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Mehr als ein Job – Arbeit in der Was­ser­wirt­schaft

 Jan-Luca Feldmann ist Azubi im 3. Lehrjahr und mit seinem abwechslungsreichen Tätigkeitsfeld sehr zufrieden. (Foto: Ruhrverband)

Jan-Luca Feld­mann ist Azu­bi im 3. Lehr­jahr und mit sei­nem abwechs­lungs­rei­chen Tätig­keits­feld sehr zufrie­den. (Foto: Ruhr­ver­band)

Arns­berg. Der dies­jäh­ri­ge Welt­was­ser­tag am 22. März 2016 steht unter dem Mot­to „Was­ser und Arbeits­plät­ze“. Im Zen­trum der Auf­merk­sam­keit ste­hen damit die Was­ser­wirt­schaft und ihre facet­ten­rei­chen Arbeits­plät­ze. Die Stadt­wer­ke Arns­berg machen dar­auf auf­merk­sam, dass die Was­ser­ver­sor­gung, die Stadt­ent­wäs­se­rung sowie die Gewäs­ser­un­ter­hal­tung viel­sei­ti­ge, kri­sen­fes­te Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten mit nach­hal­ti­gen, gemein­wohl­ori­en­tier­ten Auf­ga­ben zu guten Bedin­gun­gen ver­ei­nen. Auch der Ruhr­ver­band macht auf sei­ne Arbeits- und Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten auf­merk­sam.

Arbeit mit dem wich­tigs­ten Lebens­mit­tel

2015.08.21.Arnsberg.Logo.Stadtwerke.Campus„In der Was­ser­ver­sor­gung zu arbei­ten heißt, die Ver­sor­gung mit unse­rem wich­tigs­ten Lebens­mit­tel sicher­zu­stel­len – Trink­was­ser“, erklärt Tho­mas Kroll, Geschäfts­be­reichs­lei­ter Was­ser­ver­sor­gung der Stadt­wer­ke Arns­berg. 24 Stun­den am Tag und 365 Tage im Jahr lie­fert die deut­sche Was­ser­wirt­schaft sau­be­res und schmack­haf­tes Trink­was­ser, das direkt aus der Lei­tung genutzt wer­den kann. Damit das Trink­was­ser von der Quel­le bis zum Haus­an­schluss gelangt, sind vie­le Arbeits­schrit­te nötig. „Die Was­ser­ver­sor­ger erle­di­gen sie zuver­läs­sig mit qua­li­fi­zier­ten Beschäf­tig­ten in viel­fäl­ti­gen Berufs­fel­dern“, so Kroll.

Abwas­ser­ent­sor­gung bedeu­tet Umwelt­schutz

Abwas­ser­ent­sor­gung bedeu­tet Umwelt­schutz: Mit der Ent­sor­gung von Abwas­ser aus häus­li­chem, gewerb­li­chem und indus­tri­el­lem Gebrauch wer­den Krank­hei­ten und Seu­chen ver­mie­den und die Umwelt geschützt. Von den ers­ten Klär­an­la­gen des 19. Jahr­hun­dert, mit denen haupt­säch­lich Epi­de­mi­en ein­ge­dämmt wer­den konn­ten, bis zu der Anwen­dung von hoch­ent­wi­ckel­ten tech­ni­schen Ver­fah­ren in der heu­ti­gen Zeit kön­nen mitt­ler­wei­le auch Wert­stof­fe, Wär­me und Ener­gie aus dem Abwas­ser recy­celt und gewon­nen wer­den. „Damit bie­ten sich im Abwas­ser­be­reich vie­le inter­es­san­te beruf­li­che Tätig­kei­ten mit gro­ßem Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al“, erklärt Horst Mei­er, Geschäfts­be­reichs­lei­ter der Stadt­ent­wäs­se­rung und Park­raum­be­wirt­schaf­tung bei den Stadt­wer­ken Arns­berg.

„Was­ser und Arbeits­plät­ze bedeu­tet des­halb mehr als die Ver­rich­tung eines Jobs. Es ist die Arbeit für das Gemein­wohl, für Umwelt­schutz und für die Siche­rung der natür­li­chen Res­sour­cen. Was­ser und Arbeits­plät­ze betrifft sowohl die der­zeit leben­den als auch alle künf­ti­gen Genera­tio­nen.“ Und die­se wer­den bei den Stadt­wer­ken Arns­berg bereits heu­te schon für das The­ma sen­si­bi­li­siert. Durch das Ver­an­stal­tungs­for­mat „Ent­de­cker­ta­ge“ für Kin­der im Alter von sechs bis zwölf Jah­ren ler­nen die Kin­der spie­le­risch und durch klei­ne Expe­ri­men­te alles Wis­sens­wer­te rund um das The­ma Was­ser und die ver­schie­de­nen Beru­fe.

