Sensburg nimmt über 14.000 Unterschriften gegen Fracking entgegen

Hoch­sauer­land­kreis. Mehr als 14.000 Unter­schrif­ten gegen die umstrit­te­ne Gas­för­de­rungs­me­tho­de Frack­ing nahm nun der hei­mi­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Patrick Sen­s­burg ent­ge­gen. Gesam­melt wur­den die Unter­schrif­ten von der „Bür­ger­initia­ti­ve gegen Gas­boh­ren Hoch­sauer­land“, die sich seit ihrer Grün­dung im Jahr 2012 für ein Ver­bot der umstrit­te­nen Tech­nik ein­setzt. Patrick Sen­s­burg sag­te Gaby Hes­se, der Spre­che­rin der Bür­ger­initia­ti­ve, zu, die Unter­schrif­ten an den Peti­ti­ons­aus­schuss im Deut­schen Bun­des­tag wei­ter­zu­lei­ten.  „Die enor­me Zahl der Unter­schrif­ten macht deut­lich, wie sehr die Men­schen im Hoch­sauer­land­kreis das The­ma Frack­ing beschäf­tigt. Ich sehe die Unter­schrif­ten daher als zusätz­li­chen Ansporn mich auch wei­ter­hin im Bun­des­tag gegen Frack­ing ein­zu­set­zen“, so Sensburg.

„Keine Gefährdung des Trinkwassers riskieren“

Beim Frack­ing wird sog. Schie­fer­gas mit­hil­fe von gif­ti­gen Che­mi­ka­li­en aus tief­lie­gen­den Gesteins­schich­ten her­aus­ge­löst um es för­der­bar zu machen. Die Gefähr­dun­gen, die von den dabei ver­wen­de­ten Che­mi­ka­li­en für das Trink­was­ser aus­ge­hen, sind aber bis auf den heu­ti­gen Tag kaum erforscht. „Gera­de im Hoch­sauer­land, das auch für die über­re­gio­na­le Trink­was­ser­ver­sor­gung in NRW von ent­schei­den­der Bedeu­tung ist, dür­fen wir kei­ne Gefähr­dung des Trink­was­sers ris­kie­ren. Ich ste­he der Frack­ing-Tech­no­lo­gie daher auch wei­ter­hin sehr kri­tisch gegen­über“, so Sen­s­burg. Bereits in der ver­gan­ge­nen Wahl­pe­ri­ode hat­te sich Sen­s­burg gemein­sam mit der NRW-CDU gegen Frack­ing ein­ge­setzt. Eine Ver­schär­fung der Geset­zes­la­ge sei aber auf­grund des Wider­stan­des des dama­li­gen Koali­ti­ons­part­ners FDP nicht mög­lich gewe­sen. In den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen mit der SPD hin­ge­gen habe man sich auf
grund­sätz­li­ches Ver­bot des sog. unkon­ven­tio­nel­len Frackings eini­gen kön­nen. Die Bera­tun­gen über einen ent­spre­chen­den Gesetz­ent­wurf sol­len nach der par­la­men­ta­ri­schen Som­mer­pau­se beginnen.

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