Kunst-Werk Mediapreis für Christina Morkel

 

Die Fotografiestudentin Christina Morkel (Mitte) hat den Kunst-Werk Mediapreis 2013 mit ihrer Fotoserie "Meine Großmutter" gewonnen. (Foto: oe)
Die Foto­gra­fie­stu­den­tin Chris­ti­na Mor­kel (Mit­te) hat den Kunst-Werk Media­preis 2013 mit ihrer Foto­se­rie „Mei­ne Groß­mutter“ gewon­nen. (Foto: oe)

Neheim. Im Rah­men der 5. Über­nacht im Kunst-Werk am Kai­ser­haus ist der 2. „Kunst-Werk Media­preis Arns­berg“ ver­lie­hen wor­den. Gewin­ne­rin ist Chris­ti­na Mor­kel aus Her­ford. Die 23-jäh­ri­ge Stu­den­tin der Foto­gra­fie in Bie­le­feld hat nicht nur die Jury mit ihrer Serie „Mei­ne Groß­mutter“ pola­ri­siert – und über­zeugt. „Ganz schön hart“ nann­te auch Kath­rin Ueber­holz vom Arns­ber­ger Kul­tur­bü­ro die Bil­der, auf denen ver­schie­de­ne Haut­par­tien zu sehen sind. „Sie erzäh­len von einem lan­gen Leben, zeu­gen von har­ter Rea­li­tät, aber auch von Zer­brech­lich­keit – ganz ohne Voy­eu­ris­mus, eher als Appell.“ Der zwei­te Preis ging an And­rey Sos­nin für sei­ne Serie „Mei­ne Hei­mat Sibi­ri­en“ und auf Platz drei lan­de­te Vor­jah­res­sie­ger Johann Frick mit sei­ner neu­en Arbeit „Stick tog­e­ther“. Alle drei Gwin­ner haben eine Aus­stel­lung im Arns­ber­ger Kunst­som­mer 2014 gewon­nen, dazu Geld­prei­se von 500, 250 und 150 Euro. Die Sie­ge­rin bekommt auch noch einen Tag im Foto­stu­dio Chris­toph Mein­schä­fer geschenkt, wor­über sich die jun­ge Stu­den­tin ganz beson­ders freute.

Die "Zucchinisistaz" auf der Live-Bühne im Kunst-Werk. (Foto: oe)
Die „Zuc­chi­ni­si­s­taz“ auf der Live-Büh­ne im Kunst-Werk. (Foto: oe)

Chris­toph Mein­schä­fer hat als einer der Orga­ni­sa­to­ren der Über­nacht von Anfang an auch einen Foto­wett­be­werb ins Pro­gramm gerückt, bei dem das Kul­tur­bü­ro Part­ner und die Fir­ma Dall­mer Spon­sor ist. In den ers­ten drei Über­näch­ten wur­den unter dem Mot­to „Frisch­fleisch“ jun­ge Foto­gra­fen aus der Regi­on geför­dert, seit dem letz­ten Mal gibt es den Kunst-Werk Media­preis. Der soll, so wünscht es sich Chris­toph Mein­schä­fer, Jahr für Jahr wach­sen. Eta­bliert hat er sich bereits, davon zeu­gen nicht nur die rund 170 Ein­sen­dun­gen aus ganz Deutsch­land, son­dern auch die hoch­ka­rä­ti­ge Jury. Neben Kath­rin Ueber­holz haben Frank Rum­pen­horst, DPA-Foto­graf aus Frank­furt, und Kars­ten Thiel­ker, Pul­lit­zer-Preis­trä­ger für Foto­gra­fie aus Ber­lin, die bes­ten 60 Wer­ke anonym gesich­tet und bewer­tet. Das Spek­trum war, da dies­mal kein The­ma vor­ge­ge­ben wur­de, sehr breit, von Por­traits und Sozi­al­stu­di­en über Sport, Archi­tek­tur und Natur bis zu Hoch­glanz und Design. Die bes­ten 13 Seri­en und Ein­zel­bil­der wur­den im Rah­men  der Über­nacht ausgestellt.

Volles Haus bei der 5. Übernacht im Kunst-Werk

Die Über­nacht selbst hat in ihrer fünf­ten Auf­la­ge einen neu­en Besu­cher­re­kord auf­ge­stellt. Rund 1000 Gäs­te konn­ten die Kunst-Werker in den zehn Stun­den begrü­ßen. „Wir sind voll, mehr geht nicht rein,“ sag­te Chris­toph Mein­schä­fer schon zur Halb­zeit. Fet­zi­ge Live-Musik, span­nen­de Aus­stel­lun­gen und Insze­nie­run­gen, ein sty­li­sches Ambi­en­te und lecke­re Spei­sen mit drei ver­schie­de­nen The­men auf drei Eta­gen sorg­ten für eine lan­ge Nacht im alten Indus­trie­bau, die zu recht viel Publi­kum nicht nur aus der Stadt Arns­berg anzog.

Teilen Sie diesen Beitrag oder unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit via Paypal: