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Löschzug Sundern über 5.000 Stunden im Einsatz – Johannes Vollmer 70 Jahre Mitglied

Bei der Jah­res­haupt­dienst­be­spre­chung des Lösch­zu­ges Sun­dern stan­den Beför­de­run­gen und eine beson­de­re Ehrung auf der Tages­ord­nung. Mit dabei: Sun­derns Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del und die Ers­te Bei­geord­ne­te Katha­ri­na Gro­the (Foto: Feuerwehr)
Für 70 Jah­re Mit­glied­schaft ehr­ten am Sams­tag Lösch­zugfüh­rer Andre­as Sie­bert und Sun­derns Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del den 90-jäh­ri­gen Johan­nes Voll­mer (Foto: Feuerwehr)

Sun­dern. 158 Ein­sät­ze, 5.333 Arbeits­stun­den: Der Lösch­zug Sun­dern der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr hat im Jahr 2018 Enor­mes geleis­tet. Ent­spre­chend fiel auch der Rück­blick auf das Jahr bei der Jah­res­haupt­dienst­be­spre­chung aus. Zu der konn­te Lösch­zugfüh­rer Andre­as Sie­bert am Sams­tag neben den akti­ven Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den des Lösch­zu­ges, den Mit­glie­dern der Ehren­ab­tei­lung und der Jugend­feu­er­wehr auch Wehr­füh­rer Frank Sied­hoff, Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del sowie die Ers­te Bei­geord­ne­te Katha­ri­na Gro­te begrü­ßen. Und einen beson­de­ren Kame­ra­den: Johan­nes Voll­mer, den Sie­bert für des­sen 70-jäh­ri­ge Mit­glied­schaft in der Feu­er­wehr ehren konnte.

Brodel: Gut aufgestellte Feuerwehr ist wichtig

Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del zeig­te sich in sei­nen Gruß­wor­ten sehr beein­druckt über die geleis­te­te Arbeit im Jahr 2018. Die Viel­zahl der Ein­sät­ze im ver­gan­ge­nen Jahr habe gezeigt, wie wich­tig eine gut auf­ge­stell­te Feu­er­wehr im Stadt­ge­biet sei, so Bür­ger­meis­ter Brodel.

Der Lösch­zug Sun­dern wur­de im Jahr 2018 zu 158 Ein­sät­ze alar­miert, die ins­ge­samt 5.333 Arbeits­stun­den ver­ur­sach­ten. Das waren 31 Ein­sät­ze und rund 2.100 Ein­satz­stun­den mehr als im Jahr 2017. Der enor­me Anstieg der Stun­den ist auf eini­ge Groß­brän­de im ange­lau­fe­nen Jahr zurück­zu­füh­ren. Von den 158 Ein­sät­zen han­del­te es sich in 83 Fäl­len um Brand­ein­sät­ze. Dar­un­ter auch eini­ge kri­ti­sche Gebäu­de- und Woh­nungs­brän­de, bei denen Men­schen in Lebens­ge­fahr waren. Lei­der kam bei einem Gebäu­de­brand ein jun­ger Mensch ums Leben. Fünf mal brann­ten Fahr­zeu­ge, 28 mal wur­den der Lösch­zug zu Ein­sät­zen in ansäs­si­ge Indus­trie- und Gewer­be­be­trie­be geru­fen, davon zu einem Groß­brand in einem Säge­werk. Auf­grund der lan­gen Tro­cken­heit war der Lösch­zug neben den ande­ren Lösch­grup­pen aus dem Stadt­ge­biet bei 12 Wald- und Flä­chen­brän­den gefor­dert. Allein bei dem gro­ßen Wald­brand in Ste­mel war der Lösch­zug mit fast 60 Kame­ra­den über zwei Tage im Ein­satz. Auch bei 52 tech­ni­schen Ein­sät­zen war die Hil­fe des Lösch­zu­ges Sun­dern erfor­der­lich. Beson­ders in Erin­ne­rung bleibt der schwe­re LKW-Unfall in Allen­dorf, bei dem in einer zwei­stün­di­gen, hoch­an­spruchs­vol­len tech­ni­schen Ret­tung der Fahr­zeug­füh­rer erfolg­reich aus sei­nem Füh­rer­haus befreit wer­den konn­te. Bereits im Janu­ar 2018 brach­te das Sturm­tief „Frie­de­ri­ke“ enor­me Arbeit für die Ein­satz­kräf­te mit sich. Lei­der ver­starb hier­bei in Hach­en ein Feu­er­wehr­ka­me­rad wäh­rend eines Einsatzes.

