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„Radeln nach Zahlen“ im Hochsauerlandkreis fertig

Ulrich Bork (Vorsitzender Sauerland-Radwelt), Landrat Dr. Karl Schneider und Gesa Stewes (Projektbüro Sauerland-Radwelt) teste es selbst: Die Beschilderung für das Knotenpunktsystem im Radnetz Südwestfalen ist jetzt im Hochsauerlandkreis fertiggestellt.  (Foto: Radnetz HSK)
Ulrich Bork (Vor­sit­zen­der Sauer­land-Rad­welt), Land­rat Dr. Karl Schnei­der und Gesa Ste­wes (Pro­jekt­bü­ro Sauer­land-Rad­welt) tes­te es selbst: Die Beschil­de­rung für das Kno­ten­punkt­sys­tem im Rad­netz Süd­west­fa­len ist jetzt im Hoch­sauer­land­kreis fer­tig­ge­stellt. (Foto: Rad­netz HSK)

Hoch­sauer­land­kreis. 3, 2, 1 – auf die Räder! Rad­aus­flü­ge im Hoch­sauer­land­kreis sind so ein­fach und spon­tan mög­lich wie nie zuvor. „Radeln nach Zah­len“ heißt das Prin­zip des neu­en Kno­ten­punkt­sys­tems, das Rad­we­ge in der Flä­che opti­mal ver­netzt und ein­heit­lich beschil­dert: die signal­ro­ten, num­me­rier­ten „Kon­ten­punkt­hüt­chen“ wei­sen ab sofort den rich­ti­gen Weg. Land­rat Dr. Karl Schnei­der zeig­te sich bei einem Orts­ter­min vom Kno­ten­punkt­sys­tem, das bereits seit Jah­ren erfolg­reich in den Nie­der­lan­den und im Müns­ter­land ver­wandt wird, ange­tan. „Dadurch wer­den der Hoch­sauer­land­kreis und damit die Tou­ris­mus­re­gi­on Sauer­land noch attrak­ti­ver für Rad­tou­ris­ten, aber auch die Sauer­län­der pro­fi­tie­ren von einer immer bes­se­ren Rad­in­fra­struk­tur. Ich dan­ke allen Akteu­ren, vor allem der Sauer­land-Rad­welt e.V., den Städ­ten und Gemein­den und dem Lan­des­be­trieb Straßen.NRW für die gute Zusam­men­ar­beit bei der Pro­jek­t­um­set­zung. Beson­ders freut es mich, dass das Rad­netz Süd­west­fa­len in jeder der 59 Städ­te und Gemein­den in Süd­west­fa­len umge­setzt wurde.“

Neues Knotenpunktsystem für Radfahrer steht

So sehen die Knotenpunkte des Radnetzes Südwestfalen aus. / Foto: Radnetz HSK
So sehen die Kno­ten­punk­te des Rad­net­zes Süd­west­fa­len aus. / Foto: Rad­netz HSK

Das Kno­ten­punkt­sys­tem ist ein Bau­stein des „Rad­net­zes Süd­west­fa­len“ – einem För­der­pro­jekt der Regio­na­le 2013 – im Sauer­land und Sie­ger­land-Witt­gen­stein. Die Idee dahin­ter: Rad­we­ge wie der Ruhr­tal­Rad­weg, der Sauer­land­Rad­ring, der Ruhr-Sieg-Rad­weg und Co. zu ver­bin­den und Rad­lern im All­tag und in der Frei­zeit die Fahrt zu ver­ein­fa­chen. Die Beschil­de­rung hat der Hoch­sauer­land­kreis ist als ers­ter Kreis in Süd­west­fa­len nun fer­tig­ge­stellt. Das Rad­netz wur­de in eine Waben­struk­tur ein­ge­teilt. An den Eck­punk­ten jeder Wabe erge­ben sich ‚Kno­ten­punk­te‘, von denen aus ist die Wei­ter­fahrt in meh­re­re Rich­tun­gen mög­lich. Die Kno­ten­punk­te sind durch­num­me­riert, danach kön­nen sich Rad­fah­rer gut ori­en­tie­ren. Der Rad­ler merkt sich die Num­mer oder schreibt sich vor­ab eine Zah­len­fol­ge auf – und folgt dann der ent­spre­chen­den Beschil­de­rung. Die Rad­tour lässt sich nach die­sem Sys­tem fle­xi­bler gestal­ten – je nach­dem, wie viel Pus­te, Zeit oder Lust dem Rad­ler noch bleibt. Ergän­zend zei­gen Infor­ma­ti­ons­ta­feln den aktu­el­len Stand­ort am Kno­ten­punkt mit Orts­na­men, Kar­ten­aus­schnitt, einem Info­text und dem QR-Code sowie der nächst­ge­le­ge­nen Tourist-Information.

