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Schützenhalle zukunftsfähig machen: Stockumer Schützen erhalten Förderung des Landes NRW

Fest­lich geschmückt und ein­la­dend prä­sen­tiert sich die Schüt­zen­hal­le zum Schüt­zen­fest – hier kom­men alle Genera­tio­nen zusam­men. (Foto: 
Schüt­zen­bru­der­schaft Stockum)

Sundern/Stockum. Die Sto­cku­mer Schüt­zen­hal­le – eine Begeg­nungs­stät­te für Jung und Alt, Sto­cku­mer und Gäs­te, eine Kul­tur­ein­rich­tung und Fei­er­stät­te. Wohl kaum ein Sto­cku­mer, der nicht wenigs­tens eine, wenn nicht gar unzäh­li­ge schö­ne Erin­ne­run­gen an die­se Insti­tu­ti­on im Zen­trum Sto­ck­ums hat. 1950 gebaut und ein­ge­weiht, über Genera­tio­nen von Schüt­zen­vor­stän­den gehegt und gepflegt und stets um Wei­ter­ent­wick­lung bemüht, steht die Sto­cku­mer Schüt­zen­hal­le nur weni­ge Jah­re vor dem 75. Hal­len­ju­bi­lä­um vor einer erneu­ten gro­ßen Inves­ti­ti­on, um die Hal­le zukunfts­fä­hig zu gestal­ten. Im Rah­men des För­der­pro­gramms des Lan­des NRW „Dorf­er­neue­rung “ erhält die Schüt­zen­bru­der­schaft St. Huber­tus – St. Johan­nes Nepo­muk eine Zuwen­dung in Höhe von 103.000 Euro. Wei­te­re 57.000 Euro kom­men als Eigen­an­teil hin­zu, sodass im Lau­fe der nächs­ten zwei Jah­re 160.000 Euro in die Hal­le inves­tiert wer­den. „Wir sind froh über die Zuwen­dung des Lan­des NRW und freu­en uns, dass wir damit längst not­wen­di­ge Pro­jek­te in Angriff neh­men kön­nen“, sagt Schüt­zen­oberst Man­fred Dünnebacke.

Orte des gesellschaftlichen Zusammenlebens finden im Förderprogramm „Dorferneuerung“ Berücksichtigung

Das Kühl­haus hin­ter der „Höl­le“ wur­de kern­sa­niert. In den nächs­ten Wochen wird der Boden­be­lag noch fina­li­siert, sodass die Tech­nik danach in Betrieb genom­men wer­den kann. (Foto: Schüt­zen­bru­der­schaft Stockum)

Geplant ist die Schüt­zen­hal­le mit einem Inter­net­zu­gang aus­zu­stat­ten, die Büh­ne zu erneu­ern und zu ver­grö­ßern sowie den WC-Bereich an der Sekt­bar zu sanie­ren. Schon 2016 hat­te es ers­te Gedan­ken rund um die Büh­nen­er­wei­te­rung gege­ben, doch dann pau­sier­ten die Pla­nun­gen. Als Anfang 2020 Klaus Kai­ser, Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär im Minis­te­ri­um für Kul­tur und Wis­sen­schaft NRW, anläss­lich des Neu­jahrs­emp­fangs der Sto­cku­mer Musi­kan­ten vor Ort war, nutz­te Schüt­zen­haupt­mann Chris­toph Berg­mann die Gele­gen­heit und such­te das Gespräch. Das pas­sen­de För­der­pro­gramm war mit­hil­fe des CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten schnell gefun­den, doch dann ging es um die kon­kre­te Aus­ar­bei­tung, dass gera­de die Erneue­rung der Schüt­zen­hal­le för­der­fä­hig ist. Es war schnell klar, dass das Pro­jekt der Schüt­zen genau rich­tig ist. Im Rah­men der „Dorf­er­neue­rung“ gehe es dar­um, Orte und Orts­tei­le mit bis zu 10.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern zukunfts­fä­hig zu machen, die Dör­fer zu stär­ken, zu bewah­ren, zu gestal­ten sowie öffent­li­che Räu­me und genera­tio­nen­über­grei­fen­de Orte des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­le­bens zu unter­stüt­zen. Wie wich­tig das ist, habe die Pan­de­mie gezeigt. So schreibt es Ina Schar­ren­bach, Minis­te­rin für Hei­mat, Kom­mu­na­les, Bau und Gleich­stel­lung des Lan­des NRW in ihrem Vor­wort zum För­der­pro­gramm. Um alle Unter­la­gen recht­zei­tig ein­zu­rei­chen, muss­te dann alles schnell gehen. In einer sehr arbeits­in­ten­si­ven Zeit und unzäh­li­gen Stun­den der Vor­be­rei­tung hat der Schüt­zen­vor­stand – und hier feder­füh­rend Haupt­mann Chris­toph Berg­mann – den För­der­an­trag vor­be­rei­tet und ein­ge­reicht; und inzwi­schen gibt es die Zusage.

