Mit Schreiben vom 24. März, das der Blickpunkt-Redaktion vorliegt, wendet sich Bürgermeister Detlef Lins an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. „Aus gegebenem Anlass“ bittet er darum, sämtliche Anfragen, Bitten um Ortstermine und Besprechungen sowie Stellungnahmen der politischen Vertretungen abzulehnen auf darauf hinzuweisen, dass eine Beantwortung bzw. Diskussion politischer Themenfelder nur über den Bürgermeister oder den Beigeordneten erfolgen können.
„Sofern eine Anfrage der beschriebenen Art an Sie gerichtet wir, verweisen Sie bitte auf die vorgenannte Zuständigkeitsregelung,“ weist Lins sein Team an. „Eine Koordinierung (Themen, Teilnehmer etc.) erfolgt dann anschließend über die Verwaltungsführung.“
Politiker reagieren empört
Die Reaktion der Betroffenen ist Unverständnis und Empörung – soweit sie schon davon wissen. Denn kommuniziert worden ist der neue Stil vom Bürgermeister gegenüber den Politikern nicht. Auch nicht im Ältestenrat. Wo doch der richtige Platz gewesen wäre, miteinander zu reden, wenn es denn tatsächlich gegebene Anlässe gegeben hätte, von denen ihm aber nichts bekannt sei, wie ein Ratsmitglied kopfschüttelnd anmerkt, nachdem er von der neuen „Zuständigkeitsregelung“ erfahren hat.
