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Land­schafts­plan Arns­berg ent­hält 43 Natur­schutz­ge­bie­te – Offen­le­gung im Kreis­haus Arns­berg

Hochsauerlandkreis/Arnsberg. Der Ent­wurf des neu­en Land­schafts­pla­nes Arns­berg wird öffent­lich zur Ein­sicht aus­ge­legt. Von Mitt­woch, 15. Janu­ar, bis Frei­tag, 14. Febru­ar, kön­nen Beden­ken und Anre­gun­gen im Raum 11 des Kreis­hau­ses Arns­berg, Eich­holz­stra­ße 9, Tele­fon 02931/94–1666, vor­ge­bracht wer­den. Im Rah­men der Öff­nungs­zei­ten der Kreis­ver­wal­tung steht ein Mit­ar­bei­ter des Hoch­sauer­land­krei­ses als Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung. Zur Infor­ma­ti­on ist die Fest­set­zungs­kar­te und die Ent­wick­lungs­kar­te des Land­schafts­plan­ent­wur­fes mit den zuge­hö­ri­gen text­li­chen Erläu­te­run­gen dann auch im Inter­net unter www.hochsauerlandkreis.de ein­seh­bar.

Der neue Plan soll den seit 1998 rechts­kräf­ti­gen Land­schafts­plan Arns­berg ablö­sen. Bestand­teil bei­der Ver­fah­ren – Auf­he­bung des alten Plans und Neu­auf­stel­lung – ist eine soge­nann­te „Stra­te­gi­sche Umwelt­prü­fung”, in der die Aus­wir­kun­gen sol­cher Vor­ha­ben auf Mensch, Natur und Land­schaft dar­ge­stellt wer­den. Auch zu die­sem Umwelt­be­richt kann Stel­lung genom­men wer­den, er ist „Anhang I” des Text­teils.

Stra­te­gi­sche Umwelt­prü­fung

Der Land­schafts­plan Arns­berg umfasst das gesam­te Stadt­ge­biet von 194 Qua­drat­ki­lo­me­tern Flä­che. Sein Gel­tungs­be­reich erstreckt sich aber nicht auf die bebau­ten Orts­la­gen, son­dern auf den bau­li­chen Außen­be­reich. Grund­stücks­ei­gen­tü­mern und ‑päch­tern wird emp­foh­len, evtl. vor­han­de­ne Kar­ten über die Lage ihrer Grund­stü­cke mit­zu­brin­gen. Auf die­se Wei­se kann am bes­ten ein­deu­tig fest­ge­stellt wer­den, ob und in wel­cher Wei­se sie von die­sem Land­schafts­plan betrof­fen sind.

43 Natur­schutz­ge­bie­te

Zu den Inhal­ten des Land­schafts­pla­nes, die nach dem Lan­des­na­tur­schutz­ge­setz Bestand­tei­le der Sat­zung wer­den, gehö­ren laut Ent­wurf 43 Natur­schutz­ge­bie­te mit rund 7.640 Hekt­ar Flä­che. Weit über­wie­gend set­zen sie euro­päi­sches Natur­schutz­recht vor allem im Wald um („FFH-Gebie­te”). Außer­dem sol­len etli­che Bäu­me als Natur­denk­ma­le gesi­chert wer­den sowie bei­spiels­wei­se Feld­ge­höl­ze, Hecken, Obst­wie­sen als „Geschütz­te Land­schafts­be­stand­tei­le”. Fast flä­chen­de­ckend ist die Aus­wei­sung von Land­schafts­schutz­ge­bie­ten vor­ge­se­hen, die zum Teil durch ein Auf­fors­tungs­ver­bot zur Frei­hal­tung der land­wirt­schaft­lich genutz­ten Flä­chen oder zur Grün­lander­hal­tung in den Tälern bei­tra­gen sol­len.

Grün­lander­hal­tung in Tälern

Schließ­lich sind auch zahl­rei­che Ent­wick­lungs­maß­nah­men ent­hal­ten, die im Lau­fe der Zeit zu einer öko­lo­gi­schen Auf­wer­tung des Plan­ge­biets füh­ren sol­len. Dazu gehört z.B. die Umwand­lung von Nadel­holz in Grün­land an Gewäs­sern oder die Umbe­sto­ckung von Quell­sie­pen mit Laub­holz. Sol­che akti­ven Opti­mie­run­gen der Land­schaft wer­den im Rah­men der spä­te­ren Plan­um­set­zung auf frei­wil­li­ger Basis ver­trag­lich gere­gelt.

Infor­ma­ti­on über Bio­to­pe

Neben den eigent­li­chen Pla­nin­hal­ten, die der Kreis­tag dann als Sat­zung beschlie­ßen wird, zei­gen die Kar­ten infor­ma­ti­ons­hal­ber auch soge­nann­te „Gesetz­lich geschütz­te Bio­to­pe”. Dabei han­delt es sich z.B. um Mager­grün­land, Fel­sen oder natur­na­he Bach­läu­fe und Quel­len, die auch ohne Land­schafts­plan nach den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen geschützt sind. Die Land­schafts­plan-Offen­le­gung bie­tet daher den Grund­stücks­ei­gen­tü­mern auch die Mög­lich­keit, sich über die­se Bio­to­pe zu infor­mie­ren.

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