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Röhr­tal­bahn: Pkw kol­li­diert mit Son­der­zug

Kult­lok V 200 (Foto: Ver­an­stal­ter)

Sun­dern. Am Sams­tag gegen 21.15 Uh, befuhr ein 39-jäh­ri­ger Pkw-Fah­rer aus Sun­dern die inner­städ­ti­sche Bahn­hof­stra­ße in Rich­tung B 229 und beab­sich­tig­te laut Poli­zei, mit lang­sa­mer Fahrt den unbe­schrank­ten und ohne Licht­si­gna­le ver­se­he­nen Bahn­über­gang der Röhr­tal­bahn zu que­ren. Gleich­zei­tig befuhr ein mit einer his­to­ri­schen V 200 bespann­ter Son­der­zug mit etwa 80 Insas­sen die Glei­se von Arns­berg in Rich­tung Sun­dern. Trotz­dem der Zug eben­falls äußerst lang­sam fuhr, kam es auf dem Gleis­kör­per zu einem Zusam­men­stoß bei­der Fahr­zeu­ge. Der Pkw wur­de etwa Meter durch das Gleis­bett gescho­ben. Hier­durch wur­den der 39-Jäh­ri­ge und sei­ne 38-jäh­ri­ge Ehe­frau in dem Pkw leicht ver­letzt. Sämt­li­che Pas­sa­gie­re des Zuges blie­ben unver­letzt. Sie konn­ten nach Betreu­ung mit Bus­sen den Weg fort­set­zen. Der Zug ist roll­fä­hig. Der Pkw muss­te abge­schleppt wer­den. Die Höhe des Sach­scha­dens beträgt nach ers­ten Schät­zun­gen meh­re­re tau­send Euro.

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14 Antworten

  1. Ich krieg mich vor Lachen nicht wie­der ein.
    Der Arti­kel ist so naiv geschrie­ben. Am bes­ten hat mir die­se Stel­le gefal­len.
    „Sie konn­ten nach der Betreu­ung mit Bus­sen.…“
    Dan­ke lie­be RED. für die Erhei­te­rung.

  2. Das ist nicht ganz richtig,der 39-jäh­ri­ge Ehe­mann befand sich im Zug und sollt in Hach­en von sei­ner Frau mit dem Auto abge­holt wer­den.

  3. Es wird Zeit, dass die Röhr­tal­bahn reak­ti­viert wird, wie seit einer Woche die Vol­me­tal­bahn zwi­schen Mein­erz­ha­gen und Lüden­scheid-Brüg­ge. Dann sind alle Bahn­über­gän­ge ver­nünf­tig gesi­chert und das Risi­ko für unvor­sich­ti­ge Auto­fah­rer sinkt deut­lich!

  4. Es wird höchs­te Zeit, die ver­kehrs­ge­fähr­den­de Tras­se end­lich zurück­zu­bau­en. Nur wer an den Weih­nachts­mann glaubt, glaubt auch, dass bei einer reak­ti­vier­ten Röhr­tal­bahn sämt­li­che Über­gän­ge von Sun­dern bis Hüs­ten modern abge­si­chert wür­den, also zumin­dest mit Warn­licht oder sogar mit Halb­schran­ke. Das wird nicht der Fall sein.

    Man schaue ein­mal hier in die­sem Video ab min. 15:45. Die Neben­stre­cke Lathen-Werl­te wur­de eben­falls mit Mil­lio­nen­auf­wand reak­ti­viert (obwohl sie nie­mand braucht). Im Video ist zu sehen, dass über­all die Über­gän­ge mit ein­fa­chem Andre­as­kreuz gesi­chert sind. Gefähr­dung des moder­nen Stra­ßen­ver­kehrs in höchs­tem Maße! Sicher­heits­stan­dard von 1890.

    https://www.zdf.de/politik/laenderspiegel/laenderspiegel-vom-11-november-2017–100.html

    Auch die reak­ti­vier­te Stre­cke Wal­deck-Fran­ken­berg weist sol­che prak­tisch unge­si­cher­te Stra­ßen­über­gän­ge in gro­ßer Zahl auf.

