Künstler Gunter Demnig verlegt weitere Stolpersteine in Arnsberg

Erin­ne­rung im Stadt­bild: Der Künst­ler Gun­ter Dem­nig ver­legt am 14 März in den Stadt­tei­len Oeven­trop, Arns­berg, Hüs­ten und Neheim ins­ge­samt 18 neue Stol­per­stei­ne zur Erin­ne­rung an ermor­de­te jüdi­sche Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus Arns­berg. (Foto: Gun­ter Demning)

Arns­berg. An zahl­rei­chen Orten in der Stadt Arns­berg wird an die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus erin­nert. Eine beson­de­re Form der Erin­ne­rung ist die Ver­le­gung von so genann­ten Stol­per­stei­nen durch den Künst­ler Gun­ter Dem­nig. Am Frei­tag, 13. März 2026, ist der in Ber­lin gebo­re­ne Künst­ler jetzt erneut in Arns­berg zu Gast, um wei­te­re Stol­per­stei­ne zur Erin­ne­rung an getö­te­te Jüdin­nen und Juden aus der Stadt Arns­berg per­sön­lich zu verlegen.

In den Stadt­tei­len Oeven­trop, Arns­berg, Hüs­ten und Neheim sol­len dabei zunächst ins­ge­samt 18 Stol­per­stei­ne gesetzt wer­den. Es han­delt sich hier­bei um den bereits im Janu­ar 2026 geplan­ten Ter­min, der lei­der auf­grund der Wit­te­rung ver­scho­ben wer­den musste.

Vor vie­len Jah­ren, am 14. August 2010, hat­te Gun­ter Dem­nig bereits Stol­per­stei­ne in der Stadt Arns­berg ver­legt. Es war damals beab­sich­tigt, wei­te­re fol­gen zu las­sen. In den Fol­ge­jah­ren wur­den zahl­rei­che neue Erkennt­nis­se über Juden in der Stadt Arns­berg gewon­nen. So ließ sich auch das bis dahin unbe­kann­te Schick­sal der 1935 in Arns­berg gebo­re­nen Edith Grü­ne­berg auf­klä­ren. Sie wur­de 1942 im Alter von sie­ben Jah­ren depor­tiert und im Ver­nich­tungs­la­ger Maly Tros­ti­nez bei Minsk (Bela­rus) ermordet.

Das Arns­ber­ger Stadt- und Land­stän­de­ar­chiv unter­stütz­te inten­siv die Recher­chen einer Arbeits­grup­pe (mit Peter Klei­ne, Rei­ner Ahl­born und Micha­el Gos­mann). Die­se fand kom­pe­ten­te Ver­stär­kung durch Moni­ka Nückel, Ali­cia Som­mer, Karl Georg Wunschan­sky, Bernd Rah­mann, Hel­mut Mel­ch­ert, Rupert Schul­te, Tors­ten Kapt­ei­ner und Lud­wig Hop­pe. Dadurch konn­ten inzwi­schen die Schick­sa­le von 45 Opfern aus der heu­ti­gen Stadt Arns­berg geklärt werden.

45 Opfer-Schicksale geklärt

Auf Anre­gung des Hei­mat­bun­des Neheim-Hüs­ten stell­ten der Arns­ber­ger Hei­mat­bund, der Hei­mat­kreis Frei­heit Hüs­ten sowie der Arbeits­kreis Orts­ge­schich­te Oeven­trop am 16. Febru­ar 2025 gemein­sam einen Bür­ger­an­trag zur Bewer­bung um die Ver­le­gung neu­er Stol­per­stei­ne sowie zur Umset­zung wei­te­rer Maß­nah­men, die an die Ermor­dung jüdi­scher Mitbürger:innen aus Arns­berg erin­nern sol­len. Am 27. März 2025 wur­de die­ser Antrag vom Haupt- und Finanz­aus­schuss des Arns­ber­ger Stadt­ra­tes bera­ten und ein­stim­mig angenommen.

Verlegung der Stolpersteine am Freitag, 13. März 2026

Der Künst­ler Gun­ter Dem­nig wird nun am Frei­tag, 13. März 2026, selbst noch ein­mal die Stadt Arns­berg besu­chen und an vier Stel­len wei­te­re 18 Stei­ne per­sön­lich in das Pflas­ter vor den ehe­ma­li­gen Wohn­stät­ten ermor­de­ter Juden ein­set­zen. Die Ver­le­gung der übri­gen Stol­per­stei­ne erfolgt dann im Ver­lauf des Jah­res. Die Ver­le­gung der Stol­per­stei­ne durch den Künst­ler ist öffent­lich. Schüler:innen Arns­ber­ger Schu­len wer­den die Ver­le­gun­gen vor Ort mit­ge­stal­ten. Da der Zeit­plan der Ver­le­ge­ter­mi­ne eng getak­tet ist, wird inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern emp­foh­len, sich für den Besuch eines Ver­le­ge­or­tes zu entscheiden.

Der Zeitplan am Freitag, 13. März, sieht wie folgt aus (ca.-Angaben!):

10.00 – 10.20 Uhr   Ver­le­gung Oeven­trop, Kirch­str. 41
10.45 – 11.05 Uhr   Ver­le­gung Arns­berg, Alter Markt 3
11.30 – 11.50 Uhr   Ver­le­gung Hüs­ten, Ade­nau­er­str. 19
12.00 – 12.20 Uhr   Ver­le­gung Neheim, Lan­ge Wen­de 75

Die Ver­le­gung der Stol­per­stei­ne in der Stadt Arns­berg wird mit einem Betrag in Höhe von 8.000 Euro durch die Stif­tung Spar­kas­se Arns­berg-Sun­dern finan­zi­ell gefördert.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt „Stol­per­stei­ne“ gibt der Künst­ler Gun­ter Dem­nig auf sei­ner Home­page unter www.stolpersteine.eu.

 

 

 

 

 

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