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Ruhrverband warnt: Eis auf Talsperren tückisch

Durch die schwan­ken­den Was­ser­spie­gel in den Tal­sper­ren und Stau­se­en lösen sich die Eis­flä­chen an den Ufer­kan­ten ab. In der Fol­ge wird das Eis ris­sig und brü­chig. Das Betre­ten der Eis­flä­chen ist lebens­ge­fähr­lich! (Foto © WoGi/Fotolia)

Sorpesee/Möhnesee. Bereits der Jah­res­start brach­te kna­cki­ge Käl­te ins Sauer­land und auch in der kom­men­den Woche soll es laut Wet­ter­pro­gno­se fros­tig blei­ben. An den Tal­sper­ren des Ruhr­ver­bands haben sich vor allem auf den Vor­be­cken bereits Eis­flä­chen gebil­det, die sich wei­ter aus­deh­nen wer­den. Der Ruhr­ver­band weist daher aus aktu­el­lem Anlass dar­auf hin, dass das Betre­ten der Eis­flä­chen eben­so wie das Schlitt­schuh­lau­fen auf den Stau­se­en und Tal­sper­ren lebens­ge­fähr­lich und ver­bo­ten ist.

Bitte das Eis nicht betreten: Lebensgefahr!

„Die Gefahr, dass eine schein­bar trag­fä­hi­ge Eis­flä­che plötz­lich nach­gibt, besteht grund­sätz­lich bei jedem See oder Teich. Bei Tal­sper­ren und Stau­se­en ist das Risi­ko jedoch beson­ders hoch“, warnt Mar­kus Rüdel, Pres­se­spre­cher des Ruhr­ver­bands. „Denn wäh­rend die Eis­schicht auf einem natür­li­chen Gewäs­ser immer wei­ter in die Tie­fe vor­drin­gen und lang­sam einen trag­fä­hi­gen Unter­grund bil­den kann, reißt die Eis­schicht auf einer Tal­sper­re oder einem Stau­see wegen des schwan­ken­den Was­ser­spie­gels immer wie­der auf. Durch die Ris­se steigt Was­ser empor und bil­det eine neue, dün­ne­re Eis­schicht, die bei Belas­tung natür­lich leicht wie­der bre­chen kann.“

Tabu auch aus Naturschutzgründen

Das Betre­ten der Seen ist jedoch nicht nur leicht­sin­nig und gefähr­lich, es soll­te auch aus Natur­schutz­grün­den tabu sein. Wenn die Seen zuge­fro­ren sind, zie­hen sich die Was­ser­vö­gel auf die noch frei­en Stel­len zurück. An die­sen letz­ten „Flucht­stel­len“ wer­den die Vögel durch den Men­schen emp­find­lich gestört. Des­halb bit­tet der Ruhr­ver­band alle Spa­zier­gän­ger nach­drück­lich dar­um, die Eis­flä­chen an den Gewäs­sern nicht zu betre­ten – und sei es nur, um Kin­dern kein schlech­tes Bei­spiel zu geben.

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