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Oeventroper Feuerwehrmann wird im Urlaub zum Lebensretter

(Foto: lichtkunst.73  / pixelio.de)
(Foto: lichtkunst.73 / pixelio.de)

Oeventrop/Neuharlingersiel. „Ein beson­de­rer Dank geht an die Zeugen/Ersthelfer, ohne deren ent­schlos­se­nes Han­deln die Insas­sen ver­mut­lich ertrun­ken wären,“ heißt es im Poli­zei­be­richt der Poli­zei­in­spek­ti­on Aurich zu einem Unfall, bei dem am Diens­tag, 7. Juli ein Senio­ren-Ehe­paar mit sei­nem Mer­ce­des in der Nähe des belieb­ten Urlaubs­orts Neu­har­lin­ger­siel in einem Kanal gelan­det war. Einer der hier gelob­ten ent­schlos­se­nen Hel­fer ist der Oeven­tro­per Feu­er­wehr­mann Sebas­ti­an Nig­ge­mann, der in Ost­fries­land Urlaub machte.

Augenzeuge des Unfalls

Für Sebas­ti­an Nig­ge­mann war Diens­tag der letz­te Urlaubs­tag, an dem er noch kurz zur Spar­kas­se woll­te. Im Ört­chen Wer­dum fuhr er direkt hin­ter dem 80-jäh­ri­gen Mer­ce­des­fah­rer, der mit sei­ner 75-jäh­ri­gen Frau unter­wegs war und in einem Kreis­ver­kehr die Kon­trol­le über sein Fahr­zeug ver­lor. Über eine 30 Meter lan­ge Böschung lan­de­te das Auto in der Bet­ten­war­fer Lei­de, einem Kanal, der zwar nur 1,60 Meter tief ist, aber wei­chen Unter­grund hat, so dass man sofort knie­tief im Schlamm ver­sinkt. Nicht nur der Urlau­ber aus Oeven­tro­per, auch der 39-jäh­ri­ge Frank Ter­st­ap­pen, ein Ein­hei­mi­scher, der gera­de von der Arbeit kommt, sah das Unglück. Bei­de Män­ner zöger­ten nicht, ver­lie­ßen ihre Autos und eil­ten zu Hilfe.

Seniorenehepaar in Kanal aus Auto gezogen

Schon nach weni­gen Augen­bli­cken stand den bei­den Auto­in­sas­sen das Was­ser bis zur Brust. Sie hat­ten sich selbst abge­schnallt und konn­ten auch die Auto­tü­ren ein Stück weit öff­nen, doch ohne frem­de Hil­fe hät­ten sie es mög­li­cher­wei­se nicht geschafft, sich in Sicher­heit zu brin­gen. Sebas­ti­an Nig­ge­mann und Frank Ter­st­ap­pen zogen über die Fah­rer­sei­te des halb ver­sun­ke­nen Autos erst den Mann, dann die Frau aus dem Auto. Wei­te­re her­bei­ge­eil­te Hel­fer hal­fen, die Geret­te­ten die stei­le Böschung hin­auf­zu­brin­gen. Das Ehe­paar aus dem Lip­per­land, das auf dem Weg zu sei­ner Feri­en­woh­nung war, kam unver­letzt davon und wur­de noch am Abend wie­der aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen. Sebas­ti­an Nig­ge­mann fuhr mit sei­ner Fami­lie zurück ins Sauerland.

Anerkennung von Kameraden in Arnsberg

„Die­se cou­ra­gier­te Tat war Gegen­stand der Bericht­erstat­tung in den ört­li­chen Medi­en, die wir nach­ste­hend, ver­bun­den mit einem aner­ken­nen­den Dank an den Kame­ra­den Nig­ge­mann, gern zur Kennt­nis geben“, schreibt Feu­er­wehr­spre­cher Peter Krä­mer auf der Web­sei­te der Arns­ber­ger Feu­er­wehr, wo auch der Arti­kel aus dem Jever­schen Wochen­blatt zu lesen ist. Sie­he: http://www.feuerwehr-arnsberg.de/aktuelles-topmenu-139/90546-feuerwehrmann-aus-arnsberg-unterstuetzt-im-urlaub-rettung-aus-kanal.html

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