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RCS-Vol­ley­bal­le­rin­nen gewin­nen packen­des Duell gegen Sen­den

Am Ende stand die Blaue Wand zum hart erkämpf­ten 3:1 Sieg. (Foto: And­re Geiß­ler)

Sundern/Langscheid. Das mit den Gäs­ten aus Sen­den alles ande­re als gut Kir­schen essen sein wird und man für einen Sieg alles, aber auch wirk­lich alles in die Waag­scha­le wird wer­fen müs­sen, war den Ver­ant­wort­li­chen vom Sor­pe­see frei­lich schon vor der Par­tie gegen die Müns­ter­län­de­rin­nen klar. Das es nach zwei star­ken Auf­takt­sät­zen des RC Sor­pe­see noch so span­nend und bis zum Ende umkämpft blei­ben soll­te, hat­te zwei wesent­li­che Grün­de: zum einen den Durch­hän­ger der Gast­ge­be­rin­nen im drit­ten Durch­gang und zum ande­ren einen stär­ker und stär­ker wer­den­den Geg­ner um einen famos tak­tie­ren­den Coach Suha Yaglio­g­lu. Am Ende aber fie­len sich auf der Tri­bü­ne des Schul­zen­trums doch die Fans der blau­en Wand in die Arme: zu Recht, hat­ten sie doch das Team vom See recht­zei­tig wie­der auf den rech­ten Weg gebrüllt.

Blitz­start

Wenn sie mit Tem­po wir­beln konn­ten, waren sie kaum zu hal­ten: Vanes­sa Vorn­weg und Kirs­ten Plat­te auf Pass von MVP Lara Drölle.(Foto: And­re Geiß­ler)

Satz eins sah zunächst einen abwar­ten­den Spiel­be­ginn bei­der Teams. Einem kur­zen Abtas­ten bei­der Sei­ten folg­te ein ers­ter Zwi­schen­spurt der Gast­ge­be­rin­nen, den der ASV in die­ser Pha­se nicht kon­tern konn­te. Kim Sprey­er, Kirs­ten Plat­te und Lara Dröl­le tra­fen schon zu Beginn ihre Auf­schlä­ge und das RCS Spiel nahm gehö­rig Fahrt auf. Beim 3:12 hat­te ASV Coach Suha Yaglio­g­lu bereits zwei­mal auf sein Team ein­wir­ken müs­sen, wie immer an die­sem Abend mit Erfolg. Das Spiel der Sen­de­ne­rin­nen sta­bi­li­sier­te sich und dem RCS gelan­gen unter zahl­rei­chen Wech­seln bis zum Satz­en­de zwar vie­le sehens­wer­te Punk­te, ent­schei­dend aber war der Blitz­start. Die Fans kamen auf ihre Kos­ten und fei­er­ten beim 25:14 einen Erfolg im Auf­takt­satz, der kaum Wün­sche auf RCS Sei­te übrig ließ.

Alle Trümp­fe in der Hand

Ali­na Hustadt im Zusam­men­spiel mit Fran­zis­ka Fin­ke. (Foto: And­re Geiß­ler)

Schnell die Sei­te gewech­selt und es ging wei­ter im Takt. Beim 10:4 hat­te der RCS den Sen­de­ne­rin­nen auch in Satz 2 eine ordent­li­che Star­t­hy­po­thek auf­ge­la­den und zog zunächst ein­sam sei­ne Krei­se. Das varia­ble Spiel der Gast­ge­be­rin­nen um ihre Spiel­füh­re­rin Kirs­ten Plat­te dräng­te die Gäs­te aus dem Müns­ter­land das eine und das ande­re Mal zurück und kam erst Mit­te des zwei­ten Sat­zes kurz zum Sto­cken. Beim 12:9 aus RCS Sicht griff das Trai­ner­team um Juli­an Schal­low und Linus Tepe zu einer ers­ten Aus­zeit und einen kur­zen Zwi­schen­spurt spä­ter zum 19:13 war der RCS wie­der auf der Sie­ger­stra­ße. Das Spiel hat­te Fahrt auf­ge­nom­men und bot der gut gefüll­ten Tri­bü­ne im Schul­zen­trum alles, was das Fan-Herz begehr­te: 2:0 Satz­füh­rung inklu­si­ve. Beim 25: 20 in Satz 2 hat­te der RCS alle Trümp­fe in der Hand, dem Spiel final sei­nen Stem­pel auf­zu­drü­cken.