    Wir brau­chen auf unse­rer wich­tigs­ten Ver­kehrs­ver­bin­dung zwi­schen Sun­dern und Neheim kei­ne Bahn­stre­cke mit Sicher­heits­stan­dards aus dem vor­letz­ten Jahr­hun­dert. Abge­se­hen von der stän­di­gen Blo­cka­de des Stra­ßen­ver­kehrs durch die zahl­rei­chen Bahn­über­gän­ge.

  5. Auch die reak­ti­vier­te Vol­me­tal­bahn hat zahl­rei­che unge­si­cher­te Bahn­über­gän­ge!

    Zitat von Arne Joha­nes­sen von vor drei Tagen:
    „Im Augen­blick hupt sich der Zug irgend­wo ent­lang der Vol­me von Bü zu
    Bü. Scha­de, dass es „schon“ dun­kel ist, sonst wür­de ich wenigs­tens
    drau­ßen was sehen kön­nen. :)“

    Hupen oder Pfei­fen bedeu­tet: Unge­si­cher­ter Bahn­über­gang.

  6. Zunächst ein­mal ist es Glück im Unglück, dass nie­man­dem etwas schlim­me­res pas­siert ist; ich gön­ne allen Unfall­be­tei­lig­ten gute Gene­sung. Dass es aus­ge­rech­net bei einer solch sel­te­nen Son­der­fahrt zur einem Zusam­men­stoß kommt, ist ja schon aus­ge­mach­tes Pech. Immer­hin war der Zug offen­sicht­lich schon mit Schne­cken­tem­po unter­wegs und blieb daher ste­hen, noch bevor die Lok die Stra­ße über­haupt über­quert hat­te.

    An „Ver­nunft­mensch“: Wir soll­ten den Unfall nicht instru­men­ta­li­sie­ren um abzu­lei­ten, dass die Reak­ti­vie­rung der Röhr­tal­bahn eine unkon­trol­lier­ba­re Gefahr für Leib und Leben sämt­li­cher Bewoh­ner des Röhr­tals dar­stellt.
    Zu ihrem Bei­trag ist fol­gen­des zu sagen:

    1. Sie argu­men­tie­ren auf Grund­la­ge einer The­se, die nicht belegt ist. Was im Fal­le einer Reak­ti­vie­rung mit den Bahn­über­gän­gen im Röhr­tal pas­siert, wis­sen weder Sie noch ich.

    2a. Andre­as­kreuz-Bahn­über­gän­ge stel­len in der Regel kei­ne Gefähr­dung des Stra­ßen­ver­kehrs dar. Als sel­te­ne Aus­nah­me wäre der Fall denk­bar, dass sich der Lok­füh­rer spon­tan ent­schei­det, abzu­bie­gen und auf der Stra­ße wei­ter­zu­fah­ren. Die Gefähr­dung geht [ – ich spre­che expli­zit nicht über den kon­kre­ten Vor­fall, solan­ge die Unter­su­chun­gen lau­fen – ] häu­fig von unacht­sa­men Kraft­fah­rern aus. Ihrer Logik zufol­ge („poten­zi­ell Gefähr­li­ches muss ver­bo­ten wer­den“) müss­ten also zunächst ganz all­ge­mein unacht­sa­me Kraft­fah­rer ver­bo­ten wer­den. Immer­hin könn­ten die ja an einer Rechts-vor-links-Kreu­zung zusam­men­sto­ßen.

    2b. Ich mache es noch ein­mal deut­lich: Schie­nen­fahr­zeu­ge haben auf dem Bahn­über­gang Vor­rang. Da sie auf Schie­nen fah­ren und es eine Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung gibt, die die­sen Vor­rang defi­niert, stel­len die Schie­nen­fahr­zeu­ge idR. kei­ne Gefähr­dung des Stra­ßen­ver­kehrs dar. Das ist alles gere­gelt. Man muss sich davor nicht fürch­ten.

    3. Sämt­li­che poten­zi­el­len Gefah­ren ganz ung gar aus­schlie­ßen zu wol­len, zeugt zwar von beam­tisch-star­rem Den­ken im Stil einer deut­schen Behör­de, ist aber mit Blick auf ein all­tags­taug­li­ches Welt­bild absurd. Denn nach die­sem Ihrem Prin­zip müss­ten Fuß­gän­ger statt Zebra­strei­fen aller­or­ten auf Brü­cken und Tun­nels bestehen, um den gefähr­li­chen Autos nicht über den Weg lau­fen zu müs­sen. Alko­hol (viel gefähr­li­cher als Andre­as­kreuz-Bahn­über­gän­ge!) müss­te ver­bo­ten wer­den. Ket­ten­sä­gen, Küchen­mes­ser, Feu­er­zeu­ge, Akku­schrau­ber, Elek­tri­scher Strom, alles viel zu gefähr­lich. Weg damit!

