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RCS ver­tei­digt in Emlich­heim Platz an der Son­ne

Kon­zen­tra­ti­on: Die Vol­ley­bal­le­rin­nen vom Sor­pe­see ver­tei­dig­ten ihre Dritt­li­ga-Füh­rung. (Foto: And­re Geiß­ler)

Sundern/Emlichheim. Spit­zen­spie­le blei­ben für den RCS ein gutes Omen. In einer ras­si­gen Par­tie ent­führ­ten die Vol­ley­bal­le­rin­nen drei Punk­te aus Emlich­heim und kön­nen somit den Platz an der Son­ne ver­tei­di­gen.

Spiel gerät zur Ner­ven­pro­be

Als der RCS Sor­pe­see mit einem kra­chen­den Block gegen den blen­dend auf­ge­leg­ten Schnell­an­griff der SCU Emlich­heim den fina­len Punkt zum 27:25 und damit 3:1 Aus­wärts­sieg in der Vechte­tal­hal­le mar­kier­te, hör­te man die Stei­ne von den Her­zen der RCS-Spie­le­rin­nen förm­lich plump­sen. Das Spiel hat­te für die zahl­rei­chen und laut­star­ken Zuschau­er bei­der Sei­ten zwei Halb­zei­ten parat, von denen zumin­dest ein Teil der RCS-Anhän­ger auf die eine lie­bend ger­ne ver­zich­tet hät­te. Aber immer der Rei­he nach:

Druck­vol­ler Start

So zeig­te das jun­ge Gäs­te­team aus dem Sauer­land im fer­nen Emlich­heim ab Minu­te eins der Par­tie das Gesicht, das den RCS zum Tabel­len­füh­rer der Drit­ten Liga gemacht hat­te. Druck­vol­le Auf­schlä­ge, gute und sta­bi­le Annah­me und ein über­aus varia­bles Spiel, gleich­mä­ßig ver­teilt über alle Angriffs­po­si­tio­nen. Kurz­um, der RCS drück­te dem Spiel gegen den Tabel­len­drit­ten von Anfang an sei­nen Stem­pel auf. Die Dop­pel­wech­sel funk­tio­nier­ten und die Gäs­te mar­schier­ten unter dem Jubel eines gan­zen Bus­ses von Anhän­gern in Satz 1 auf und davon. Beim 25:18 aus RCS-Sicht rieb man sich ver­wun­dert die Augen und muss­te doch kon­sta­tie­ren: „Rich­tig guter Start ins Spiel, sehr hohe Qua­li­tät im Auf­takt­satz!“.

Fight in Satz 2

Kaum weni­ger druck­voll und über­zeu­gend gestal­te­te der Tabel­len­füh­rer von der Sor­pe Durch­gang 2. Die Auf­schlä­ge fan­den ihr Ziel und mit der immer bes­ser wer­den­den Block­leis­tung auf RCS-Sei­te waren es ab Mit­te des Sat­zes die Sauer­län­de­rin­nen, die erneut das Tem­po anzo­gen und beim 24:18 bereits wie die siche­ren Sie­ge­rin­nen des Durch­gangs schie­nen. Schon hier aber zeig­te Emlich­heim sei­ne Kämp­fer­qua­li­tä­ten und figh­te­te sich ein­drucks­voll auf 24:22 zurück, bevor ein Fehl­auf­schlag der Gäs­te dem RC Sor­pe­see dann doch Satz 2 besche­ren soll­te.

SCU kommt zurück

Damit aber noch nicht genug, star­ten die Gäs­te doch auch noch furi­os in den drit­ten Durch­gang. Bis zum 10:3 aus RCS Sicht lief das Spiel der Tabel­len­füh­re­rin­nen wie aus einem Guss und die Blaue Wand fei­er­te Punkt um Punkt. Dann aber kam es wie es gegen eine erfah­re­nen und vor allem kampf­star­ken Geg­ner wie SCU Emlich­heim kom­men muss­te. Die Par­tie geriet zu einem Ritt auf der Rasier­klin­ge und aus Sicht der Gäs­te und ihrer Anhän­ger zu einem Spiel auf des Mes­sers Schnei­de.

