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Rat­haus der Stadt Arns­berg wird nicht unter Denk­mal­schutz gestellt

Das Rat­haus soll nicht unter Denk­mal­schutz gestellt wer­den. (Foto: oe)

Arns­berg. Das Rat­haus der Stadt Arns­berg in Neheim wird nicht unter Denk­mal­schutz gestellt. Dar­auf einig­ten sich die Stadt Arns­berg und die LWL-Denk­mal­pfle­ge, Land­schafts- und Bau­kul­tur in West­fa­len nach einer bis ins Detail gehen­den Beur­tei­lung des Bau­be­stan­des und Scha­dens­auf­nah­me. Zwar beur­teilt die LWL-Denk­mal­pfle­ge das aus dem Jahr 1968 stam­men­de Ver­wal­tungs­ge­bäu­de wei­ter­hin als grund­sätz­lich denk­mal­wert, nicht zuletzt weil es ein Zeug­nis des Bau­ens der dama­li­gen Zeit dar­stellt. Dies hat die Stadt Arns­berg inzwi­schen auch aner­kannt. Eine Doku­men­ta­ti­on vor Beginn der Umbau­maß­nah­men soll das vor­han­de­ne Gebäu­de prä­sen­tie­ren.

Erheb­li­che Ein­schrän­kung der Ver­kehrs­si­cher­heit

Wie aber erst jetzt nach inten­si­ver Betrach­tung und Aus­wer­tung der Scha­dens­bil­der deut­lich wur­de, kön­nen aku­te Bau­män­gel sogar die öffent­li­che Sicher­heit kurz­fris­tig beein­träch­ti­gen. Beson­ders zu nen­nen sind hier die Auf­hän­gung der Wasch­be­ton­plat­ten sowie eine unge­nü­gen­de Beton­über­de­ckung tra­gen­der Bau­tei­le. Ins­ge­samt besteht eine erheb­li­che Ein­schrän­kung der Ver­kehrs­si­cher­heit. Stadt und LWL gehen nun davon aus, dass die not­wen­di­ge Sanie­rung den Rück­bau auf den Beton­kern vor­aus­setzt und mit neu­en Fas­sa­den und Bau­tei­len schließ­lich einer Neu­errich­tung der Bau­sub­stanz gleich­kä­me.

Zeit­ge­mä­ßer Umgang mit Denk­mal­schutz

„Ein rei­nes „Nach­bau­en“ his­to­ri­scher Situa­tio­nen ent­spricht nicht unse­rem Ver­ständ­nis vom zeit­ge­mä­ßen Umgang mit Denk­mal­schutz und Denk­mal­pfle­ge und sicher auch nicht dem der bei der Stadt ansäs­si­gen Unte­ren Denk­mal­be­hör­de“, so Dr. Hol­ger Mer­tens, Lan­des­kon­ser­va­tor aus Müns­ter.

Die Stadt begrüßt die Ent­schei­dung des LWL, ohne die das Sanie­rungs­pro­jekt in der geplan­ten Form stark gefähr­det gewe­sen wäre. Sie weist aber auch dar­auf hin, dass sie sich ihrer bau­kul­tu­rel­len und denk­mal­pfle­ge­ri­schen Ver­ant­wor­tung kei­nes­falls ent­zieht. Denn die Stadt ist Eigen­tü­me­rin meh­re­rer denk­mal­ge­schütz­ter Gebäu­de, von denen sie gera­de das Alte Rat­haus am Alten Markt in Arns­berg saniert, brand­schutz­tech­nisch ertüch­tigt und bar­rie­re­frei umbaut. Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner: „Ich freue mich, dass wir als Stadt in guter Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem LWL die Sanie­rung bei­der Rat­häu­ser auf den Weg gebracht haben. Das Alte Rat­haus und der Ver­wal­tungs­haupt­sitz am Rat­haus­platz wer­den zu Gebäu­den, die zukünf­tig umfang­rei­che Mög­lich­kei­ten des Tagens, des Bera­tens und der Kom­mu­ni­ka­ti­on für und zwi­schen Ver­wal­tung und Poli­tik bie­ten, aber auch neue Ange­bo­te für Ver­ei­ne, Gemein­schaf­ten und ins­ge­samt die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Stadt eröff­nen.“

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