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RC Sorpesee startet mit zwei 3:0 Erfolgen in die Saison

RCS pri­vat: Kom­pakt vor und nach dem Spiel – RCS Tross fei­ert den uner­war­te­ten Erfolg. (Foto: RCS)

Langscheid/ Pader­born. Da rie­ben sich eini­ge der anwe­sen­den Zuschau­er und auch die fach­kun­di­gen Beob­ach­ter auf den Coa­ching-Bän­ken bei­der Teams ver­wun­dert die Augen: sowohl am Frei­tag­abend beim 3:0 Erfolg beim VOR Pader­born als auch beim 3:0 Meis­ter­schafts­auf­takt am Berg Fidel gegen den Vor­jah­res­meis­ter Müns­ter war das neu for­mier­te Team des RCS voll auf der Höhe des Gesche­hens. Mehr noch: die Leis­tung war unter den gege­be­nen Umstän­den defi­ni­tiv ein Fall zum Zie­hen der Hüte, aber der Rei­he nach.

Ungewohnte Zeit

Zu unge­wohn­ter Zeit am Frei­tag­abend hat­ten es die Vol­ley­bal­le­rin­nen des RCS in Pader­born mit einem der auf­stre­ben­den Damen­teams Ost­west­fa­lens zu tun. Waren die ers­ten Bäl­le in der Spiel­vor­be­rei­tung und auch nach dem Anpfiff noch von gro­ßer Ner­vo­si­tät auf bei­den Sei­ten geprägt, so konn­ten die RCS Mädels hier schnel­ler in die Spur fin­den und über­zeug­ten nach dem Auf­takt­rück­stand vor allem in Auf­schlag und Annah­me. So brach­ten den Gäs­te Punkt für Punkt immer mehr Pols­ter zwi­schen sich und die Geg­ne­rin­nen und sicher­ten sich Satz 1 letzt­lich ver­dient mit 25:15. Ein ganz ähn­li­ches Bild bot sich den Zuschau­ern in Satz 2. Schnel­ler Rück­stand des RCS und nach kur­zer Schwä­che dann eine beherz­te Jagd um jeden Ball. Es war schon erstaun­lich mit wie viel Ruhe Block und Feld­ab­wehr auch in kri­ti­schen Situa­tio­nen ihren Job mach­ten und Ball um Ball der wahr­lich ath­le­tisch guten Pader­bor­ne­rin­nen ent­schärf­ten. 25:17 der Lohn für die Mühen und bes­te Vor­aus­set­zun­gen für einen Erfolg in der Fer­ne. Dass die Gast­ge­be­rin­nen aber über eine Men­ge Kampf­geist und Qua­li­tät in ihrem Kader ver­füg­ten, zeig­ten sie ein­drucks­voll im drit­ten Durch­gang. Der Auf­schlag­druck der Sauer­län­de­rin­nen kam etwas ins Sto­cken und sofort war Pader­born zur Stel­le. Punk­te­te durch star­ke Angrif­fe und Blocks selbst, pro­fi­tier­te aber in die­ser Pha­se auch von eini­gen der weni­gen RCS Feh­ler. Beim 20:18 aus RCS Sicht wur­de es eng aber ein klei­ner Lauf zum 25:21 sicher­te Satz und Sieg und zur Freu­de aller Akti­ven eine Par­tie gegen den Zweit­li­ga­meis­ter Sku­ri­os Vol­leys Bor­ken in eige­ner Hal­le! „Da geht noch mehr an die­sem Wochen­en­de!“ war der Tenor in der Schluss­be­spre­chung in Pader­born und genau­so soll­te es kommen.

