An schönen Wochenenden im Frühjahr und Sommer fühlen sich immer mehr Bürger im Sauer- und Siegerland, in der Eifel und im Bergischen Land von lauten Motorrädern genervt. Anwohner beliebter Motorrad-Strecken könnten es bei schönem Wetter nicht mehr im Garten aushalten, weil der Krach so heftig sei, berichten Betroffene. Es mache sie fertig – und manche sogar krank. Aufgemotzte Motorräder würden unerträglichen Lärm machen, den die Anwohner nicht länger hinnehmen wollen. Deshalb haben sich im Sauerland Städte und Polizei zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen den Lärm vorzugehen. Es gibt Lärm-Kontrollen und mit Transparenten und Plakaten wird an die Motorradfahrer appelliert, leiser zu fahren. „Reicht das schon aus? Wie schlimm ist es wirklich? Und was kann noch getan werden? Das sind Fragen, die beim WDR 5‑Stadtgespräch geklärt werden sollen,“ so Klaus Tewes. Zu Wort kommen aber auch die Motorradfahrer. Die fürchten nämlich, dass es zu Streckensperrungen kommt. Sie sagen, wegen weniger schwarzer Schafe würden auch die vielen unauffälligen Motorradfahrer bestraft.
Bürger eingeladen – zum Zuhören und Mitdiskutieren
Im WDR ‑Stadtgespräch diskutieren Betroffene und Experten. Auf dem Podium:
- Jens Kunen, IG Motorradlärm und Raserei
- Michael Lenzen, Vorsitzender Bundesverband der Motorradfahrer
- Josef Jakobi, Leiter Direktion Verkehr der Polizei im Hochsauerlandkreis
- Michael Haeser, Verkehrspsychologe aus Duisburg
Die Moderation haben Thomas Koch und Christina Günther. Eingeladen sind auch die Bürger – genervte Anwohner wie betroffene Motorradfahrer. Sie können im Publikum zuhören und auch mit diskutieren. Das WDR 5‑Stadtgespräch wird live im WDR 5‑Radio übertragen. Es findet statt am Donnerstag, 21. Mai 2015 von 20 bis 21 Uhr auf der Seebühne in Langscheid, Zum Sorpedamm, bei schlechtem Wetter in der Schützenhalle Langscheid, Ringstraße 23. Der Eintritt ist frei.
