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Nehei­mer Jäger laden mus­li­mi­schen König aus Werl zu ihrem Fest ein

Im Haus der Neheimer Jäger, der Alten synagoge, findet die Bürgerversammlung zum Denkmalpflegeplan für das Strohdorf statt. (Foto: Dieter Meth)
Als Haus der Nehei­mer Jäger ist die alte Nehei­mer Syn­ago­ge inzwi­schen Mit­tel­punkt des Ver­eins­le­bens. (Foto: Die­ter Meth)

Neheim. Wäh­rend die star­re ableh­nen­de Hal­tung des Dach­ver­bands des Bun­des der His­to­ri­schen Schüt­zen gegen den mus­li­mi­schen Schüt­zen­kö­nig in Werl-Sön­nern inzwi­schen bun­des­weit wel­len der Empö­rung schlägt, hat der Nehei­mer Jäger­ver­ein gehan­delt und Zei­chen gesetzt, dass es bei Sauer­län­der Schüt­zen auch anders geht. Als einer der größ­ten Schüt­zen­ver­ei­ne der Regi­on möch­ten die Nehei­mer Jäger sich soli­da­risch zei­gen und ein Zei­chen der Inte­gra­ti­on Set­zen. Jäger­oberst Klaus Hum­pe hat des­halb in einem Schrei­ben an die Schüt­zen­bru­der­schaft St. Georg in Sön­nern deren neu­es Königs­paar Mihat und Mela­nie Gedik zur Teil­nah­me am Fest­zug wäh­rend des bestehen­den Jäger­fes­tes ein­ge­la­den. Die Ein­la­dung zum Fest­zug am Sonn­tag, 17. August ab 15 Uhr durch die Nehei­mer Innen­stadt geht auch an Bru­der­meis­ter Olaf Schmitz sowie  Vor­stand und Hof­staat der Schüt­zen aus Sönnern.

Seit 1837 gegen Ausgrenzung

Oberst Klaus Hum­pe bezieht sich in sei­nem Brief auf den his­to­ri­schen Ursprung des Jäger­ver­eins, der bei die­ser Ein­la­dung eine nicht uner­heb­li­che Rol­le spie­le. Vor 180 Jah­ren sei der Jäger­ver­ein 1834 in Neheim gegrün­det wor­den, um eine Aus­gren­zung von Men­schen aus reli­giö­sen, sozia­len oder ähn­li­chen Moti­ven zu ver­hin­dern. Da eini­ge der Grün­der­vä­ter Mit­glie­der der jüdi­schen Gemein­de waren, enga­gie­re sich der Ver­ein rund um die alte Syn­ago­ge, die heu­te die Zen­tra­le des Ver­eins sei. „Um so mehr bedau­ern es die Jäger, dass der BDHS den mus­li­mi­schen Schüt­zen­kö­nig nicht tole­riert,“ schreibt Klaus Humpe.

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