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Oh Du Trau­ri­ge: RCS ver­liert letz­tes Heim­spiel des Jah­res

Mit einer Heim­nie­der­la­ge ver­ab­schie­de­ten sich die RCS-Vol­ley­bal­le­rin­nen in die Weih­nachts­pau­se. (Foto: Ralf Lite­ra)

Sun­dern. Das hat­ten sich Mann­schaft und blaue Wand sicher­lich anders vor­ge­stellt. Statt Jubel unterm Weih­nachts­baum hieß es nach gut einer Stun­de
Spiel­zeit in der Sun­de­raner Sport­hal­le: Frust ablas­sen und Wun­den lecken. Vor­an­ge­gan­gen war ein Spiel gegen den MTV Hil­des­heim, bei dem der RCS nur bedingt Impul­se set­zen konn­te.

Gäs­te trumpf­ten auf

(Foto: Ralf Lite­ra)

Bereits in Durch­gang 1 wur­de den knapp 200 Fans auf der Tri­bü­ne klar: die Früch­te lagen am Abend vor dem zwei­ten Advent mäch­tig hoch. In Best­be­set­zung trumpf­ten die Gäs­te aus Nie­der­sach­sen auf und konn­ten schnell Punkt um Punkt erlan­gen. Da hal­fen auch die Anspra­chen des Trai­ner­ge­spanns in den Aus­zei­ten nicht. Ohne dem nöti­gen Druck im Auf­schlag und zu unfle­xi­bel in der Abwehr agier­ten die Damen vom See, um am Ende etwas Zähl­ba­res vor­wei­sen zu kön­nen. Und so schal­te­ten die Hil­des­hei­mer unter der bes­tens auf­ge­leg­ten Cin­ja Till­mann wie sie woll­ten. Punkt für Punkt set­ze sich das Team vom RCS ab und konn­te beim 24:18 bereits den ers­ten Satz­ball ver­wan­deln.

Satz gedreht

(Foto: Ralf Lite­ra)

Das saß. Und die Mann­schaft von Juli­an Schal­low woll­te den Hebel umle­gen und sich zurück ins Spiel figh­ten. Dies gelang zu Beginn des Sat­zes 2 zunächst. Deut­lich agi­ler agier­te die Annah­me um Libe­ra Katha­ri­na Schal­low und Kapi­tä­nin Kirs­ten Prach­tel. Das Fun­da­ment, um spä­ter druck­voll den einen oder ande­ren Angriff auf dem Feld des MTV rein­zu­dre­schen. Frust­ab­bau, wie man es sich wün­schen kann. Doch die Mann­schaft von Gäs­te­trai­ner Lazic ließ sich nicht aus der Ruhe brin­gen. Mit mäch­tig viel Top-Erfah­rung aus­ge­stat­tet dreh­ten die Gäs­te ab Satz­mit­te wie­der­um auf und schli­chen sich Punkt um Punkt an den RCS her­an. Wie­der­um war es MVP Till­mann, die die Wen­de ein­läu­te­te und ihr Team auf die Sie­ger­stra­ße zurück­führ­te. Der Bann bei den Gäs­ten war gebro­chen. Was folg­te, war ein Angriffs­spiel, was die Schwä­chen des RCS am heu­ti­gen Abend noch ein­mal deut­lich mach­te. Da geriet es fast in den Hin­ter­grund, dass der Satz­ball des MTV zum 25:21 einem Video­be­weis wohl nicht stand­ge­hal­ten hät­te.

Aber: hät­te, hät­te…

(Foto: Ralf Lite­ra)

Und so blieb dem RCS-Team um die spä­te­re MVP Alex­an­dra Shari­pov nur, auf die nächs­ten drei Durch­gän­ge zu hof­fen. Der ließ sich, wie schon in Satz 2, ordent­lich an. Es ent­wi­ckel­te sich ein Spiel auf Augen­hö­he des Tabel­len­füh­rers und des Teams mit den nomi­nell bes­ten Ein­zel­spie­le­rin­nen der Liga. Sowohl Bon­nie Bas­tert als auch Lau­ra Kem­per gelang es immer mehr, ihre Atta­cken in Punk­te zu wan­deln. Und als dann Kim Sprey­er einen ihrer zahl­rei­chen Block­punk­te fei­er­te, keim­te wie­der Hoff­nung auf dem Feld und der Tri­bü­ne auf, auf der auch Sun­derns Bür­ger­meis­ter Bro­del Platz genom­men hat­te. Geht da noch was? Um das Ergeb­nis vor­weg­zu­neh­men: lei­der nein. Denn auch in Satz 3 gelang es nicht, die not­wen­di­ge Span­nung bis zum Ende auf­recht zu erhal­ten. Nahe­zu sym­pto­ma­tisch für das Spiel ende­te der letz­te Ball mit einer Unge­nau­ig­keit in der Abwehr der HSK-Girls. 22:25 und damit lee­re Hän­de blie­ben am Ende die­ses Spiel­tags.

Jetzt erst mal Pau­se

„Wir müs­sen aner­ken­nen, dass wir heu­te nicht die not­wen­di­ge Team­leis­tung
aufs Feld gebracht haben, die es braucht, um so einen star­ken Geg­ner
min­des­tens mehr ärgern zu kön­nen”, zeig­te sich Co-Trai­ner Linus Tepe am
Ende ent­täuscht. Jetzt heißt es für die Damen des RCS aber erst ein­mal: Pau­se,
Rege­ne­rie­ren, Kopf frei bekom­men. Denn eine so inten­si­ve Sai­son mit
allein 13 Pflicht­spie­len in der Meis­ter­schaft sowie zwei Auf­trit­ten im
Pokal bin­nen drei Mona­ten hat die Akkus doch her­un­ter­ge­fah­ren.

„Wir wer­den im Ath­le­tik­be­reich wei­ter aktiv blei­ben. Ansons­ten heißt es:
still ruht der Ball bis Anfang des neu­en Jah­res”, gibt Tepe Ein­blick in
die Trai­nings­pla­nung der nächs­ten Wochen. „Heu­te ist nicht aller Tage. Wir kom­men wie­der – kei­ne Fra­ge”, heißt es aus der Mann­schaft. Am 12.1. spielt der RCS das ers­te Pflicht­spiel beim TV Hör­de, bevor es am 18.1. gegen den FCJ Köln daheim in die Rück­run­de geht.

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