    4. Woher haben sie die Jah­res­zahl 1890 und was soll sie bedeu­ten?

    5. Per­so­nen­zü­ge im Röhr­tal belas­ten die Stra­ßen nicht mehr. Das ist ein Trug­schluss. Die Grün­de lie­gen auf der Hand und müs­sen nicht erklärt wer­den.

    6. Zur Fra­ge des Rück­baus der Tras­se: Die Eigen­tü­me­rin beab­sich­tigt gar nicht, die Tras­se abzu­bau­en. Zwar kön­nen wir alle immer viel for­dern, aber in ihrem Fall fra­ge ich mich, an wes­sen Adres­se ihren For­de­rung gerich­tet sein soll. Sind sie etwa ein Freund von Ent­eig­nun­gen?

  7. Ob Reak­ti­vie­rung der Röhr­tal­bahn oder Rück­bau der Tras­se, der Bahn­über­gang ist so gesi­chert wie es vor­ge­schrie­ben ist!

    Lei­der scheint es aber zum „moder­nen Stras­sen­ver­kehr“ zu gehö­ren, dass Ver­kehrs­zei­chen, auch ein Andre­as­kreuz ist ein amt­li­ches Ver­kehrs­zei­chen, miß­ach­tet wer­den. Daher muss man sich nicht wun­dern, dass die Unfall­zah­len nicht nach­hal­tig gesenkt wer­den kön­nen.

    Im Übri­gen ist es naiv zu den­ken, vom Bus­ver­kehr und gestei­ger­tem Indi­vi­du­al­ver­kehr gin­gen kei­ne Gefah­ren aus. Eine reak­ti­vier­te Röhr­tal­bahn trägt in jedem Fall dazu bei, den Bus­ver­kehr und auch den Indi­vi­du­al­ver­kehr zu ver­rin­gern und somit den Stras­sen­ver­kehr im Röhr­tal ins­ge­samt ein wenig siche­rer zu machen.

    Zwi­schen Sun­dern und Neheim quert die Röhr­tal­bahn ins­ge­samt ca. zehn­mal Stras­sen, jedoch nur vier­mal die Haupt­ver­kehrs­stre­cken. Die rest­li­chen Bahn­über­gän­ge lie­gen auf inner­ört­li­chen Neben­stras­sen. Auf der glei­chen Stre­cke gibt es aber mehr als dop­pelt so vie­le Bus­hal­tetsel­len. Jede Bus­hal­te­stel­le blo­ckiert, sofern sich der Auto­fah­rer an die Ver­kehrs­re­geln hält, den Stras­sen­ver­kehr. Zur Erin­ne­rung: Steht ein Bus in der Hal­te­stel­le darf nur vor­sich­tig (lang­sam und jeder­zeit brems­be­reit) vor­bei gefah­ren wer­den, falls nötig muss das Auto anhal­ten. Schal­tet ein Bus vor der Hal­te­stel­le das Warn­blink­licht ein, gilt Über­hol­ver­bot. Steht der Bus dann mit ein­ge­schal­te­tem Warn­blin­ker in der Hal­te­stel­le, darf nur mit Schritt­ge­schwin­dig­keit (ca. 7 km/h) vor­bei­ge­fah­ren wer­den. Das gilt auch für den Gegen­ver­kehr. Und letzt­end­lich sind Auto­fah­rer ver­pflich­tet, den aus der Hal­te­stel­le anfah­ren­den Bus in den flie­ßen­den Ver­kehr ein­fä­deln zu las­sen. Wer stellt denn nun die grö­ße­re Blo­cka­de dar, Bus oder Bahn?

    Und noch was: Bis heu­te hat noch nie­mand belast­ba­re Zah­len vor­ge­legt, die bele­gen, dass die Mehr­heit kei­ne Röhr­tal­bahn will. Und wer glaubt, bei einer Reak­ti­vie­rung der Röhr­tal­bahn wür­den Mil­lio­nen sinn­los ver­senkt, der hat ein sehr deut­li­ches Infor­ma­ti­ons­de­fi­zit.

