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Pegel Nich­t­in­g­hau­sen: Fische können die Hen­ne wie­der durch­schwim­men

Der Unter­lauf am Pegel Nich­t­in­g­hau­sen (Foto: Ruhr­ver­band)

Nich­t­in­g­hau­sen. Die im Som­mer umge­setz­te Maß­nah­me zur Wie­der­her­stel­lung der Gewässerdurchgängigkeit an der Hen­ne konn­te nun erfolg­reich in Betrieb genom­men wer­den. Die Fische und im Was­ser behei­ma­te­te Kleinst­le­be­we­sen (Makro­zoo­ben­thos) freut es, denn sie können nun nach mehr als 65 Jah­ren die Hen­ne am Pegel in Nich­t­in­g­hau­sen durch­schwim­men und sich neue Lebensräume erschlie­ßen.

Erneue­rung nach 65 Betriebs­jah­ren

Mit dem Bau der heu­ti­gen Hen­ne­tal­sper­re in den 1950er Jah­ren wur­de ober­halb der Hen­ne­tal­sper­re der Pegel Nich­t­in­g­hau­sen, mit dem die der Tal­sper­re zulau­fen­den Was­ser­men­gen gemes­sen wer­den, in die Hen­ne gebaut. Tal­sper­ren können nur mit ein­wand­frei funk­tio­nie­ren­den Zulauf­pe­geln sicher gesteu­ert wer­den. Der Pegel Nich­t­in­g­hau­sen und das zugehörige Mess­ge­rin­ne waren nach mehr als 65 Betriebs­jah­ren in einem schlech­ten bau­li­chen Zustand und muss­ten erneu­ert wer­den. Dies war eine will­kom­me­ne Gele­gen­heit, die tech­ni­schen und ökologischen Anfor­de­run­gen an ein sol­ches Bau­werk in Ein­klang zu brin­gen. Des­we­gen wur­de nicht nur das Bau­werk erneu­ert, son­dern auch die Gewässerstruktur und ‑soh­le so umge­baut, dass Fische und Klein­le­be­we­sen die­sen Bereich als Lebens­raum anneh­men und das Pegel­bau­werk durch­schwim­men können. Die erfor­der­li­chen Bau­ar­bei­ten wur­den von einem hei­mi­schen Bau­un­ter­neh­men ausgeführt.

Bei­trag zum Erhalt der Arten­viel­falt

Die Wie­der­her­stel­lung der Durchgängigkeit von Fließgewässern an Stau­weh­ren und ande­ren Hin­der­nis­sen leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zum Erhalt der Arten­viel­falt. Fische wan­dern, um Laich abzu­le­gen, um Nah­rung zu fin­den, um Winterruheplätze auf­zu­su­chen oder um zwi­schen den Lebensräumen ver­schie­de­ner Lebens­pha­sen hin- und her­zu­wech­seln. Nur wenn die­se arten­spe­zi­fi­schen Bedürfnisse erfüllt sind, können sich überlebensfähige Popu­la­tio­nen ent­wi­ckeln. Aber nicht nur Fische, son­dern auch die übrige aqua­ti­sche Fau­na wie Neunau­gen, Insek­ten­lar­ven und Kreb­se pro­fi­tiert von der Erreich­bar­keit wei­te­rer Gewässerabschnitte.

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