Ruhr­ver­band setzt auf Jugend und „erfah­re­ne Hasen“

 Der Azubi Jan-Luca Feldmannwird von Ausbilder Patrick Wittig (vorne) unter die Fittiche genommen. Der  Abwassermeister absolvierte vor 15 Jahren ebenfalls seine Ausbildung beim Ruhrverband. (Foto: Ruhrverband)

Der Azu­bi Jan-Luca Feld­mann wird von Aus­bil­der Patrick Wit­tig (vor­ne) unter die Fit­ti­che genom­men. Der Abwas­ser­meis­ter absol­vier­te vor 15 Jah­ren eben­falls sei­ne Aus­bil­dung beim Ruhr­ver­band. (Foto: Ruhr­ver­band)

Der Ruhr­ver­band bie­tet über 1000 Beschäf­tig­ten seit Jahr­zehn­ten ein siche­res und inno­va­ti­ves Arbeits­um­feld, küm­mert sich um die Abwas­ser­rei­ni­gung und sichert die Was­ser­ver­sor­gung für 4,6 Mil­lio­nen Men­schen im Ruhr­ein­zugs­ge­biet. Ein schö­nes Bei­spiel für die Ver­bun­den­heit zwi­schen Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber spie­gelt die Kar­rie­re von Patrick Wit­tig wider. Im Alter von 16 Jah­ren begann er beim Ruhr­ver­band eine Aus­bil­dung zur Fach­kraft für Abwas­ser­tech­nik. Mitt­ler­wei­le ist der 31-jäh­ri­ge Abwas­ser-Meis­ter selbst Aus­bil­der und schult den Nach­wuchs an der Klär­an­la­ge Big­ge­tal. Sein der­zei­ti­ger Schütz­ling Jan-Luca Feld­mann ist Aus­zu­bil­den­der im drit­ten Lehr­jahr und steht kurz vor der Abschluss­prü­fung. Von sei­ner anfäng­li­chen Skep­sis, dass es sich um einen abwechs­lungs­ar­men Berufs­zweig han­deln könn­te, ist nicht mehr viel übrig­ge­blie­ben. „Mein ers­ter Ein­druck war der, dass es ja gar nicht müf­felt, so wie ich mir das vor Dienst­an­tritt vor­ge­stellt habe“, schmun­zelt der 2,01 Meter gro­ße Azu­bi, als er an sei­ne ers­ten Tage beim Ruhr­ver­band zurück­denkt.

„Ich schät­ze den abwechs­lungs­rei­chen Job, denn mein Auf­ga­ben­ge­biet ist sehr viel­fäl­tig ange­legt. Einer­seits wer­de ich auf der Klär­an­la­ge aus­ge­bil­det, ande­rer­seits umfasst die Aus­bil­dung auch über­be­trieb­li­che Berei­che. Ich bin eigent­lich eine ‚eier­le­gen­de Woll­milch­sau‘, denn die Aus­bil­dung beschränkt sich nicht nur auf Abwas­ser­tech­nik, son­dern bie­tet auch betriebs­wirt­schaft­li­che, elek­tro- und ver­fah­rens­tech­ni­sche sowie metall­ver­ar­bei­ten­de Aspek­te und das Labor“, ergänzt der 18-jäh­ri­ge „Schlaks“. Jan-Luca Feld­mann sieht sei­nen Beruf per­spek­ti­visch, denn „eine effi­zi­en­te Abwas­ser­be­hand­lung wird auch in spä­te­ren Jah­ren noch von­nö­ten sein“. Ganz neben­bei führt er eine fami­liä­re Tra­di­ti­on fort, denn  auch sein Vater ist ein „alter Hase“ und seit Jah­ren für den Ruhr­ver­band tätig.

Welt­was­ser­tag 2016 steht unter dem Mot­to „Was­ser & Arbeits­plät­ze“

Der Ruhr­ver­band bie­tet aber nicht nur auf sei­nen Klär­an­la­gen span­nen­de Job­mög­lich­kei­ten. Auch die
Elek­tro- und Metall­werk­stät­ten, die Fische­rei, der Forst, das che­misch-bio­lo­gi­sche Labor oder die
unter­schied­li­chen Ver­wal­tungs­be­rei­che wie Finan­zen, EDV, Recht oder Kom­mu­ni­ka­ti­on sind
facet­ten­rei­che Tätig­keits­fel­der. Eben­falls viel­fäl­tig ist das Ange­bot an qua­li­fi­zier­ten Aus­bil­dungs­plät­zen,
mit denen der Ruhr­ver­band jun­gen Men­schen eine beruf­li­che Per­spek­ti­ve eröff­net. Für Hoch­schul­ab­sol­ven­tIn­nen, Stu­den­tIn­nen und Schü­le­rIn­nen mit Inter­es­se an Umwelt­schutz wer­den auch Prak­ti­kums­plät­ze ange­bo­ten. Den wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuchs unter­stützt der Ruhr­ver­band dar­über hin­aus durch das Was­sersti­pen­di­um Ruhr.

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