  8. @ Die­ter: Glück­li­cher­wei­se ist Nie­man­dem ernst­haft etwas pas­siert. Des­halb darf man genau die­ses Bei­spiel auch ein­mal her­an­zie­hen, um auf die Gefah­ren auf­merk­sam zu machen. Dass Ihnen das nicht gefällt, ver­ste­he ich.
    Zunächst habe ich Rein­hard Loos anhand von drei Bei­spie­len von reak­ti­vier­ten Bah­nen wider­legt. Die Bahn­über­gän­ge wer­den kei­nes­falls anders abge­si­chert als bereits jetzt schon. War­um soll­te man da bei der Röhr­tal­bahn eine Aus­nah­me machen?
    Wenn Sie mei­nen, eine ein­fa­che Absi­che­rung mit Andre­as­kreuz stell­te kei­ne beson­de­re Gefahr dar, dann las­se ich Ihnen Ihren Glau­ben. Die Rea­li­tät sieht aber anders aus.
    Andre­as­kreu­ze waren aus­rei­chend zu Zei­ten, als ledig­lich Pfer­de­fuhr­wer­ke unter­wegs waren, des­halb mei­ne Zeit­an­ga­be 1890.
    Heut­zu­ta­ge ist der Auto­fah­rer gewohnt, dass Bahn­über­gän­ge mit Blink­licht oder Halb­schran­ke gesi­chert sind. Ein­fa­che Andre­as­kreu­ze wer­den in ihrer Bedeu­tung nicht genü­gend wahr­ge­nom­men. Wie­vie­le Bei­spie­le brau­chen Sie dafür? Rei­chen eini­ge hun­dert?

    @ Herrn Pell­mann: Es ist nun lei­der so, dass im moder­nen Ver­kehr Andre­as­kreu­ze nicht genü­gend wahr­ge­nom­men wer­den. Es ist so, wie es ist. Die wich­tigs­ten Bahn­über­gän­ge sind ja mit Licht­zei­chen gesi­chert. Aber das neu­es­te Bei­spiel zeigt doch genau, dass auch die Über­gän­ge auf Neben­stra­ßen wich­tig sind. Genau da ist doch die­ser Unfall pas­siert, der sehr leicht zu Todes­fäl­len hät­te füh­ren kön­nen. Wer dabei im Recht war, ist doch gar kei­ne Fra­ge. Aber spielt das eine Rol­le?
    Zu Ihren Ver­glei­chen mit Bus­hal­te­stel­len. Es zeigt sich an der Wal­de­cker Bahn, dass jeder Über­gang den Auto­ver­kehr ca. 4 Minu­ten lang ein­bremst und zum Still­stand zwingt. Ihren Ver­gleich betrach­te ich als abwe­gig und rea­li­täts­fern.

    Was ich sehr gut fin­de, ist Ihre Anre­gung, eine Befra­gung der Bevöl­ke­rung durch­zu­füh­ren. Aber dann bit­te die Betrof­fe­nen fra­gen, nicht jene Arns­ber­ger, die ger­ne im Röhr­tal ihre grü­nen Ansich­ten durch­bo­xen möch­ten.
    Und Ihr Gedan­ke zum Ver­sen­ken von Mil­lio­nen…: Sie haben offen­sicht­lich den Link nicht ange­schaut, den ich ein­ge­stellt habe. Auch die Vol­me­tal­bahn hat ihre geplan­ten Kos­ten ganz erheb­lich über­stie­gen. Aber die­se Bahn hat ja wenigs­tens noch eine über­re­gio­na­le Bedeu­tung, die die Röhr­tal­bahn nicht hät­te.

    Und ich ver­gaß, dass es sich bei den zu ver­sen­ken­den Mil­lio­nen ja nur um Steu­er­mit­tel han­delt. Sun­dern wür­de nicht groß zur Finan­zie­rung bei­tra­gen müs­sen. Also dann kann man ja ruhig mal ver­sen­ken.….

  9. @ Ver­nunft­mensch:
    1. Nicht alles, was man darf ist des­we­gen schon guter Stil 😉
    2. Nun schrei­ben Sie, dass mir Ihr Bei­trag nicht gefällt. Das habe i c h aber gar nicht geschrie­ben.