Aufschläge trafen ins Ziel

Als das Team des RCS nach Voll­sper­rung der Auto­bahn im Tross mit vie­len ver­spreng­ten BVB Fans den Weg über die ver­stopf­te A44 dies­mal in die ande­re Rich­tung gen Müns­ter antrat waren die Vor­aus­set­zun­gen auf dem Papier wohl nicht die bes­ten mit vol­len Hän­den zurück­zu­keh­ren. Der USC als sou­ve­rä­ner Meis­ter der Vor­sai­son und mit vie­len gestan­de­nen Bun­des­li­ga­spie­le­rin­nen gespickt schien schier eine Num­mer zu groß für die zwar top moti­vier­te aber doch recht frisch gewür­fel­te Trup­pe vom See. So muss­ten die Gäs­te im schi­cken schwarz ihrer druck­fri­schen Tri­kots bis zum 10:16 aus ihrer Sicht auch die Über­le­gen­heit der Gast­ge­be­rin­nen neid­los aner­ken­nen. Das Spiel des USC lief und trotz Aus­zei­ten und Aus­wech­se­lun­gen war guter Rat auf RCS Sei­te doch teu­er. „Ein­fach Gas geben, das wird schon!“, die Ansa­ge in der letz­ten Aus­zeit und wie es wur­de. Der RCS dreh­te auf, stei­ger­te sich in allen Ele­men­ten und hat­te beim 21:21 die Lücke wie­der geschlos­sen. Auch zwei Punk­te des USC zum erneu­ten 21:23 Rück­stand brach­ten das Team nicht aus dem Tritt. Ab jetzt punk­te­te nur noch Sor­pe­see in Satz 1 und sicher­te sich beim 25:23 den viel­leicht wich­tigs­ten Satz des Wochen­en­des. Denn nach dem Sei­ten­wech­sel war das Spiel der Gäs­te vom Sor­pe­see plötz­lich voll da. Die Auf­schlä­ge tra­fen die von Linus Tepe aus­ge­späh­ten Zie­le und unter dem Jubel der zahl­rei­chen mit­ge­reis­ten Sor­pe­see Anhän­ge­rin­nen zogen die Mädels vom See davon. Beim 10:5 war eine klei­ne Lücke geris­sen, die der UCS mit tol­len Aktio­nen aber wie­der schlie­ßen konn­te. Beim 13:13 dann ein erneu­ter Zwi­schen­spurt des RCS und die­ses Mal kam der Kon­ter der Gast­ge­be­rin­nen zu spät. Müns­ter kämpf­te sich zwar wie­der etwas her­an aber zum mehr als Ergeb­nis­kos­me­tik reich­te es beim 25:21 aus RCS Sicht nicht. Klar, dass die jun­gen Gäs­te aus dem Sauer­land nun Lun­te gero­chen hat­ten und den ers­ten Drei­er der Sai­son sichern wollten.

USC mit stark verjüngter Aufstellung

Der USC setz­te alles auf eine Kar­te und ver­such­te es mit einer neu­en, stark ver­jüng­ten Auf­stel­lung. Bei aller Inten­si­tät und allen Bemü­hun­gen waren es aber wei­ter­hin die RCS Mädels, die dem Spiel ihren Stem­pel auf­drück­ten. Die Wech­sel funk­tio­nier­ten fan­tas­tisch, die Annah­me griff beherzt zu und lan­de­te ein­mal ein Ball im Hohen Block der Gast­ge­be­rin­nen wur­de nicht zurück­ge­zo­gen son­dern wei­ter beherzt ange­grif­fen. Kurz­um: der RCS ver­dien­te sich den Erfolg nach wack­li­gem Beginn red­lich und beim 25:16 stand der RCS Block samt Team Kopf.
Zwei beherz­te Auf­trit­te zum Sai­son­be­ginn also, die Lust machen auf eine Men­ge mehr Vol­ley­ball und die natür­lich die Vor­freu­de stei­gen las­sen auf den ers­ten Heim­auf­tritt der fri­schen Sai­son, schon am kom­men­den Sams­tag im hei­mi­schen Schulzentrum.
Für den RCS aktiv: Bon­nie Bas­tert, Leo­nie Bau­meis­ter, Michel­le Hen­kies, Lau­ra Kem­per, Marie Met­ger, Kirs­ten Prach­tel, Katha­ri­na Schal­low, Alex­an­dra Shapi­rov, Kim Sprey­er, Vanes­sa Vorn­weg, Phy­sio Anne Schmitz und Co-Trai­ner Linus Tepe.

von Juli­an Schallow

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