Touristisch verdichtet

Im ers­ten Schritt wur­de das lan­des­wei­te Rad­ver­kehrs­netz durch ein exter­nes Gut­ach­ter­bü­ro grund­sätz­lich auf den Prüf­stand gestellt. Unfall­schwer­punk­te mit Rad­fah­rern wur­den iden­ti­fi­ziert und aus dem Netz genom­men. Außer­dem wur­de es nach tou­ris­ti­schen Gesichts­punk­ten ergänzt und ver­dich­tet. Alle Abstim­mun­gen wur­den in enger Zusam­men­ar­beit mit den Ver­ant­wort­li­chen der Städ­te und Kom­mu­nen im Hoch­sauer­land­kreis getä­tigt. Kom­mu­na­le Rou­ten wur­den in das Netz integriert.

Insgesamt 320 Infotafeln

Informationstafeln zeigen den aktuellen Standort am Knotenpunkt mit Ortsnamen, Kartenausschnitt, einem Infotext und dem QR-Code sowie der nächstgelegenen Tourist-Information. / Foto: Radnetz HSK
Infor­ma­ti­ons­ta­feln zei­gen den aktu­el­len Stand­ort am Kno­ten­punkt mit Orts­na­men, Kar­ten­aus­schnitt, einem Info­text und dem QR-Code sowie der nächst­ge­le­ge­nen Tou­rist-Infor­ma­ti­on. / Foto: Rad­netz HSK

Die Gesamt­kos­ten für Pla­nung, Instal­la­ti­on und Mate­ri­al der Beschil­de­rung wer­den sich im Hoch­sauer­land­krei­ses auf rund 250.000 Euro belau­fen, wobei 70 Pro­zent vom Land NRW über­nom­men wer­den. Die tou­ris­ti­sche Inwert­set­zung wur­de koor­di­niert und umge­setzt durch die „Rad­werk­statt Sauer­land – Sie­ger­land-Witt­gen­stein“, die bei der Sauer­land-Rad­welt e.V. in Bad Fre­de­burg ange­sie­delt war und wofür Kos­ten von rund 235.000 Euro ent­stan­den sind. Hier wur­den ins­be­son­de­re die Infor­ma­ti­ons­ta­feln ent­wi­ckelt und pro­du­ziert. Die Mit­tel stam­men zu 70 Pro­zent aus EU- und Lan­des­mit­teln, die rest­li­chen 30 Pro­zent finan­zie­ren die fünf Land­krei­se in Süd­west­fa­len. Ins­ge­samt wur­den und wer­den 320 Info­ta­feln (davon 190 gro­ße Tafeln im Holz­ge­stell und 130 klei­ne Tafeln zur Befes­ti­gung am Metall­pfos­ten) auf­ge­stellt. In den Krei­sen Soest, Olpe, Mark und Sie­gen-Witt­gen­stein soll das Pro­jekt dann bis zum Jah­res­en­de abge­schlos­sen sein.

Radtourismus bringt Millionen-Umsätze

Ulrich Bork als Vor­sit­zen­der der Sauer­land-Rad­welt e.V. hob noch die wach­sen­de Bedeu­tung des Rad­tou­ris­mus im Sauer­land her­vor, die durch die wei­te­re Markt­durch­drin­gung mit E‑Bikes noch beflü­gelt wird. „In einer Stu­die wur­de 2013 ein Brut­to­um­satz durch den Rad­tou­ris­mus im Sauer­land von 66,1 Mio. Euro ermit­telt. Dazu tra­gen 3,7 Mio. Tages­aus­flü­ge und 400.000 Rad fah­ren­de Über­nach­tungs­gäs­te bei. Die­se Wert­schöp­fung wol­len wir in der Zukunft, unter ande­rem auch durch das Rad­netz Süd­west­fa­len, noch stei­gern. Dane­ben haben wir in der Bike Are­na Sauer­land wei­ter­hin hoch attrak­ti­ve Ange­bo­te für die Moun­tain­bi­ker und die Rennradfahrer.“

Information

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Kno­ten­punkt­sys­tem und den Rad­tou­ren in Sauer­land und Sie­ger­land-Witt­gen­stein fin­det man unter www.radeln-nach-zahlen.de. Außer­dem gibt es eine sehr infor­ma­ti­ve Bro­schü­re im Book­let-For­mat zum The­ma Tou­ren­rad­fah­ren, wel­che eine aus­klapp­ba­re Über­sicht­kar­te der Regi­on beinhaltet.

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