Wil­le zum Sieg. (Foto: And­re Geiß­ler)

Von Ball zu Ball kämpf­ten sich die Gast­ge­be­rin­nen aus Emlich­heim hin­ein in eine fast schon ver­lo­re­ne Par­tie. SCU-Trai­ne­rin Clau­dia Vol­kers stell­te klug um und RCS-Trai­ner Juli­an Schal­low hader­te in die­ser Pha­se wohl zu sehr mit eini­gen ver­ge­be­nen Punkt­chan­cen auf RCS Sei­te und der etwas höhe­ren Feh­ler­quo­te auf RCS-Sei­te. So kam es wie es kom­men muss­te. Emlich­heim biss sich hin­ein, kratz­te bis­wei­len unmög­li­che RCS-Angrif­fe vom Boden und hat­te vor allem in Auf­schlag und Angriff das Risi­ko deut­lich erhöht. Mit Erfolg: der Vor­sprung der Gäs­te schmolz und gegen Ende des Sat­zes waren bei­de Teams gleich­auf, mit klei­nen Vor­tei­len für den RCS bei eige­ner Annah­me. Drei Bäl­le spä­ter waren es den­noch die Gast­ge­be­rin­nen, die jubel­ten und beim 25:23 die kon­ster­nier­ten RCS-Spie­le­rin­nen in einen vier­ten Satz zwan­gen.

Wil­le zum Sieg

Eine Her­aus­for­de­rung, die auf RCS-Sei­te aller­dings auch jede Spie­le­rin direkt ver­in­ner­lich­te. So war klar, dass ein Sieg ab jetzt nur noch über den Wil­len und eben­so viel Kampf­kraft wie auf Sei­ten der Gast­ge­be­rin­nen zu errin­gen war. Die RCS-Zuspie­le­rin­nen erhöh­ten ihrer­seits das Risi­ko, brach­ten den Schnell­an­griff der Gäs­te in Sze­ne und trotz der immer stär­ker auf­trump­fen­den Emlich­hei­me­rin­nen gelang es dem RCS-Team einen Schritt vor zu sein in Satz 4. Beim 23:21 war die Chan­ce da davon­zu­zie­hen und ein Pols­ter zu schaf­fen; beim 23:23 stand das Spiel dann end­gül­tig auf des Mes­sers Schnei­de. Drei­mal spiel­te das RCS-Team unter dem Druck des Gleich­stan­des aus der eige­nen Annah­me gekonnt Side­out, bevor der erlö­sen­de Punkt zum 27:25 ein­ge­fah­ren wer­den konn­te.

Auf Rück­fahrt gefei­ert

Unter dem tosen­den Applaus der mit­ge­reis­ten RCS-Anhän­ger und des laut­star­ken und vol­ley­ball­kun­di­gen Publi­kums in Emlich­heim hol­ten sich im Anschluss bei­de Teams den ver­dien­ten Applaus für eine ras­si­ge und vor allem in der zwei­ten Pha­se des Spiels span­nen­de Par­tie ab. Der RCS freut sich zudem über drei wert­vol­le Punk­te in der Fer­ne bei einem Geg­ner, der schon vie­le Teams in der Vechte­tal­hal­le das Fürch­ten gelehrt hat und in Zukunft leh­ren wird. So geriet die Rück­fahrt für den alten und neu­en Tabel­len­füh­rer vom Sor­pe­see dann zu einer nächt­li­chen Fei­er­stun­de. Die Gewiss­heit auch in hek­ti­schen und umkämpf­ten Pha­sen der Sät­ze die Ruhe bewah­ren zu kön­nen war viel­leicht die wich­tigs­te Erkennt­nis für das Trai­ner- und Betreu­er­team des RCS, das direkt nach dem Spiel aller­dings auch wie­der vie­le Punk­te zu ver­bes­sern dis­ku­tie­ren konn­te.

  • Für den RCS aktiv: Bon­nie Bas­tert, Anto­nia Bren­scheidt, Han­na Flei­scher, Michel­le Hen­kies, Lau­ra Kem­per, Marie Met­ger, Kirs­ten Prach­tel, Katha­ri­na Schal­low, Alex­an­dra Shari­pov, Kim Sprey­er, Vanes­sa Vorn­weg, Mile­na Wün­nen­berg, Phy­sio Anne Schmitz und Co-Trai­ner Linus Tepe.

 

 

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