Abwehr zuneh­mend hek­tisch

Aber ers­tens kommt es anders und zwei­tens als man denkt! Mit dem Sei­ten­wech­sel zu Satz 3 schien die Kon­zen­tra­ti­on der Sor­pe­see­da­men auf der Stre­cke geblie­ben zu sein.  Die Auf­schlä­ge des RCS fan­den nicht mehr die von Tak­tik­fuchs Linus Tepe aus­er­ko­re­nen Zie­le und der ASV sta­bi­li­sier­te sein Angriffs­spiel gegen die zuneh­mend hek­ti­sche­re RCS-Abwehr. Zudem hat­te ASV-Coach Suha Yaglio­g­lu mit sei­nen Wech­seln und tak­ti­schen Anwei­sun­gen ein gol­de­nes Händ­chen. Über 5:3 und 12:7 zogen die Gäs­te davon, bevor die Auf­hol­jagd des RCS die Heim­mann­schaft auf 10:12 her­an­brach­te. Zwar schwä­chel­te der RCS noch­mals und hat­te beim 15:17 noch einen klei­nen Rück­stand, spä­tes­tens beim 18:17 waren die Zei­chen dann aber wie­der auf Angriff gestellt. Die letz­te ASV-Aus­zeit und eine unglück­li­che Akti­on aus der Abwehr brach­ten aber die erneu­te Wen­de und bis zum 18:22 hat­te der RCS kein Mit­tel gegen die cle­ve­ren Angrif­fe der Gäs­te. Zwar kam das Team dank guter Auf­schlä­ge von Bon­nie Bas­tert noch ein­mal her­an, aber den Satz sicher­te sich beim 22:25 aus RCS Sicht der Gast aus Sen­den.

Ende gut, alles gut

Alle Hän­de voll zu tun gegen einen hohen Sen­de­ner Block: RCS-Haupt­an­grei­fern Kim Sprey­er aus dem Hin­ter­feld. (Foto: And­re Geiß­ler)

Plötz­lich war wie­der spür­bar Feu­er in der Bude und die Fans auf den Rän­gen hat­ten Lust den RC Sor­pe­see zurück ins Spiel zu brin­gen.  Gesagt getan, der Auf­takt in Satz 4 gelang den Gast­ge­be­rin­nen wie der Beginn von Satz 1 und 2. Über 4:0 setz­te sich der RCS auf 10:3 ab und kauf­te den auf­op­fe­rungs­voll kämp­fen­den Gäs­ten in die­ser Pha­se den Schneid ab. Lara Dröl­le und Kim Sprey­er fan­den ihre Abstim­mung und über Außen punk­te­te Kirs­ten Plat­te mit tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung von Leo­nie Hoff­mann und Katha­ri­na Schal­low kon­stant. Sen­den wäre aber nicht Sen­den, hät­te das Team nicht alles in die Waag­scha­le gepackt und dem RCS bis zum Ende die­ses fina­len Sat­zes alles abver­langt. Beim 24:19 hat­ten die Gast­ge­be­rin­nen den Ball schon auf dem Boden gewähnt, da sicher­te eine famo­se Ret­tungs­ak­ti­on der Gäs­te gefolgt von der spek­ta­ku­lärs­ten Ral­lye des Tages den 20. Punkt für Sen­den und zwang Sor­pe­see zu einer letz­ten Aus­zeit. Zwei beherz­te Aktio­nen spä­ter jubel­ten dann doch die Blaue Wand und das RCS-Team über drei wich­ti­ge Punk­te.

Fazit: Noch Luft nach oben

So sicher­ten sich Fans und Team zum Kar­ne­vals­auf­takt einen wich­ti­gen Sieg über einen erstar­ken­den Geg­ner und gönn­ten sich nach Spie­len­de noch eine Mar­tins­bre­zel zur kal­ten Jah­res­zeit. „Na ja, spie­le­risch war das heu­te nur die ers­ten bei­den Sät­ze ok, danach haben wir nicht zu unse­rem Spiel gefunden…Gut, dass wir die­se Fans haben!“ gab mit Kim Sprey­er die selbst­kri­ti­sche Haupt­an­grei­fe­rin des RCS zu Pro­to­koll. Recht hat­te sie und doch hat­te sich der kampf­star­ke Gast den Punkt auch red­lich ver­dient. Die Trai­ner waren sich im abschlie­ßen­den Trai­ner­talk einig: viel Luft nach oben auf bei­den Sei­ten, aber die Ein­stel­lung stimmt!

  • Für den RCS aktiv: Bon­nie Bas­tert, Lara Dröl­le, Fran­zis­ka Fin­ke, Michel­le Hen­kies, Leo­nie Hoff­mann, Ali­na Hustadt, Lau­ra Kem­per, Kirs­ten Plat­te, Katha­ri­na Schal­low, Kim Sprey­er, Vanes­sa Vorn­weg, Vic­to­ria Vorn­weg, Phy­sio Anne Schmitz und Co-Trai­ner Linus Tepe.

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