Dorfgemeinschaftseinrichtung 4.0

Für 2021 sind zunächst die Pro­jek­te Internetzugang/WLAN sowie die WC-Anla­ge in der Sekt­bar geplant. Die bei­den Pro­jek­te befin­den sich aktu­ell in der fina­len Pla­nungs­pha­se, sodass es schon bald los­ge­hen kann. „Wir stre­ben eine Dorf­ge­mein­schafts­ein­rich­tung 4.0 an“, sagt Chris­toph Berg­mann. So gehe es beim Internetzugang/WLAN vor allem dar­um, bei Ver­an­stal­tun­gen mehr Mög­lich­kei­ten zu schaf­fen und fle­xi­bler zu sein – das ist sowohl für pri­va­te Mie­ter und Ver­ei­ne als auch für Unter­neh­men inter­es­sant. So wer­den neue Mög­lich­kei­ten der Kom­mu­ni­ka­ti­on geschaf­fen, aber auch Anwen­dungs­spek­tren zur Ver­net­zung von Steue­rungs­sys­te­men (Beleuch­tung, Hei­zung etc.) ver­grö­ßert. In den nächs­ten Mona­ten baut eine Arbeits­grup­pe des Schüt­zen­vor­stan­des also eine inter­net­fä­hi­ge Infra­struk­tur ein und rich­tet ein ent­spre­chen­des Netz­werk ein. Die Mie­ter erhal­ten dann für ihre Ver­an­stal­tung einen zeit­lich begrenz­ten Inter­net­zu­gang – ein Hot­spot bzw. frei­er WLAN-Zugang für alle Anwe­sen­den ist dabei nicht vorgesehen.

WC-Anlage wird modernisiert

Par­al­lel beginnt die Moder­ni­sie­rung der WC-Anla­ge in der ehe­ma­li­gen Sekt­bar, die im Rah­men des Gesamt­kon­zepts zu einem Büh­nen-Back­stage­be­reich wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den soll. Vor­ge­se­hen ist hier die Ände­rung der Raum­auf­tei­lung, sodass im Damen- und Her­ren­be­reich mehr Platz gewon­nen wird. Die Elek­tro­in­stal­la­ti­on wird erneu­ert und eben­so wer­den Hei­zungs- und Was­ser­lei­tun­gen ein­ge­stemmt. Das vor­han­de­ne WC ist über 40 Jah­re alt und damit in die Jah­re gekom­men. Es gibt Ris­se und Bruch­stel­len sowie Käl­te­brü­cken. Ins­ge­samt sei die WC-Anla­ge kaum noch hygie­nisch zu rei­ni­gen, heißt es in der Anla­ge-Beschrei­bung des För­der­an­trags. Da das WC noch zu den klei­ne­ren Bau­ab­schnit­ten gehört, ist die­ses Pro­jekt schon für die­ses Jahr vor­ge­se­hen, bis es dann an den gesam­ten neu­en Back­stage-Bereich hin­ter der Büh­ne geht.

Weiteres Maßnahmenpaket: neue und alte Bühne

Im Anschluss an die­se bei­den Pro­jek­te geht es dann an die Büh­ne selbst. Die­se wird in der Flä­che erwei­tert und die Akus­tik ver­bes­sert. Durch einen Akus­tik­in­ge­nieur wur­den bereits die aktu­el­len Stör­grö­ßen ermit­telt und die ent­spre­chen­den Maß­nah­men auf­ge­lis­tet. Die fina­len Details wer­den in den nächs­ten Wochen aus­ge­ar­bei­tet. Auch die Erneue­rung der Elek­trik sowie der Beleuch­tung ste­hen hier auf dem Plan. Direkt von der Büh­ne aus gibt es sodann einen zen­tra­len Büh­nen­ab­gang in den neu­en Back­stage­be­reich. Außer­dem ent­ste­hen hin­ter der Büh­ne zwei Archiv­räu­me. Im wei­te­ren Schritt wird die alte Büh­ne im Spei­se­raum zu einem Mehrzweckraum/Büro umge­baut, der durch eine smart­fä­hi­ge Elek­tro­hei­zung aut­ark geheizt wer­den kann. Den Bau­an­trag für die­ses Maß­nah­men­pa­ket hat die Stadt Sun­dern bereits geneh­migt. Dann geht es noch dar­um, die Sze­nen­be­leuch­tung, Audio­tech­nik und Steue­rung zu erneu­ern. Bis­her gibt es kei­ne aus­rei­chen­de Audio­tech­nik, die es ermög­licht, Rede­bei­trä­ge oder beglei­ten­de Musik für den Zuschau­er ver­ständ­lich zu über­mit­teln. Bei der Anmie­tung von Anla­gen kommt es eben­falls oft zu Pro­ble­men, weil die Beschal­lungs­tech­nik unzu­rei­chend ist. Chris­toph Berg­mann: „Es ist wich­tig, durch ein grund­le­gen­des Kon­zept und die Instal­la­ti­on eines Audio­sys­tems einen Groß­teil der Anfor­de­run­gen für Ver­an­stal­tun­gen zu erfüllen.“