    Ich habe ledig­lich auf­ge­zeigt, dass Ihre Argu­men­ta­ti­on
    a) auf nicht beleg­ten The­sen beruht,
    b) eine feh­ler­haf­te Sach­ana­ly­se („Züge am Andre­as­kreuz-Bahn­über­gang sind eine Gefähr­dung der Auto­fah­rer“ als impli­zi­te Prä­mis­se annimmt)
    c) einen beleg­bar absur­den Anspruch an den Aus­schluss von Risi­ken zur Prä­mis­se hat
    d) und damit ungül­tig ist.

    Um wei­te­re Leser an die­ser Stel­le nicht zu lang­wei­len, ver­wei­se ich für Details auf mei­nen Bei­trag wei­ter oben.

    3. Wenn sie allen Erns­tes hun­der­te von Bahn­über­gangs­un­fäl­len zitie­ren möch­ten, steht ihnen das selbst­ver­ständ­lich frei. Die Zahl der Unfäl­le, die ursäch­lich auf das Schie­nen­fahr­zeug zurück­zu­füh­ren ist, dürf­te ver­schwin­dend gering sein. Dar­aus lei­te ich ab: In der Regel geht die Gefähr­dung vom Stra­ßen­ver­kehr aus. Das sehen Sie oben ja auch ganz ähn­lich („Andre­as­kreu­ze wer­den nicht genü­gend wahr­ge­nom­men“; mit dem Pas­siv dürf­te wohl kaum der Lok­füh­rer gemeint sein).

    4. Mit­hin lau­tet Ihre oben auf­ge­führ­te Argu­men­ta­ti­on wie folgt:

    a) Ich ver­mu­te, dass in Zukunft unbe­schrank­te Bahn­über­gän­ge gebaut wer­den könn­ten, wenn der Fall Reak­ti­vie­rung ein­tritt. .
    b) Stra­ßen­fahr­zeu­ge kön­nen sich an unbe­schrank­ten Bahn­über­gän­gen selbst gefähr­den.
    c) Gefähr­dun­gen müs­sen aus­ge­schlos­sen wer­den
    .: Schluss: Wir bau­en lie­ber kei­ne Bahn, denn der Stra­ßen­ver­kehr ist zu gefähr­lich (ver­mut­lich).

    Wei­te­re unbe­leg­te The­sen (Ver­gleich Bus-Bahn­über­gang, Behaup­tung „kei­ne Über­re­gio­na­le Bedeu­tung“ – in einem Nah­erho­lungs-und Tou­ris­mus­ge­biet direkt neben einem Bal­lungs­raum…) las­se ich unkom­men­tiert.

  10. An „Ver­nunft­mensch“:
    Bit­te zei­gen Sie sich mit Ihrem Namen und ver­ste­cken Sie sich nicht.
    Sie soll­ten offen zu Ihrer Mei­nung ste­hen und haben es wahr­schein­lich nicht nötig, sich zu ver­ber­gen.
    In der Sache ist vie­les falsch, was sie behaup­ten, das wur­de bereits seit ca. 15 Jah­ren zur Röhr­tal­bahn dis­ku­tiert
    und klar­ge­stellt.
    Es geht vor allem um Zukunfts­chan­cen und Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen des Lan­des und des Bun­des für die Stadt Sun­dern— das ist kein klei­nes Dorf, son­dern ein Mit­tel­zen­trum mit ca. 30.000 Ein­woh­nern.
    Es ent­steht der Ein­druck, dass Sie uns abhän­gen wol­len. Das wäre sehr unver­nünf­tig.
    Was die Sicher­heit angeht: Lei­der pas­sie­ren auch Bahn­un­fäl­le, meis­tens ist dabei die Bahn aber
    nicht schuld, wenn es zu Kol­li­sio­nen mit dem Stra­ßen­ver­kehr kommt.
    Aller­dings ist die Eisen­bahn mit gro­ßem Abstand viel siche­rer als der Stra­ßen­ver­kehr.
    Das zei­gen wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen. Sie kann aber noch bes­ser wer­den.
    Schau­en Sie sich die Eisen­bahn z.B.in der Schweiz und Öster­reich an.
    Wenn Sie sich für mehr Sicher­heit aus­spre­chen, soll­ten Sie bei der Stra­ße anfan­gen.
    Fast wöchent­lich pas­sie­ren im Bun­des­ge­biet schwe­re und schlim­me Unfäl­le im Stra­ßen­ver­kehr,
    z.B. Auf­fahr­un­fäl­le mit Lkw auf Auto­bah­nen.
    Wir soll­ten dar­an arbei­ten, die Mobi­li­tät siche­rer zu machen.

