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Nord­ir­land-Klän­ge im Stra­cken Hof

Mar­tin Don­nel­ly kommt in den Stra­cken Hof in Endorf. (Foto: Ver­an­stal­ter)

Endorf. „Es pas­siert immer wie­der, dass Fans iri­scher Musik auf Künst­ler sto­ßen, deren Musik sie spon­tan in den Bann schlägt, und man wun­dert sich, war­um gera­de er oder sie nicht längst als Stars auf den gro­ßen Büh­nen ste­hen…“ – so beginnt das „Irland Jour­nal“ eine Wür­di­gung von Mar­tin Don­nel­ly. Nun – auf gro­ßer Büh­ne wird Don­nel­ly im Okto­ber nicht ste­hen, aber der Stra­cken Hof kann sich glück­lich schät­zen, dass der nord­iri­sche Gitar­rist im Rah­men einer Deutsch­land­rei­se auch Endorf besucht.

Auf­tritt eines „stil­len Bar­den“ für Freun­de des Irish Folk

Der sym­pa­thi­sche Künst­ler, im Haupt­be­ruf Psy­cho­lo­ge, wird das his­to­ri­sche Ambi­en­te schät­zen. Als einer der eher „Lei­sen“ in der Sze­ne freut er sich über Zuhö­rer, die er mit sei­nen lyri­schen Tex­te begeis­tern kann. „We are Pil­grims“ – „Wir sind Suchen­de“ heißt sein neu­es­tes Album und mit die­sem Titel ist die Rich­tung schon vor­ge­ge­ben: Wie Medi­ta­tio­nen über die Natur, das Leben, den Tod und natür­lich über die Lie­be wir­ken sei­ne Lie­der, die von einer hohen Spi­ri­tua­li­tät zeu­gen.

Natur und gefie­der­te Freun­de

Don­nel­ly wur­de schon im musi­ka­li­schen Eltern­haus inspi­riert; bewuss­ter wur­de ihm sein Fai­ble für alles Musi­sche aber erst, als er mit Natur­ly­rik kon­fron­tiert wur­de, z. B. von Sea­mus Hea­ney oder Gerard M. Hop­kins. Sei­ne nord­iri­sche Hei­mat bie­tet ihm genü­gend Gele­gen­heit, die Natur in ihrer Stil­le zu genie­ßen, aber auch mit allen Sin­nen ihre Aus­drucks­mög­lich­kei­ten wahr­zu­neh­men. Vögel, ihr Gesang, ihre Fähig­keit zu flie­gen, sind schon immer Sym­bol für Schön­heit, Auf­bruch, Sehn­sucht nach einer ande­ren Welt gewe­sen – und Don­nel­ly ist fas­zi­niert von ihnen, „egal, ob es sich um Wild­gän­se, Amseln oder Rot­kehl­chen han­delt“. In sei­nen Lie­dern kom­men sie immer wie­der vor und er nimmt die Zuhö­rer mit in sei­ne freund­lich-zärt­li­che Zuge­wandt­heit den gefie­der­ten Freun­den gegen­über.

Da kommt es dann auch mal vor, dass das Publi­kum bei beson­ders ein­gän­gi­gen Melo­di­en ein­stimmt, weil der Künst­ler offen­sicht­lich etwas Urtüm­li­ches im Men­schen ange­spro­chen hat. „Magi­sche Momen­te“ könn­ten so ent­ste­hen, so Don­nel­ly.

Ein­tritt frei, Spen­den erbe­ten

Das Kon­zert ist am Sonn­tag, 15. Okto­ber 2017, um 18 Uhr in Endorf. Der Hof ist ab 17 Uhr geöff­net; für Geträn­ke ist gesorgt. Der Ein­tritt ist frei, für Spen­den zur Deckung der Kos­ten sind die Ver­an­stal­ter aber dank­bar.

Wer sich näher über Don­nel­ly infor­mie­ren möch­te: Hier sei­ne Inter­net-Adres­se: www.martindonnellymusic.co.uk

 

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