Viel Zeit in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger investiert

Doch das sind bei wei­tem nicht alle Stun­den, die ehren­amt­lich erbracht wur­den. Die Teil­nah­me an Lehr­gän­gen und Fort­bil­dun­gen ist eine Grund­la­ge, der sich kei­ne Feu­er­wehr ent­zie­hen kann. 26 Akti­ve besuch­ten 12 Lehr­gän­ge, um für die Sicher­heit in Sun­dern garan­tie­ren zu kön­nen. Auch die­se pri­va­te Zeit­in­ves­ti­ti­on fin­det ehren­amt­lich statt, eben­so wie die der 49 Diensta­ben­de, bei denen die Feu­er­wehr­leu­te in 2.800 Stun­den ihr theo­re­ti­sches und prak­ti­sches Feu­er­wehr­wis­sen auf dem aktu­el­len Stand hal­ten, sowie die Feu­er­wa­che und Fahr­zeu­ge pfle­gen. Das sind über 8.100 Stun­den, die von den 74 akti­ven Kame­ra­den der Ein­satz­ab­tei­lung des Lösch­zu­ges für die Stadt Sun­dern und ihre Bür­ger erbracht wurden.

Sebastian Dinter als stellvertretender Löschzugführer bestätigt

Da die 6‑jährige Amts­zeit von dem stellv. Lösch­zugfüh­rer Sebas­ti­an Din­ter in die­sem Jahr zu Ende ging, war hier durch Wehr­lei­ter Frank Sied­hoff eine Anhö­rung not­wen­dig. Da sich der Lösch­zug Ein­stim­mig für eine wei­te­re Amts­zeit von Sebas­ti­an Din­ter aus­sprach, führt er nun den Lösch­zug zusam­men mit Andre­as Sie­bert und Ste­phan Buch­he­is­ter wei­ter­hin für die nächs­ten sechs Jah­re. Auch Chris­ti­an Wil­le­ke (Schrift­füh­rer) und Niko­lai Klo­se (Kas­sie­rer) wur­den in ihren Ämtern bestätigt.

Lösch­zugfüh­rer Andre­as Sie­bert, Ers­te Bei­geord­ne­te Katha­ri­na Gro­the, Johan­nes Voll­mer, Feu­er­wehr-Chef Frank Sied­hoff und Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del (Foto: Feuerwehr)

Auch Beför­de­run­gen stan­den auf der Tages­ord­nung: Nils Spiel­mann wur­de zum Feu­er­wehr­mann ernannt. Michel­an­ge­lo Colom­bo, Leo­nid Spahn und Chris­ti­an Freu­den­reich wur­den zum Ober­feu­er­wehr­mann beför­dert sowie André Gar­bes zum Haupt­feu­er­wehr­mann. Jonas Becker, Manu­el Hoff­mann und Sven Din­ter stei­gen nach erfolg­rei­cher Trupp­füh­rer-Aus­bil­dung zum Unter­brand­meis­ter auf.

Johannes Vollmer für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt

Zum Ende der Ver­samm­lung folg­te der eigent­li­che Höhe­punkt der Ver­an­stal­tung: Johan­nes Voll­mer, Ehren­stadt­brand­meis­ter der Feu­er­wehr Sun­dern, wur­de für sei­ne 70-jäh­ri­ge Mit­glied­schaft in der Feu­er­wehr mit der Ehren­na­del in Gold aus­ge­zeich­net. Wehr­füh­rer Frank Sied­hoff über­reich­te die sel­te­ne Aus­zeich­nung. Der 90-jäh­ri­ge Johan­nes Voll­mer trat im Jahr 1948 in die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr der Gemein­de Sun­dern ein. In der Zeit von 1952 bis zur kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung war er als Gemein­de- bzw. Amts­brand­meis­ter tätigt, danach von 1975 bis 1988 als Stadt­brand­meis­ter der Feu­er­wehr Stadt Sun­dern. In die­ser Amts­zeit hat sich Voll­mer in einem hohen Maße für die Belan­ge der Feu­er­wehr Sun­dern ein­ge­setzt. Seit dem Jahr 1988 gehört Johan­nes Voll­mer mit Errei­chen der Alters­gren­ze der Ehren­ab­tei­lung der Feu­er­wehr Sun­dern an.

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