Leserbrief: „CDU noch in der Schmollecke“

Sun­dern. Zur aktu­el­len Sun­derner Lokal­po­li­tik erreich­te uns fol­gen­der Leserbrief:

Hal­lo lie­be Leu­te von der CDU ,

ach was war es doch frü­her noch so schön als ihr von der CDU noch regel­mä­ßig Bay­ri­sche Wahl­er­geb­nis­se ein­ge­fah­ren habt: Da konn­te die klei­ne Oppo­si­ti­on bes­se­re Vor­schlä­ge zur Poli­tik­ge­stal­tung vor­le­gen wie sie woll­te, das war euch völ­lig egal.

Auch Feh­ler von euch spiel­ten kei­ne gro­ße Rol­le die wur­den ein­fach aus­ge­ses­sen oder unter den Tisch gekehrt, woll? Frei nach dem Mot­to „was stört es die Eiche wenn sich eine Sau dar­an reibt“.

Nun habt ihr von der CDU seit einem Jahr nicht mehr die Mehr­heit im Stadt­rat und glaubt jeden Vor­schlag des Bür­ger­meis­ters, der Ver­wal­tung oder der ande­ren Par­tei­en, sei es auch noch so eine Lap­pa­lie, kon­tra kom­men­tie­ren zu müs­sen, dage­gen zu oppo­nie­ren und das meis­tens ohne bes­se­re Vor­schlä­ge. Fun­da­men­tal­op­po­si­ti­on eben, Schmollecke.

Da wer­den sehr ein­sei­tig for­mu­lier­te Leser­brie­fe geschrie­ben und in den Aus­schüs­sen, wie auch im Rat, wird dage­gen gestimmt was das Zeug hält, auch dann wenn das „dage­gen sein“ zum Nach­teil unse­rer Stadt ist. Offen­sicht­lich geht es ledig­lich dar­um, den neu­en Bür­ger­meis­ter zu beschä­di­gen und vor­füh­ren zu wol­len – was im klei­nen Kreis mit euch dann ja auch immer wie­der mal bestä­tigt wird.

Lie­be Leu­te von der CDU: Oppo­si­ti­on bedeu­tet nicht eine Stadt hand­lungs­un­fä­hig zu machen, um dem jet­zi­gen Bür­ger­meis­ter das Leben so schwer wie mög­lich zu machen, son­dern da wo es gut und rich­tig ist, auch Vor­schlä­gen zuzu­stim­men, damit die Stadt ins­ge­samt wei­ter kommt – oder wenigs­tens Alter­na­ti­ven zu formulieren.

Und noch etwas: Wenn der neue Bür­ger­meis­ter von in der Ver­gan­gen­heit ent­stan­de­nen „schwe­ren Zei­ten“ spricht, dann hat er natür­lich Recht – oder wie soll man es sonst bezeich­nen, wenn eine Kom­mu­ne wie Sun­dern nun­mehr schon län­ger als einem Jahr­zehnt Haus­halts­si­che­rungs­ge­mein­de und damit in ihrem Han­deln deut­lich ein­ge­schränkt ist?

Wenn mein Geld­beu­tel lee­re ist, ist das für mich jeden­falls eine schwe­re Zeit.

Hubert Wie­necke, Zur Lehm­kuh­le 1, Stemel

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