Einrichtung für die ganze Dorfgemeinschaft

Tat­säch­lich ist die Sto­cku­mer Schüt­zen­hal­le ein Ort, der beson­ders an den Wochen­en­den gut aus­ge­las­tet ist, durch pri­va­te Mie­ter für Geburts­ta­ge, Hoch­zei­ten, Tau­fen etc., mul­ti­kul­tu­rel­le Grup­pen­fei­ern, Fes­te, Abschluss­fei­ern, Ver­an­stal­tun­gen ande­rer Ver­ei­ne. „Auf das gan­ze Jahr gese­hen, nut­zen exter­ne Grup­pie­run­gen und Per­so­nen die Schüt­zen­hal­le viel mehr als die Schüt­zen­bru­der­schaft selbst“, sagt Man­fred Dün­ne­ba­cke. „Aber genau das macht die Hal­le auch aus. Sie ist eine Ein­rich­tung für die gan­ze Dorf­ge­mein­schaft. Dar­um müs­sen und wol­len wir in die Hal­le inves­tie­ren, um sie wie­der ein Stück zukunfts­fä­hi­ger zu machen und den nächs­ten Genera­tio­nen eine gute Basis zu geben!“

Hinter den Kulissen ist viel passiert

Obwohl man Pan­de­mie-bedingt ver­mu­ten wür­de, die letz­ten Mona­te sei­en von Still­stand geprägt gewe­sen, weil eben Ver­an­stal­tun­gen ver­scho­ben oder abge­sagt wur­den, so hat sich hin­ter den Kulis­sen doch schon wie­der eini­ges getan. Unab­hän­gig von der umfang­rei­chen Pla­nung für den För­der­an­trag und die damit wei­ter bevor­ste­hen­den unzäh­li­gen Arbeits­ein­sät­ze, hat eine Arbeits­grup­pe des Schüt­zen­vor­stan­des in den letz­ten Mona­ten alle Kühl­häu­ser von Grund auf kern­sa­niert. Dabei wur­den zunächst alte Mate­ria­li­en ent­fernt sowie Feuch­tig­keits­schä­den von außen und innen besei­tigt. Anschlie­ßend ist mit moder­nen, soge­nann­ten Sand­wich-Plat­ten alles gedämmt und aus­ge­klei­det wor­den. Außer­dem wur­de neue Kühl­tech­nik und Schank­tech­nik für Fass­bier instal­liert. „Die bereits erle­dig­ten Arbei­ten haben teil­wei­se wei­te­re Bau­stel­len auf­ge­tan, die eben­falls in die­sem Zuge abge­ar­bei­tet wur­den“, sagt Chris­toph Berg­mann. Dar­un­ter fällt vor allem der Flur hin­ter der „Höl­le“. In den nächs­ten Wochen müs­sen noch klei­ne­re Rest­ar­bei­ten in die­sen Berei­chen erle­digt wer­den, z.B. die Däm­mung in der Decke, ein spe­zi­el­ler Boden­be­lag sowie der Wandsockel.

Gute Basis kommt auch zukünftigen Generationen zugute

„Wir sind davon über­zeugt, dass die Schüt­zen­hal­le wie kei­ne ande­re Ein­rich­tung im Dorf das Poten­ti­al für eine Dorf­ge­mein­schafts- und Frei­zeit­ein­rich­tung hat und set­zen uns des­we­gen dafür ein, durch die not­wen­di­gen Inves­ti­tio­nen eine neue Basis – auch für zukünf­ti­ge Genera­tio­nen – zu schaf­fen“, ist sich der Vor­stand einig. „Die Vor­stands­kol­le­gen haben in den letz­ten Wochen und Mona­ten schon unend­lich viel Arbeit in die Schüt­zen­hal­le gesteckt und es wer­den noch unzäh­li­ge wei­te­re Stun­den kom­men. Ich bin sehr dank­bar für den Ein­satz jedes ein­zel­nen und dass die Zusam­men­ar­beit so gut funk­tio­niert“, so Man­fred Dün­ne­ba­cke. „Dank der För­de­rung des Lan­des NRW ist es nun auch mög­lich, die grö­ße­ren Pro­jek­te finan­zi­ell zu stemmen!“

 

 

(Quel­le: St. Huber­tus – St. Johan­nes Nepo­muk Schüt­zen­bru­der­schaft Sto­ckum e. V.; Lena Klute)

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