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„Rent a Huhn“ soll Voßwinkel mit Eiern versorgen

Jedem Voß­win­ke­ler sein eige­nes Huhn? (Foto: privat)

Voß­win­kel. Mit einem neu­ar­ti­gen Kon­zept der Tier­hal­tung und der Nah­ver­sor­gung möch­te der Bio­hof Stru­we aus Werl ab Som­mer ver­schie­de­ne Dör­fer mit Bio-Eiern ver­sor­gen. Das Beson­de­re dabei: Die Hüh­ner gehö­ren den Dorf­be­woh­nern. Aus­ge­rech­net das „Dorf der schlau­en Füch­se“ Voß­win­kel könn­te jetzt den Anfang machen. Auch für Werl ist das Pro­jekt in Planung.

Eier für Besitzer im Schließfach

Mar­cus Brink­mann (34) vom Bio­hof Stru­we möch­te die Dör­fer mit Bio-Eiern versorgen.(Foto: privat)

„Als ich das ers­te Mal von der Idee gehört habe, war ich sofort hin und weg“, berich­tet der Bio-Land­wirt Mar­cus Brink­mann (34) vom Bio­hof Stru­we aus Werl. „Rent a Huhn“ ver­bin­de vie­les von dem, was sich vie­le Men­schen heut­zu­ta­ge wün­schen, so Brink­mann. Kern der Idee ist, dass sich jede Voß­win­kele­rin und jeder Voß­wink­ler mit einer belie­bi­gen Zahl von Hüh­nern an dem Pro­jekt betei­li­gen kann. Etwa die Hälf­te der wöchent­li­chen Eier­pro­duk­ti­on erhält dann der Bio­hof Stru­we zur Ver­mark­tung über den eige­nen Laden. So wer­den die Kos­ten für Fut­ter, Per­so­nal, Steu­ern sowie die mobi­le Stall­an­la­ge abge­gol­ten. Die ande­re Hälf­te kön­nen sich die neu­en dörf­li­chen Hüh­ner­be­sit­zer an einem fes­ten Tag pro Woche aus einem beschat­te­ten Schließ­fach abho­len. Tun sie das nicht inner­halb von zwei Tagen, wer­den die Eier wie­der ent­nom­men und z. B. gegen einen Ein­kaufs­gut­schein für den Bio­la­den aus­ge­tauscht. Nach rund zwei Jah­ren, wenn die Lege­leis­tung der Tie­re abnimmt, wer­den die Hüh­ner tier­schutz­ge­recht zu Fri­kas­see oder Bouil­lon ver­ar­bei­tet. Auch hier­für erhal­ten die Part­ner dann einen Ausgleich.

Regionale und artgerechte Erzeugung

Anke Peters aus Voß­win­kel kann dem Kon­zept viel abge­win­nen. „Das Kon­zept „Rent a Huhn“ steht für vie­les, was ich gut und wich­tig fin­de: Eine dezen­tra­le, regio­na­le Erzeu­gung von Lebens­mit­teln, eine art­ge­rech­te Tier­hal­tung, Bio-Qua­li­tät, kur­ze Trans­port­we­ge und vor allen Din­gen fai­re und nach­voll­zieh­ba­re Prei­se“, so die zwei­fa­che Mut­ter. „Wir glau­ben, dass die­se Art von Koope­ra­tio­nen in den nächs­ten Jah­ren gera­de in Dör­fern stark zuneh­men wird. Voß­win­kel könn­te hier ein ech­ter Pio­nier sein“, glaubt Brinkmann.

Noch einige Hürden

Ob das „Rent a Huhn“ tat­säch­lich umge­setzt wer­den kann, ist der­zeit aber noch offen. Es hän­ge von drei Fak­to­ren ab, so Brink­mann: Zum einen müss­ten die Behör­den grü­nes Licht geben. Dabei geht es neben bau­recht­li­chen Fra­gen vor allen Din­gen um die bereits geäu­ßer­ten Befürch­tun­gen der Anwoh­ner vor einer Ver­schlech­te­rung ihrer Wohn- und Lebens­qua­li­tät. Zum ande­ren müs­sen genug Voß­win­kele­rin­nen und Voß­wink­ler Spaß an der Idee haben und mit­ma­chen. Und: Man müs­se sich erst noch mit dem Grund­stücks­ei­gen­tü­mer über eine Wie­se am sog. „Kauke­platz“ (Bel­lingser Weg / Am Sta­kel­berg) einig werden.

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