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Pfarrer Dietmar Röttger verlässt 2016 Hüsten

Pfarrer Dietmar Röttger - hier bei der Einsegnung des neuen Spielplatzes an der Flüchtlingsunterkunft Berliner Platz - verlässt im Sommer 2016 die Hüstener St. Petri-Gemeinde. (Foto: oe)
Pfar­rer Diet­mar Rött­ger – hier bei der Ein­seg­nung des neu­en Spiel­plat­zes an der Flücht­lings­un­ter­kunft Ber­li­ner Platz – ver­lässt im Som­mer 2016 die Hüs­te­ner St. Petri-Gemein­de. (Foto: oe)

Hüs­ten. „Trai­ner­wech­sel zum Sai­son­ende“ – unter die­ser Über­schrift kün­digt Pfar­rer Diet­mar Rött­ger in der neu­es­ten Aus­ga­be des „Blätt­chens“ der Hüs­te­ner St. Petri-Kir­chen­ge­mein­de an, dass sei­ne Zeit als „pas­to­ra­ler Chef-Trai­ner“ in Hüs­ten nach dann 13 Jah­ren zum Ende der gera­de begon­ne­nen Sai­son 2015/2016 zu Ende geht. Zum 31. Juli 2016 habe er sei­nen Stel­len­ver­zicht als Pfar­rer der Pfar­rei St. Petri Hüs­ten gegen­über Erz­bi­schof Becker erklärt und der Bischof habe die­sen auch angenommen.

„Mannschaft der Gesamtgemeinde topfit“

Seit 2003 Pfarrer in Hüsten: Dietmar Röttger (Foto: oe)
Seit 2003 Pfar­rer in Hüs­ten: Diet­mar Rött­ger (Foto: oe)

„Die­ser Schritt zur beruf­li­chen Ver­än­de­rung und einem neu­en Auf­bruch geht von mir selbst aus und den Zeit­punkt habe ich im Hin­blick auf unse­re Gemein­de und mei­ne eige­ne Lebens­pla­nung sehr bewusst gewählt. Ich bin über­zeugt, dass für die Pfar­rei Hüs­ten ein Pfar­r­erwech­sel zum besag­ten Zeit­punkt gut bewäl­tigt wer­den und auch wich­ti­ge neue Impul­se für die inne­re Wei­ter­ent­wick­lung der Gemein­den geben kann,“ schreibt Rött­ger sei­ner Gemein­de, mit der er zwölf Jah­re lang  den kirch­li­chen Wan­del in und um Hüs­ten gestal­tet habe. „Es war eine Arbeit, die mir sehr viel Freu­de berei­tet hat und in die viel Herz­blut von mir geflos­sen ist“. Nach der Errich­tung der Gesamt­pfar­rei Hüs­ten zum 1. Janu­ar 2013 sei, um im sport­li­chen Bild zu blei­ben, die Mann(Frau-)schaft der Pfar­rei topfit und tra­ge gemein­sam die Ver­ant­wor­tung für das Spiel­ge­sche­hen, so dass der Chef­trai­ner gehen kön­ne, ohne dass der Erfolg der gemein­sa­men Arbeit gefähr­det sei. „Man soll gehen, wenn es am schöns­ten ist, selbst wenn es nicht leicht fällt,“ so Röttger.

Ein Jahr auf kirchliche Entdeckungsreise

Er wer­de in zwei Jah­ren 50 Jah­re alt und ste­he nach 22 Jah­ren Dienst als Pries­ter in der Halb­zeit sei­nes Arbeits­le­bens, sagt der gebür­ti­ge Augs­bur­ger. In Anbe­tracht der sich wei­ter rasant wan­deln­den Situa­ti­on der Kir­che und somit der Lebens- und Arbeits­si­tua­ti­on der Pries­ter habe er den Erz­bi­schof gebe­ten, ihn für ein Jahr frei­zu­stel­len, damit er in ande­ren Orts­kir­chen der Welt auf Ent­de­ckungs­rei­se gehen kön­ne, um zu sehen, wie Kir­che und pries­ter­li­ches Leben auch anders gehen kön­nen. So habe ich mit dem Lei­ter der diö­ze­sa­nen Per­spek­tiv­grup­pe ein Pro­gramm für ein Pas­to­ra­les Kund­schaf­ter­jahr ent­wi­ckelt, des­sen Erkennt­nis­se anschlie­ßend frucht­bar gemacht wer­den sollen.

Über Chicago und Poitiers nach Paderborn

Bekommt 2016 einen neuen Pfarrer: St. Petri in Hüsten. (Foto: oe)
Bekommt 2016 einen neu­en Pfar­rer: St. Petri in Hüs­ten. (Foto: oe)

Ab August 2016 wird Diet­mar Rött­ger für ein hal­bes Jahr im Erz­bis­tum Chi­ca­go tätig sein, fach­lich beglei­tet vom Pro­jekt „Cros­sin­gO­ver“ des „Zen­trums für ange­wand­te Pas­to­ral­theo­lo­gie“ an der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum. Anschlie­ßend wir er zwei Mona­te im Erz­bis­tum Poi­tiers in West­frank­reich hos­pi­tie­ren, um dort in einer kirch­li­chen Situa­ti­on mit äußerst weni­gen Pries­tern und star­ker Lai­en­ver­ant­wor­tung Ein­drü­cke zu sam­meln. Im letz­ten Quar­tal sol­len die Ergeb­nis­se aus­ge­wer­tet und für das Bis­tum frucht­bar gemacht wer­den. „Zum Herbst 2017 ist geplant, dass ich die Lei­tung eines neu­en Pas­to­ra­len Rau­mes im Erz­bis­tum Pader­born über­neh­me. Wo das sein wird, ist heu­te noch offen,“ so Röttger.

„Den Wechsel gut vorbereiten“

„Ich weiß, dass vie­le sehr über­rascht sein wer­den und man­che die­se Ent­schei­dung viel­leicht auch nicht ver­ste­hen wer­den,“ sagt Rött­ger. Ihm sei es wich­tig, der Gemein­de die­se Ent­schei­dung schon so zei­tig mit­zu­tei­len und nun den Wech­sel gut mit den Gre­mi­en vor­zu­be­rei­ten und die lau­fen­de Sai­son noch mit gestal­ten, denn er wer­de sich bis zum Schluss mit gan­zer Kraft als Pfar­rer in Hüs­ten enga­gie­ren. Denn:  „Ich war und bin sehr ger­ne in Hüs­ten und den dazu­ge­hö­ri­gen Dör­fern und bin sehr dank­bar für die vie­len Jah­re des geteil­ten Lebens.“

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