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Online-Ticket­bör­se Viago­go: Ver­brau­cher­zen­tra­le rät zur Vorsicht

Arns­berg. Nach einer lan­gen Coro­na-Pau­se lebt die Ver­an­stal­tungs­bran­che lang­sam wie­der auf. Neben klei­nen Kon­zer­ten, Thea­ter­vor­stel­lun­gen und Fes­ti­vals wer­den auch Groß­ver­an­stal­tun­gen wie­der geplant – zumeist für das Jahr 2022. Der Ticket­ver­kauf läuft auf Hoch­tou­ren und vie­le Kon­zer­te belieb­ter Bands sind inner­halb von Minuten
aus­ver­kauft. Um doch noch eines der begehr­ten Tickets zu ergat­tern, lan­den vie­le Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher auf der Online-Ticket­bör­se Viago­go. War­um der Ticket­kauf auf der Platt­form mit einem hohen Risi­ko ver­bun­den ist, erklärt Petra Gol­ly, Lei­te­rin der Bera­tungs­stel­le Arns­berg der Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW.

Kein offi­zi­el­les Ticket-Verkaufsportal

Bei Viago­go han­delt es sich um eine Ticket­bör­se und nicht um ein offi­zi­el­les Ver­kauf­s­por­tal. Das bedeu­tet, dass Viago­go die Tickets nicht selbst ver­kauft, son­dern ledig­lich zwi­schen pri­va­ten Anbieterinnen/Anbietern und
Käuferinnen/Käufern ver­mit­telt. Das ist auf den ers­ten Blick beim Kauf von Tickets auf Viago­go jedoch nur schwer erkenn­bar. Da die Schwei­zer Ticket­bör­se eine kon­kre­te Ticket­aus­wahl ermög­licht, ohne die jewei­li­gen Ver­käu­fe­rin­nen bzw. Ver­käu­fer anzu­ge­ben, ver­mit­telt sie den Ein­druck einer offi­zi­el­len Kar­ten­ver­kaufs­sei­te. Auf die rei­ne Ver­mitt­lung weist Viago­go nicht trans­pa­rent genug hin und damit auch nicht auf den feh­len­den Käuferschutz.

Kein Schutz vor Betrug und kei­ne Erstattungen

Wer ein Ticket über Viago­go kauft, trägt das vol­le Risi­ko für den Fall, dass das Ticket nicht gelie­fert wird oder die Prei­se höher sind als der Ori­gi­nal­preis beim Ver­an­stal­ter. Käu­fe­rin­nen und Käu­fer kön­nen gegen­über Viago­go kei­ne Ansprü­che gel­tend machen. Auch bei abge­sag­ten Ver­an­stal­tun­gen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie blei­ben Betrof­fe­ne häu­fig auf den Kos­ten sit­zen, da die Tickets bei Drit­ten erwor­ben wur­den, die zumeist völ­lig unbe­kannt bleiben.

Hohe Ticket­prei­se

Tickets auf Viago­go wer­den zu deut­lich höhe­ren Prei­sen als den Ori­gi­nal­prei­sen ange­bo­ten. Oft lockt die Ticket­bör­se auch mit Kar­ten, die bei offi­zi­el­len Vor­ver­kaufs­stel­len bereits aus­ver­kauft sind. Beson­ders gefrag­te Tickets kön­nen bei Viago­go das Acht­fa­che kos­ten. Wer von den Preis­auf­schlä­gen pro­fi­tiert, ist nicht ersicht­lich, weil die Ver­käu­fe­rin­nen und Ver­käu­fer anonym bleiben.

Undurch­sich­ti­ge Gebühren

Kurz vor Abschluss des Buchungs­vor­gangs über­rascht Viago­go die Käu­fe­rin­nen und Käu­fer mit zusätz­li­chen Gebüh­ren: Leicht zu über­se­hen­de Buchungs- und Abwick­lungs­kos­ten sowie die Umsatz­steu­er las­sen den Gesamt­preis noch­mal in die Höhe schießen.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Online-Ticket­bör­se Viago­go gibt es auf der Home­page der Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW unter: https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/digitale-welt/onlinehandel/onlineticketboerse-viagogo-hohes-risiko-und-hohe-preise-13473

 

 

 

(Quel­le: Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW e.V., Bera­tungs­stel­le Arnsberg)

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