße

Das Gebäu­de, des­sen Optik sich in der Pla­nungs­pha­se mehr­fach ver­än­dert hat und von den Archi­tek­ten Tepe-Grütz­bach jetzt im Dia­log mit dem Gestal­tungs­bei­rat der Stadt erar­bei­tet wur­de, teilt sich auf dem Niveau der Bömer­stra­ße in drei Bau­kör­per und erlaubt so auch Pas­san­ten den Durch­blick auf die Neu­stadt. Die 21 Eigen­tums­woh­nun­gen, laut Bau­trä­ger „hoch­wer­tig aus­ge­stat­tet sowie indi­vi­du­ell und effek­tiv kon­zi­piert”, decken mit Grö­ßen zwi­schen 38 und 143 Qua­drat­me­tern das Spek­trum vom Zwei-Zim­mer-Appart­ment bis zur Pent­house-Woh­nung ab. Alle haben min­des­tens einen, teils auch zwei Bal­ko­ne oder Dach­ter­ras­sen. „Auf eine mas­si­ve und ener­ge­ti­sche Bau­wei­se, bar­rie­re­freie Gestal­tung, Auf­zü­ge auf allen Ebe­nen und Tief­ga­ra­ge wur­de gro­ßer Wert gelegt,” so Wer­ner Schei­we, der bei May­er & Part­ner für die tech­ni­sche Sei­te des Pro­jekts zustän­dig ist. Die Erschlie­ßung des Gebäu­des ein­schließ­lich der Tief­ga­ra­ge erfolgt kom­plett von der Bömer­stra­ße. Es wird für Pkw acht Tief­ga­re­gen­plät­ze, sie­ben Gara­gen sowie zwölf Stell­plät­ze geben.

Fer­tig­stel­lung Som­mer oder Herbst 2016

Der Rohbau an der Bömerstraße soll bis zum nächsten Winter stehen, die Wohnungen sollen im Sommer oder Herbst 2016 übergeben werden. (Foto. oe)

Der Roh­bau an der Bömer­stra­ße soll bis zum nächs­ten Win­ter ste­hen, die Woh­nun­gen sol­len im Som­mer oder Herbst 2016 über­ge­ben wer­den. (Foto. oe)

In sei­ner kur­zen Rede berich­te­te Wer­ner Schei­we den zahl­reich erschie­ne­nen Käu­fern, Inter­es­sen­ten und Anlie­gern, dass die Auf­trags­ver­ga­be der ein­zel­nen Gewer­ke an renom­mier­te hei­mi­sche Bau- und Hand­werks­be­trie­be bereits erfolgt sei und dass jetzt zügig gear­bei­tet wer­den sol­le. Mit der Fer­tig­stel­lung und Über­ga­be der Woh­nun­gen rech­ne er im Som­mer oder Herbst 2016. Bis zum nächs­ten Win­ter sol­le der Roh­bau fer­tig sein, wobei die drei Gebäu­de­tei­le gleich­zei­tig gebaut wer­den. „Kei­ne Sor­ge, wenn sie in den ers­ten Mona­ten noch nichts in die Höhe wach­sen sehen,” sag­te Schei­we. Denn zunächst müss­ten noch umfang­rei­che Erd­ar­bei­ten am Hang erfol­gen, dar­un­ter auch eine auf­wän­di­ge Bohr­pfahl­grün­dung.

Auf­wän­di­ge Pla­nung im Unter­grund

Schei­we und Lucas rech­nen nicht mehr damit, dass es bei der Arbeit „in den Kata­kom­ben” der frü­he­ren Stadt­bü­che­rei noch grö­ße­re unlieb­sa­me Über­ra­schun­gen gibt. Schließ­lich habe man sich im Rah­men der sehr zeit­in­ten­si­ven Pla­nun­gen nicht nur um die archi­tek­to­ni­sche Gestal­tung geküm­mert. Gro­ßer pla­ne­ri­scher Auf­wand sei auch in die Grün­dung des Bau­werks und die geo­lo­gi­sche Boden­un­ter­su­chung geflos­sen. Für die auf­wän­di­ge Grün­dung am Hang habe man sogar die Unter­stüt­zung von Berg­bau­pro­fis aus dem Ruhr­ge­biet ein­ge­holt. „Zusätz­li­cher bau­li­cher Auf­wand geht jetzt in unser eige­nes Geld”, so Lucas, „denn die Prei­se ste­hen fest.”

Ansicht von der Pro­me­na­de

So soll der Komplex mit 21 Eigentumswohnungen, alle mit Balkon oder Terrasse, talseitig von der Promenade aus aussehen.

So soll der Kom­plex mit 21 Eigen­tums­woh­nun­gen, alle mit Bal­kon oder Ter­ras­se, tal­sei­tig von der Pro­me­na­de aus aus­se­hen.

Ansicht von der Bömer­stra­ße

Mit drei getrennten Baukörpern  präsentiert sich das Bauprojekt von der Bömerstraße.

Mit drei getrenn­ten Bau­kör­pern prä­sen­tiert sich das Bau­pro­jekt von der Bömer­stra­ße.

 

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