  11. Wer­ter Die­ter,

    ich möch­te das hier nicht in ein Dis­kus­si­ons­fo­rum aus­ar­ten las­sen. Natür­lich ist fast immer der Stra­ßen­ver­kehr „schul­dig“ bei Unfäl­len an unge­re­gel­ten Bahn­über­gän­gen. Ich schrieb das auch an Herrn Pell­mann. Die Vor­fahrs­si­tua­ti­on ist völ­lig unstrit­tig.
    Der Anspruch auf Mini­mie­rung der Risi­ken ist aber nie­mals absurd. Wenn man weiß, dass Andre­as­kreu­ze den heu­ti­gen Ver­kehrs­ver­hält­nis­sen nicht mehr gerecht wer­den, so muß man ver­su­chen, den Scha­den durch bes­se­re Ein­rich­tun­gen zu ver­hin­dern. Die­se Ein­rich­tun­gen sind ver­füg­bar, sie kos­ten nur lei­der sehr viel Geld.
    Ich hof­fe doch, Sie stim­men mit mir über­ein, dass es zu aller­erst gel­ten muß, Todes­op­fer an Bahn­über­gän­gen zu ver­mei­den. Es bringt nie­man­dem etwas, wenn auf einem Grab­stein steht „er ist selbst schuld an sei­nem Unfall“.

    Zur über­re­gio­na­len Bedeu­tung ver­glei­chen Sie bit­te mal die Bedeu­tung der Wal­de­cker und der Vol­me­tal­bahn mit der Röhr­tal­bahn. Die bei­den erst­ge­nann­ten Stre­cken besei­ti­gen einen Fla­schen­hals in den Fern­ver­bin­dun­gen. Die Röhr­tal­bahn ist jedoch prak­tisch eine Sack­ver­bin­dung ohne wei­te­re über­re­gio­na­le Bedeu­tung.

  12. Lie­ber Ver­nunft­mensch,

    sie müs­sen das ja gar nicht in ein Dis­kus­si­ons­fo­rum aus­ar­ten las­sen 😉

    Selbst­ver­ständ­lich bin ich gegen Ver­kehrs­un­fäl­le und für die Mini­mie­rung von Risi­ken. Wer gegen­tei­li­ges aus mei­nen vor­he­ri­gen Bei­trä­gen ent­nom­men hat, hat nicht genau gele­sen.

    Ich bin aber auch für logisch fol­ge­rich­ti­ge Argu­men­ta­tio­nen ohne Fehl­schlüs­se – Ihnen war min­des­tens einer unter­lau­fen, wie ich oben gezeigt habe. Ande­re Schwä­chen Ihrer Argu­men­ta­ti­on kann der geneig­te Leser die­ses Forums in den vor­her­ge­hen­den Bei­trä­gen nach­le­sen – ich wie­der­ho­le mich nicht ger­ne.

    Erstaun­li­cher­wei­se sind Sie sogar noch wei­ter gegan­gen. Sie haben kon­kret aus Ihrem Wunsch „Reak­ti­vie­rung im Per­so­nen­ver­kehr ver­hin­dern“, mit der Begrün­dung, dass sie schon jetzt genau im Vor­aus ahnen, dass nach ihrem sub­jek­ti­ven Emp­fin­den zu gefähr­li­che Bahn­über­gän­ge gebaut wür­den (was dann an den Autos liegt), nicht nur die ÖPNV-Reak­ti­vie­rung infra­ge gestellt.

    Sie haben gleich das Kind mit dem Bade aus­ge­kippt und „Stil­le­gen und Abreis­sen“ abge­lei­tet – und das bei einer nicht still­ge­leg­ten Stre­cke die ihnen gar nicht gehört und die bei den vier (4!) Kreu­zun­gen zwi­schen Sun­dern und Hüs­ten über die B 229 und an vie­len ande­ren Neben­stra­ßen inner­orts sehr wohl Blink­lich­ter auf­weist. Aber dazu fehlt ein wei­te­rer zwin­gen­der logi­scher Schritt, den sie gar nicht gelie­fert haben, um Ihrem Argu­ment Beweis­kraft zu ver­lei­hen – unein­ge­denk der vor­he­ri­gen Feh­ler. Denn es wären noch zahl­rei­che ande­re Vari­an­ten des Umgangs mit der Bahn­stre­cke denk­bar.

    Daher behaup­te ich – wie oben – dass sie den Unfall instru­men­ta­li­sie­ren, um eine Schein­ar­gu­me­na­ti­on zu Wege zu brin­gen, die aller­dings recht ein­fach zu ent­lar­ven ist.

    Wie gesagt – der­ar­ti­ge ver­dreh­te Rabu­lis­tik ist nicht ver­bo­ten. Man kann aber auch ein­fach so sei­ne Grün­de sagen, wes­halb man die Schie­nen lie­ber raus­ge­ris­sen sehen wür­de, das ist dann nicht so faden­schei­nig.

  13. Ich habe dar­ge­legt, dass an ande­ren reak­ti­vier­ten Stre­cken jede Men­ge unge­si­cher­te Über­gän­ge vor­han­den sind. Ansons­ten habe ich alles gesagt, was zu sagen nötig war.
    Mir kommt es so vor, als hät­te ich hier mit Sek­tie­rern zu tun.

  14. Lie­ber Ver­nunft­mensch,
    dann lesen Sie Ihren eige­nen Ein­gangs­bei­trag noch­mal neu. Sie haben die Bei­spie­le her­an­ge­zo­gen, um damit in die Glas­ku­gel zu schau­en und zu sug­ge­rie­ren, was in Zukunft im Röhr­tal pas­sie­ren könn­te und ent­spre­chend ein Gefähr­dungs­sze­na­rio abge­lei­tet. In einem Bei­trag wei­ter unten haben Sie das sogar noch ver­deut­licht. Wenn ihnen die Argu­men­ta­ti­on inzwi­schen fremd scheint, wür­de es den­noch von gutem Stil zeu­gen, zumin­dest einuz­ge­ste­hen, dass sie ein­gangs selbst so – feh­ler­haft – argu­men­tiert haben.

    Ihre höchst­sub­jek­tiv emp­fun­de­nen Not­wen­dig­kei­ten möch­te Ihnen nie­mand strit­tig machen. Anmer­kun­gen zum logi­schen Gehalt und zur Fol­ge­rich­tig­keit Ihrer Argu­men­ta­tio­nen müs­sen Sie im Sin­ne eines Dis­kur­ses erwar­ten. Sie haben den Bei­trag ja hof­fent­lich nicht geschrie­ben, damit die Öffent­lich­keit ihn kri­tik­los hin­nimt und sich fort­an alle aus­schließ­lich Ihre per­sön­li­che Mei­nung zuei­gen machen.

    Wenn Sie nun Mah­nun­gen an das Forum erge­hen las­sen („nicht zum Dis­kus­si­ons­fo­rum aus­ar­ten las­sen“), offen­bar um weni­ger Gegen­wind zu erfah­ren, sei Ihnen gesagt, dass es nicht ihnen obliegt, die Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer zu mode­rie­ren. Ein jeder, der hier etwas schreibt, auch Sie, muss mit Gegen­re­de rech­nen. Das gehört zu demo­kra­ti­scher Kul­tur.

    Zum Vor­wurf „Sek­tie­rer“ sind zwei Din­ge zu sagen:
    1. Es han­delt sich um einen Bei­trag „ad homi­nem“. Sol­che Schein­ar­gu­men­te haben kei­ne Beweis­kraft. Denn ob ich ein Sek­tie­rer bin oder nicht, eine Clowns­na­se auf­ha­be oder aus Par­ken­tin kom­me lässt die Gül­tig­keit mei­ner Ana­ly­sen und Argu­men­te unbe­rührt. Das Kri­te­ri­um für sau­be­re Argu­men­ta­ti­on ist ihr logi­scher Auf­bau.
    2. Sie lie­gen falsch. Ich bin kein Sek­tie­rer. Ich ver­wah­re mich gegen sol­che per­sön­li­chen Angrif­fe. Bit­te blei­ben Sie sach­lich.

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